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Grigory Sokolov BACKSTAGE EXCLUSIV

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19.11.2014

Biografie

Grigory Sokolov ist zweifelsohne einer der größten Pianisten unserer Tage. Anti-Star par excellence, zurückhaltend und fern von Exzentrik und Glamour, wird Sokolov heute von einer begeistern und geradezu frenetischen Anhängerschaft gefeiert. Die internationale Kritik rühmt besonders die unendliche Tiefe seiner musikalischen Welt, seine absolute technische Kontrolle sowie die immer wieder überraschende Originalität seiner Interpretationen. 1950 in Leningrad geboren, beginnt Grigory Sokolov das Klavierstudium als Fünfjähriger. Schon im Alter von sechzehn Jahren erregt er internationale Aufmerksamkeit, als er den ersten Preis des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau gewinnt.

In all den Jahren seiner Karriere war Grigory Sokolov in den wichtigsten Konzertsälen der Welt zu Gast und blickt auf eine Zusammenarbeit mit Orchestern zurück, wie London Philharmonic, Concertgebouw Amsterdam, New York Philharmonic, Münchner Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Orchestra del Teatro alla Scala, Philharmonie in Moskau und St. Petersburg.
Doch Sokolov ist auch bekannt für das, was er nicht tut: Er tritt inzwischen nicht mehr mit Orchestern auf und er spielt auch nicht auf Klavieren, die älter als fünf Jahre sind. Er macht keine Studioaufnahmen und gibt nur ungern Interviews, denn er spricht am liebsten durch seine Musik. Vor einem Recital gibt er sich nicht mit einer üblichen Probe zufrieden, sondern verlangt stets das Doppelte der Zeit, die seine Kollegen erwarten würden. Während eines Konzerts spielt er dann allerdings – gewissermaßen zum Ausgleich – die doppelte Anzahl an Zugaben. Seine Suche nach Qualität ist kompromisslos. Das Streben nach Perfektion bestimmt Sokolovs Kunst.
Einzigartig sind Sokolovs Recitals bis heute. Er spielt sein Programm in bis zu 70 Konzerten pro Jahr, mit einem Wechsel des Repertoires im Januar und im Oktober. Die Fülle von Zugaben gehört zu seinen Markenzeichen und wird von seinen unzähligen treuen Fans vorausgesetzt.
2014 unterschreibt Sokolov einen Exklusiv-Vertrag bei der Deutschen Grammophon, 2015 erscheint sein erstes Album beim gelben Label – ein Recital mit Werken von Mozart und Chopin, 2008 live bei den Salzburger Festspielen aufgenommen. Fast zwei Jahrzehnte ist es her, seit er zuletzt eine Aufnahme veröffentlichte.

»Dieser Mann ist Kult«, schrieb die Berliner Zeitung, »und seine Konzerte, im vergrübelten Halbdunkel dargebracht, sind Liturgien geworden, ach: Wallfahrten!«

Salzburger Nachrichten: »Grigory Sokolovs Klavierspiel bewegt sich mehr und mehr im intergalaktischen Raum. Längst ist der russische Pianist sein eigenes Universum …«

„Ganz da oben auf dem Gipfel der Klavierkunst muss es einsam sein. Pianistische Kollegen trifft Grigory Sokolov dort sicher nicht. Dafür hat er auf jenen Höhen persönliche Begegnungen mit all den unsterblichen Schöpfern von Sonaten, Intermezzi und Variationen...“ Peter Kraus, DIE WELT


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