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28.01.2016

Pianistische Verneigung vor dem Element Wasser – Hélène Grimaud veröffentlicht neues Album "Water"

Ausnahmekünstlerin Hélène Grimaud präsentiert auf ihrem neuen Album "Water" verschiedenste musikalische Reflexionen über das Wasser und fasziniert mit einer außergewöhnlich atmosphärischen und persönlichen Einspielung.

Hélène Grimaud, Pianistische Verneigung vor dem Element Wasser – Hélène Grimaud veröffentlicht neues Album Water © Mat Hennek

Es gluckert, es perlt und schäumt, gefriert zu klirrendem Eis und wird zum reißenden Strom: Seit jeher hat das Wasser in seiner vielfältigen Form und Naturgewalt Komponisten und Künstler inspiriert. Keine Existenz ist möglich ohne dieses Element und ebenso lebendig und existenziell spüren die dazu entstandenen Werke der Lebensquelle nach. Die Pianistin Hélène Grimaud hat sich neben ihrer musikalischen Arbeit immer schon intensiv für die Natur eingesetzt und so ist es nur naheliegend, dass diese beiden wichtigen Seiten ihres Lebens auf dem neuen Album "Water", das am 29. Januar 2016 bei der Deutschen Grammophon erscheint, nun zusammen finden. In einem sensibel ausgearbeiteten Programm spürt die Musikerin der kostbaren Gabe nach und lässt den Hörer die Kraft und Schönheit der Natur unmittelbar musikalisch erleben.

Zeitgenössische und klassische Werke beeindrucken in einem schlüssigen Gesamtkonzept

Das Album "Water" ist für Hélène Grimaud eine Herzensangelegenheit – das ist vom ersten Ton an spürbar. Geleitet von ihrer Faszination für die Natur und die davon inspirierte Musik, hat die Künstlerin ein fein abgestimmtes Programm konzipiert, das Werke von insgesamt neun Komponisten umfasst und gleich einer musikalischen Meditation das Thema Wasser umkreist. "Die Idee, dieses Album aufzunehmen, entstand wirklich durch die Faszination, die das Wasser offenbar auf so viele Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts ausübte", erzählt Hélène Grimaud. So finden sich auf dem Album betörende impressionistische Klanggemälde wie "Jeux d’eau" von Maurice Ravel oder "La cathédrale engloutie" von Claude Debussy, expressive spätromantische Schöpfungen wie "Les Jeux d’eau à la Villa d’Este" von Franz Liszt oder geheimnisvoll tönende Reflexionen wie "In den Nebeln" von Leoš Janáček und das "Wasserklavier" von Luciano Berio. Verbunden werden die einzelnen Stücke durch sieben klingende "Überleitungen", die der Komponist Nitin Sawhney extra für dieses Album neu komponiert, aufgenommen und produziert hat. In zarten Tonfarben gehalten, flirrend, fragil und klangmalerisch ziehen sich die Miniaturen gleich einem roten Faden durch das Album und fügen die unterschiedlichen Werke zum Thema Wasser in ein schlüssiges und eindrucksvolles Gesamtkonzept ein. So entsteht der Eindruck eines fließenden musikalischen Stroms, der den Hörer klingend vereinnahmt und alle Gattungsgrenzen überwindet. Zeitgenössische Kompositionen stehen neben klassischen Werken, elektronische Klangexperimente leiten über zu ausdrucksstarken pianistischen Naturbildern.

Innige musikalische Meditation über den Quell des Lebens

Hoch sensibel, mitreißend emotional und technisch virtuos zeigt sich Hélène Grimaud auf ihrem neuen Album einmal mehr als herausragende Interpretin, der mit "Water" eine tief durchdrungene musikalische Reflexion über das Element Wasser gelingt.

Ausgangspunkt des Albums "Water" war die Installation "tears become…streams become…", welche die Pianistin mit dem Turnerpreisträger Douglas Gordon erarbeitet und im Dezember 2014 in der Wade Thompson Drill Hall aufgeführt hat. Dabei spielte Hélène Grimaud die unterschiedlichen Kompositionen auf dem Klavier, während der riesige Fußboden der Hall nach und nach geflutet wurde und eine riesige Wasserfläche schließlich auch den Flügel umschloss. Die Live-Mitschnitte dieses Aufsehens erregenden Konzertprojekts finden sich nun auf dem neuen Album und werden in Verbindung mit Sawhneys feingliedrigen musikalischen Kompositionen zu einem außergewöhnlich persönlichen und atmosphärisch dichten Gesamtkunstwerk.


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