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27.03.2013

Was bleibt - Die neue Dokumentation „Karajan - Das zweite Leben“

Für seine Dokumentation „Spuren ins Nichts - Der Dirigent Carlos Kleiber” wurde Regisseur Eric Schulz mehrfach ausgezeichnet. Sein faszinierendes neues Filmportrait „Karajan - Das zweite Leben“ erscheint nun auf DVD bei Deutsche Grammophon.

Herbert von Karajan, Was bleibt © Siegfried Lauterwasser / DG

Auf die Frage eines Taxifahrers nach dem Fahrtziel habe Herbert von Karajan einmal geantwortet: „Das ist egal, ich habe überall zu tun”. So geht ein Witz, den man sich zu Zeiten von Karajans Regentschaft an der Wiener Staatsoper erzählte, und er bringt es auf den Punkt: Der österreichische Dirigent bewegte sich auf dem Konzertpodium so sicher wie im Tonstudio, im Schneideraum einer Filmproduktion so kompromisslos wie bei der Sängerauswahl für eine Opernaufführung und auf gesellschaftlichen Empfängen so elegant wie auf der Skipiste. Herbert von Karajan gehörte zu den einflussreichsten und eindrucksvollsten Musikerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Er veröffentlichte Hunderte von Plattenaufnahmen mit zahlreichen namhaften Orchestern. Karajans Suche nach letztgültigen Interpretationen, sein unbedingtes Streben nach Perfektion und die Unerbittlichkeit, mit der er seine Karriereziele verfolgte, waren legendär.

Niemals zuvor gezeigtes Filmmaterial

Doch was bleibt von der Legende? Dieser Frage geht der Film „Karajan – Das zweite Leben“ nach. Die Dokumentation von Eric Schulz gibt faszinierende Einblicke in die Arbeitsweise Herbert von Karajans und zeichnet ein nuanciertes Porträt des Dirigenten und seiner künstlerischen Vision. Sie zeigt eine Vielzahl bislang unveröffentlichter Archivaufzeichnungen, so etwa von Proben und Aufnahmesitzungen zu „Le sacre du printemps“ und „Siegfried“. Neue Einsichten gewinnt diese Dokumentation durch die Auswertung privat aufgezeichneter Gespräche zwischen Karajan und Tonmeister Günter Hermanns. Zudem schildern Experten wie Hirnforscher Ernst Pöppel und Karajan-Biograph Peter Uehling ihre Sicht auf den Maestro. Zahlreiche Kollegen wie Cellist Eberhard Finke, Geigerin Anne-Sophie Mutter, Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender und Organist David Bell berichten von ihrer Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan.

Regisseur Eric Schulz wurde für seine Dokumentation „Spuren ins Nichts – Der Dirigent Carlos Kleiber“ mit dem ECHO Klassik 2011 und mit Gramophone DVD Documentary Award 2011 ausgezeichnet. Sein neuer Film „Karajan - Das zweite Leben“ ist ab sofort auf DVD erhältlich.


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