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04.05.2016

Endlich zu Hause - Gregory Porters neue Bodenständigkeit

Gregory Porter, Endlich zu Hause - Gregory Porters neue Bodenständigkeit Shawn Peters

"Die Intensität des Tourneelebens hat in mir das Verlangen nach mehr Bodenständigkeit geweckt", sagt Gregory Porter. Seit er im September 2013 sein fabelhaftes Blue-Note-Debütalbum "Liquid Spirit" veröffentlichte, ist der sympathische Sänger und Songwriter tatsächlich kaum noch zur Ruhe gekommen. In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren tourte er mehrfach durch die ganze Welt und heimste dabei en passant Preise wie den Grammy (in den USA), den ECHO Jazz Award (in Deutschland) und zwei Jazz FM Awards (in England) ein.

Er unternahm eine ungemein erfolgreiche musikalische Kreuzfahrt mit den Blue Note All-Stars, schmückte als Gast Alben von u.a. Jamie Cullum, Lizz Wright, Max Herre, Till Brönner, Dianne Reeves, Renée Fleming, Andreas Varady und dem UK Garage-Duo Disclosure. Und er arbeitete mit internationalen DJs wie Ludovic Navarre und Claptone an den Remixen seiner Hits. Kurzum: In den letzten zweieinhalb Jahre entwickelte er sich, wie der Spiegel richtig beobachtete, vom Hoffnungsträger des Jazz zum Weltstar. 

Dass diese Zeit für Gregory Porter aufreibend waren, kann niemand bestreiten. Aber jeder, der ihm über den Weg lief, kann auch bestätigen, dass Porter darüber nie seine Bodenständigkeit verloren hat. Trotzdem zog der Sänger mit seiner Familie von Brooklyn in seine Heimatstadt Bakersfield in Kalifornien zurück, um wieder näher bei seinen Geschwistern zu sein. Und das familiäre Umfeld hat sein neues Album "Take Me To The Alley" geprägt, das noch wärmer, gefühlvoller und sehr viel persönlicher klingt als seine drei fantastischen Vorgänger.

Dass "Take Me To The Alley" eine Art Familienalbum geworden ist, liegt an berührenden Songs wie der Ballade "More Than A Woman", die Gregory seiner verstorbenen Mutter Ruth widmete, Stücken wie "Don't Lose Your Steam" und "Day Dream", die er für seinen kleinen Sohn Demyan schrieb, und dem von seiner Kusine Darlene Andrews komponierten "In Heaven".

Den Einstieg in "Take Me To The Alley" macht Porter allerdings mit dem hymnischen "Holding On", das er gemeinsam mit dem Duo Disclosure für dessen 2015er Album "Caracal" schrieb und aufnahm. Die Nummer war die erste Single-Auskopplung des Albums und hatte einen deutlichen EDM-Einschlag. Bei der hier zu hörenden neuen Version ersetzte er die dahinjagenden Beats und den wummernden Bass durch ein sehr viel offeneres, jazziges Arrangement. Auf "Take Me To The Alley" präsentiert sich Gregory Porter als einfühlsamer Sänger und Songwriter, der mit beiden Beinen fest im Hier und Heute steht, dabei aber gleichzeitig das Erbe des klassischen Jazz und Soul pflegt.

Zu Porters erweiterter Familie gehören längst auch sein Produzent Kamau Kenyatta und die langjährigen Mitglieder seiner Band, die er partout nicht gegen Stars mit glanzvolleren Namen auszutauschen gedenkt. Zu Pianist Chip Crawford (der zusätzlich als musikalischer Leiter der Band agiert), Trompeter Keyon Harrold, Altsaxophonist Yosuke Sato, Tenorsaxophonist Tivon Pennicott, Bassist Aaron James und Schlagzeuger Emanuel Harrold, die schon an der Einspielung von Porters letzten beiden Alben mitwirkten, stießen diesmal als Gäste die Sängerin Alicia Olatuja und der tschechoslowakische Hammond-Organist Ondřej Pivec.

Am 11. Mai 2016 startet Gregory Porter mit seiner Band eine Deutschland-Tournee, bei der er "Take Me To The Alley" live vorstellen wird. Erleben kann man ihn außerdem am 28. Mai 2016 bei der ECHO Jazz Awards-Gala in der Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg, wo er nicht nur als Künstler auftreten wird, sondern zusammen mit Götz Alsmann auch die Moderation übernimmt.

         

Gregory Porter "Take Me To The Alley"-Tour 2016:

  • 11.05.2016 Die Glocke, Bremen
  • 12.05.2016 Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
  • 14.05.2016 Alte Oper, Frankfurt/Main
  • 15.05.2016 Philharmonie im Gasteig, München
  • 17.05.2016 Konzerthaus, Dortmund
  • 18.05.2016 Philharmonie, Berlin
  • 19.05.2016 Meistersingerhalle, Nürnberg
  • 26.05.2016 ECHO Jazz Awards-Gala, Kulturfabrik Kampnagel, Hamburg

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