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02.04.2008

Karajan Gold

Herbert von Karajan, Karajan Gold

Am 5. April 2008 hätte Herbert von Karajan seinen 100. Geburtstag gefeiert. Und es wäre mehr als spannend gewesen, den Maestro der dirigierenden Moderne noch zu erleben, wie er etwa die neuen Möglichkeiten von der DVD bis zum Internet in der für ihn typischen Art produktiv verwendet hätte. Aber auch so schon hat er ein Ouevre hinterlassen, das seinesgleichen sucht, als Künstler und Interpret, Organisator und Promoter, als Medienstar und Vorbild für bereits zwei, drei oder gar mehr  Generationen junger Dirigenten und Instrumentalisten. Die Zusammenstellung "Karajan Gold" ist daher Appetizer und Wegweiser zugleich in eine Welt der musikalischen Vielfalt, ein edles und exquisites Geburtstagsjuwel für alle, die den Kosmos des Meisters aller sinfonischer Klassen für sich entdecken wollen. Die Geschichten wurden oft erzählt: Von dem jungen Mann aus gutbürgerlichen Salzburger Verhältnissen, der es in atemberaubendem Tempo anno 1935 zum jüngsten Generalmusikdirektor Deutschlands durch seine Anstellung am Stadttheater Aachen geschafft hatte; von dem Newcomer am Pult der Berliner Staatsoper, der den Kritiker der BZ, Edwin van der Nüll, derartig beeindruckt hatte, dass er schrieb: "Wir stehen vor einem Wunder."

Und damit schuf der Journalist ein Dictum, mit dem sich der Dirigent ein Leben lang konfrontiert sah. Von dem Rivalen und Doch-Nicht-Rivalen Wilhelm Furtwänglers, der die Berliner Philharmoniker so nachhaltig in den Bann zog, dass sie ihn 1955 zum Leiter des Orchesters auf Lebenszeit wählten; von dem vermeintlichen Despoten, der Künstler, die ihm nicht engagiert genug waren, hart angegangen haben soll, in der Erinnerung von Zeitgenossen, die mit ihm gearbeitet haben, aber vor allem ein strenger und gerechter Diener der Musik geblieben ist; von dem Entdecker von Talenten wie Anne-Sophie Mutter und James Gallway, dem Jetsetter, der seine Flugzeuge am liebsten persönlich steuerte, dem Technikfreak, der mit seinen Ansprüchen an die Klanggestaltung Tonmeister an den rand des Wahnsinns bringen konnte.



Die Geschichten wurden oft erzählt und sie gehören zur öffentlichen Person Herbert von Karajans, die nachhaltig und deutlich sich ind Gästebuch des 20. Jahrhunderts eingetragen hat. Vor allem aber ist es seine Kunst, die ihn auch auch knapp zwei Jahrzehnte nach seinem Tod 1989 präsenter erscheinen lässt als manchen jüngeren Zeitgenossen. So kann eine Zusammenstellung wie "Karajan Gold" natürlich nur ein paar Schlaglichter auf jemanden werfen, der mehr als 800 Aufnahmen mit den größten Orchestern und besten Solisten der Welt verwirklicht hat. Dazu gehören Klassiker seiner Diskographie wie die Einspielung des Violinkonzertes mit der noch jugendlichen Anne-Sophie Mutter, die berühmt gewordenen Fassungen von Maurice Ravels "Boléro", Edward Griegs "Peer-Gynt-Suite", Bedrich Smetanas "Die Moldau" oder auch Ludwig van Beethovens "Symphonie Nr.5". Darüber hinaus versammeln die beiden exklusiv gestalteten CDs aber auch Evergreen wie Tschaikowskys "Streicherserenade", Melodien der Strauss-Familie und inspirierende Werke wie Gustav Holsts "Die Planeten" oder Johann Pachabels "Canon und Gigue". Unterm Strich nimmt "Karajan Gold" auf diese Weise den Hörer bei der Hand und führt ihn durch die Welt der schönsten Weisen, die die Klassik zu bieten hat und nachfolgende Zitate lassen die Magie des Dirigenten Herbert von Karajan spüren:

"Karajan war einer der größten Dirigenten aller Zeiten und eine der größten Persönlichkeiten, die ich je getroffen habe. Er erschien mir immer wie ein großer Vogel mit weiten Schwingen. Wir weilten unten auf der Erde, doch er überflog die Welt und betrachtete sie aus einer viel höheren Perspektive. Seine großen Ideen hat er tatsächlich auch verwirklicht. Ein Genie wie Karajan gibt es nur sehr selten in unserer Welt." Mariss Jansons, Dirigent

 
"Karajan war ein schwieriger Mensch. Er hat mich gefunden, nicht ich ihn. Und er ist bei mir geblieben, sagen wir es mal so. Er hat mich nicht rausgeschmissen und wir haben dreizehn Jahre zusammen konzertiert. Was wir verspürt haben, war gegenseitige Zuneigung wegen des gemeinsamen Arbeitens - und gegenseitiger Respekt. Aber, mein Gott, es war eben auch so: wenn Herr von Karajan einem etwas auftrug, dann hat man sich natürlich nach Kräften bemüht, seinen Anforderungen auch zu entsprechen." Anne-Sophie Mutter, Geigerin
 

"Karajan war Rock'n'Roll. Er hat die Klassik revolutioniert, neue Impulse gegeben. Eine außergewöhnliche Erscheinung. Und, nebenbei bemerkt, ein unglaublicher Womanizer - bis ins hohe Alter. Dagegen sehe ich blass aus." Lenny Kravitz, Rockmusiker 


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