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12.05.2010

Biografie Hamel

Wouter Hamel, auf dessen hierzulande schwer aussprechbaren Vornamen für seine erste internationale CD verzichtet wird, wuchs in Den Haag auf. Als er zwölf war, zog seine Familie in eine Kleinstadt in der Mitte des niederländischen Niemandslandes um. Plötzlich fuhr er fast zwei Stunden mit dem Fahrrad zur Schule ("bei Rückenwind"). Dort angekommen, versuchte er sich mit Nirvana und Pearl Jam anzufreunden. Aber es war bald klar, dass er sich zuhause wohler fühlte, wo er Papas Schallplatten hören und englische Modemagazine bestaunen konnte, und davon träumte, wie er sich wohl als Mitglied von Andy Warhols hipper Fashion-Truppe gemacht hätte. "Ich habe versucht, mich abzusetzen und mein eigenes Leben zu führen", erinnert sich Hamel heute. "Ich lebte in diesem Dorf am Ende der Welt und versuchte ständig, mir irgendwelche Bezugspunkte mit New York zu erträumen."

Kaum war Hamel 17, floh er nach Utrecht. Nach einem abgebrochenen Literatur- und Journalismus-Studium, stürzte er sich - inzwischen überzeugter Smashing-Pumpkins-Fan - mit neuem Elan auf die Gitarre. Weil er außerdem Gesang und Songschreiben lernen wollte, bewarb er sich an der Musikhochschule - und wurde unter 120 Kandidaten als einer von Vieren angenommen!

Allerdings: "Dort versuchte man mich zu verändern, alle die mich vorher gewarnt hatten, hatten Recht. Aber auf der anderen Seite - was für eine unglaubliche Chance, jeden Tag Musik zu machen, an sich arbeiten zu können. Ich kam dahin mit einer leisen, luftigen Stimme. Dort entdeckte man den 'Crooner' in mir. Ich lernte alles, von Jazzklassikern bis Bossa Nova. Die holten aus mir eine Stimme heraus, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie habe! Aber ich wollte definitiv kein neuer Sinatra werden und auch nicht auf Kreuzfahrtschiffen enden. Deshalb fing ich an, meinen eigenen Stil zu suchen."

Der Rest ist Musikgeschichte: Schon Hamels erstes Album, komplett im Alleingang komponiert und getextet, erreichte in Holland Platin-Status. Das zweite stieg gleich auf Platz 5 in die Charts ein. Er gewann die beiden begehrtesten Newcomer-Preise - "Essent Award" und "Zilveren Harp" - und trat auf allen wichtigen Festivals und regelmäßig im TV auf. Auch in Japan und Korea horchte man auf und lud den mittlerweile live-erprobten Musiker zu ausgiebigen Touren ein -- die Bewunderung schlug in Begeisterung um. Inzwischen ist er auch dort ein Verkaufsschlager.


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