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30.08.2013

Gregory Porter - Musik als Lebenselixir

Gregory Porter, Gregory Porter - Musik als Lebenselixir

Über ein Jahrzehnt lang war Kurt Elling in den USA so etwas wie ein Alleinregent im zugegebenermaßen recht überschaubaren Reich der männlichen Jazzvokalisten. Elling kam, sang und siegte. Jedes einzelne seiner Alben wurde für einen Grammy nominiert, auch wenn er bis 2009 warten musste, um die Trophäe endlich zu ergattern. Seit 2000 gewann er jedes Jahr die Down Beat Critics Poll und wurde achtmal von der Jazz Journalists Association zum "Sänger des Jahres" ernannnt. Doch jetzt ist in der Person des imposanten Gregory Porter ein anderer Sänger ins Rampenlicht getreten. Dieses Jahr musste er sich bei den Down Beat Critics Polls zwar noch mit dem zweiten Rang hinter King Kurt begnügen. Doch mit seinem ersten Blue-Note-Album "Liquid Spirit" etabliert sich Porter endgültig als eine der ganz großen männlichen Stimmen des Jazz. Wobei auch er kein Purist ist. "Ich betrachte mich selbst zwar definitiv als Jazzsänger, aber ich liebe den Blues, schwarzen Southern Soul und Gospelmusik nicht weniger", sagt Porter. "Diese Elemente finden immer ihren Weg in meine Musik. Und ich habe sie auch stets im Jazz wahrgenommen."

Neues Label, bewährte Philosophie

Dass er nach zwei Grammy-nominierten Alben für das rührige Indie-Label Motéma nun bei dem großen, traditionsreichen Jazzlabel Blue Note untergekommen ist, ändert nichts an Porters Philosophie. "Liquid Spirit" hat er mit denselben Musikern aufgenommen, die schon auf den beiden vorangegangenen Alben den Kern seiner Band bildeten, hier und da verstärkt durch den Trompeter Curtis Taylor oder den Organisten Glenn Patscha. "Ich habe mir nicht gesagt: 'Okay, nun bin ich bei Blue Note Records, jetzt werde ich versuchen, wie Freddie Hubbard zu klingen'", erklärt Porter. "Ich habe mir für dieses Album keinen besonderen Plan zurechtgelegt." Er wollte einfach nur, dass es so organisch wie nur möglich klingt. Und dieses Ziel, da war er sich sicher, erreichte er eher mit einem seit Jahren eingespielten Team als mit einer aus Stars zusammengewürfelten Band.

Ergreifende Songs von emotionaler Direktheit

Porter besitzt eine erstaunliche Begabung dafür, ergreifende Songs, die auf persönlichen Erlebnissen basieren, mit einer vertraut wirkenden und emotionalen Direktheit zu schreiben. Mehr noch: seine eingängigen Melodien gehen einem sofort ins Ohr. Auf "Liquid Spirit" setzt er sich mit ähnlichen Themen auseinander wie auf seinem Debütalbum "Water": die Lieder handeln von romantischen Höhen und Tiefen, seiner Kindheit und soziopolitischen Beobachtungen. Darüber hinaus interpretiert er hier auf seine unverkennbar eigene Art auch drei Klassiker: Dobie Grays Motown-Hit "The 'In Crowd", "Lonesome Lover" von Abbey Lincoln und Max Roach sowie den Jazzstandard "I Fall In Love Too Easily".

"Die Natur und besonders Wasser kommen immer wieder vor, wenn ich Songs schreibe", erklärt Porter abschließend. "Und ich gehe nicht dagegen an. Darum geht es ja im Grunde bei 'Liquid Spirit': Lass das Wasser, dieses Lebenselixier, fließen, wohin es fließen will - es wird ohnehin seinen Weg finden."

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