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11.12.2009

Biografie Hélène Grimaud

Hélène Grimaud wurde 1969 im südfranzösischen Aix-en-Provence geboren. Mit acht Jahren bekam sie ersten Klavierunterricht studiert zunächst in ihrer Heimatstadt bei Jacqueline Courtin, daraufhin bei Pierre Barbizet am Konservatorium in Marseille. Er erkannte ihr ungewöhnliches Talent und schlug vor, sie für die Aufnahmeprüfung am Pariser Konservatorium vorzubereiten. Grimaud machte ihre Sache gut. Sie bestand die Tests am Conservatoire National Supérieur de Musique als Beste und begann bei Jaques Rouvier zu studieren, der ihr zweimal die Woche Unterricht erteilt. Außerdem lernte sie bei Geneviève Joy Kammermusik und Christian Ivaldi führte sie in die höheren Weihen der Notation ein. Sie schloss ihre Ausbildung 1985 mit dem "Premier prix" im Piano-Fach des Conservatoire ab und nahm nur kurz nach dem Diplom ihre erste CD mit Rachmaninovs "Sonata No. 2" und die "Etudes-Tableaux op. 33" auf (Grand Prix du disque 1986). Im Herbst begann sie ein Postgraduierten-Studium für Gewinner der ersten Preises bei Rouvier am Conservatoire und belegte außerdem Meisterkurse bei György Sandor und Leon Fleisher.

Im folgenden Jahr nahm sie am Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau teil, wurde außerdem vom Festival in Aix-en-Provence eingeladen, widmete sich aber ansonsten überwiegend der Verfeinerung ihrer Klangsprache. 1987 spielte sie ihr erstes öffentliches Recital in Paris, wurde in Cannes auf der Midem der Musiköffentlichkeit vorgestellt und begegnete außerdem Daniel Barenboim, der sie 1988 mit dem Orchestre de Paris begleitete. Grimauds Karriere kam in Schwung, weltweit spielte sie Solo-Recitals und Konzerte mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten unter anderem an der Seite von Martha Argerich, Gidon Kremer (beim Lockenhaus Festival), Shlomo Mintz, Gil Shaham und dem Hagen Quartett. Außerdem lernte sie den Pianisten Dmitri Bashkirov kennen, der großen Einfluss auf ihre stilistischen Vorstellungen bekommen sollte. 1990 kam es zum Debüt mit dem Cleveland Orchestra, dem Auftritte mit dem Los Angeles Philharmonic, der San Francisco Symphony und den Symphony Orchestras von Baltimore und Seattle folgten. Grimaud spielte in New York im Metropolitan Museum und in Europa mit der St. Petersburg Philharmonic unter Temirkanov Leitung (Rachmaninov "Piano Concerto No. 2" beim Aix-en-Provence Festival). Ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern und Claudio Abbado gab sie 1995 ebenfalls mit Rachmaninovs Konzert.

1996 tourte Grimaud erfolgreich mit Jeffrey Tate und dem English Chamber Orchestra durch Spanien, traf wiederum mit Abbado auf der Bühne zusammen, diesmal in Begleitung des Gustav Mahler Youth Orchestra beim Lucerne und Pesaro Festivals. Im folgenden Jahren nahm sie Brahms' "Concerto No. 1" mit Kurt Sanderling und der Berliner Staatskapelle auf (Cannes Classical Recording of the Year 1999) und 1999 wurde zu einem wichtigen Jahr. Grimaud gab zum einen ihr Debüt mit den New York Philharmonic und Beethovens "4.Klavierkonzert" unter der Ägide von Kurt Masur. Auf der anderen Seite gründete sie mit dem Fotografen J. Henry Fair das "Wolf Conservation Center" in South Salem, Westchester County, zum Schutz und zur Unterstützung der vom Aussterben bedrohten Wölfe.

2000 spielte Grimaud erstmals mit dem Boston Symphony und dem Philadelphia Orchestra. Sie tourte durch Europa, gab Konzerte mit Michael Tilson Thomas und der San Francisco Symphony und den Berliner Philharmonikern mit David Zinman. Ihr Solo-Recital in der Berliner Philharmonie wurde vom Fernsehen aufgenommen. 2001 folgte der Einstand in Amsterdam beim Royal Concertgebouw Orchestra und Riccardo Chailly, außerdem ein hochgelobter Auftritt bei den London Proms mit dem Orchestre de Paris und Christoph Eschenbach. In der Saison 2002/3 unterschrieb Hélène Grimaud ihren Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Sie spielte Brahms "Erstes Klavierkonzert" mit Riccardo Chailly und dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, ging mit Vladimir Askenazy und den Tschechischen Philharmonikern auf Tournee und realisierte die Weltpremiere eines neuen Werkes von Arvo Pärt in der Londoner Tate Modern.

Als erste CD für das neue Label stellte Grimaud Beethovens "Sturm-Sonate" und die "Chorfantasie c-moll" der "Fantasia On An Ostinato" von John Corigliano und Arvo Pärts "Credo" zur Seite. Im November 2003 präsentierte sie außerdem ihr Buch "Wolfssonate" in Paris. Als zweites Album konzipierte Grimaud 2004 ein Recital mit Werken von Chopin und Rachmaninov. Außerdem nahm sie zahlreiche Konzertverpflichtungen war unter anderem mit den Los Angeles Philharmonic, Detroit Symphony, Seattle Symphony, New York Philharmonic, Philadelphia und Toronto Symphony, dem Frankfurter Radio-Symphoniorchester, den Wiener Symphonikern und Münchner Philharmonikern wahr. Im Frühjahr 2005 ging sie außerdem für ihre drittes Album "The Schumann Project" ins Studio, das verschiedene von Clara Schumann inspirierte Werke zum Inhalt hat.
6/2005


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