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VÖ: 09.09.2011
Der Ort, an dem das Unerträgliche erträglich wird, ist die Sprache. Er, auf den die Frau jahrelang vergeblich gewartet hat, ist aus dem Lager oder aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Die stumme Zeit des Wartens drängt zu Wort und wird Gegenwart. Angela Winkler interpretiert in diesem dichten Monolog kongenial Herta Müllers Sprache.
VÖ: 09.09.2011
Herta Müllers erster Roman entstand 1986, ein Jahr bevor sie Rumänien verließ. Die Ausreise oder vielmehr das zermürbende Warten einer Familie auf eine Ausreisegenehmigung ist auch das Thema ihres Romans. In poetischer Sprache erzählt Herta Müller die Geschichte einer existenziellen Erfahrung im Europa Ende des vergangenen Jahrhunderts.
VÖ: 08.04.2011
Lola kam aus dem Süden Rumäniens, sie wollte dem Elend mit Hilfe eines erfolgreichen Mannes entfliehen und hing eines Tages am Strick. Die Freunde glauben nicht an einen Selbstmord, versuchen die Wahrheit herauszufinden und zerbrechen daran.Herztier, 1994 erstmals erschienen, zeichnet ein eindringliches Bild eines totalitären, menschenfeindlichen Staates und der elementaren Gefühle seiner Bewohner - allgegenwärtige Angst und rauschhafte Liebe, gefährdete Freundschaft und schwarzer Hass.Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf in Rumänien geboren. Nach dem Studium der deutschen und rumänischen Philologie in Temeswar arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen ...
VÖ: 13.08.2010
"Ich bin bestellt. Donnerstag Punkt zehn." Eine junge Frau in einer Großstadt in Rumänien auf dem Weg zum Verhör beim Geheimdienst. Sie hat diese Fahrt mit der Straßenbahn schon oft machen müssen, doch diesmal hat sie aus einer Vorahnung heraus Handtuch, Zahnpasta und Zahnbürste eingepackt. Unterwegs lässt sie ihr Leben an sich vorüberziehen: die Kindheit in der Provinz, die Deportation der Großeltern, das sporadische Glück, das ihr mit Paul gelingt. Außen: Haltestellen, ein- und aussteigende Personen, vorbeiziehende Straßen. All dies führt doch immer wieder zurück zu: "Ich bin bestellt." Doch an diesem Tag hält der Fahrer an der Station, an der sie aussteigen muss, nicht an. Und sie beschließt zum ...
VÖ: 30.07.2010
Rumänien 1945: Auf Anweisung Stalins werden alle arbeitsfähigen Männer und Frauen deutscher Herkunft zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager deportiert. Ihr Schicksal schildert Herta Müller am Beispiel Leopolds.Für die Aufnahmen zu dem atmosphärischen Hörspiel fuhr der vielfach ausgezeichnete Regisseur Kai Grehn an Originalschauplätze in die Ukraine, ließ alte Lager-Lieder neu einspielen und engagierte ein hochkarätiges Ensemble. Zudem verwendete er eine Tonaufnahme des 2006 verstorbenen Lyrikers und ehemaligen Lagerinsassen Oskar Pastior, dessen Geschichte Herta Müller in Atemschaukel erzählt.2CDs, Hörspiel
VÖ: 12.03.2010
Der Erstling von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller jetzt auch als Hörbuch!Niederungen war Herta Müllers erstes Buch, und doch sofort ein ''mitreißendes literarisches Meisterstück, das zugleich einen weißgrauen Fleck auf der Landkarte erschließt'' (F.C. Delius).In eindringlichen Szenen beschreibt Herta Müller das Leben der deutschsprachigen Banatschwaben im kommunistischen Rumänien. Sie beschreibt es als eine düstere Anti-Idylle in einer Enklave, die von Angst und Hass geprägt ist, von Intoleranz und Unbeweglichkeit. Die dichte, poetische Sprache entwirft ein Dorfleben, das nichts Heimeliges hat, und eine Heimat, die kein Zuhause ist.3CD, Digipak, Gesamtlaufzeit ca. 230 Min.
VÖ: 20.10.2009
LITERATURNOBELPREIS 2009 FÜR HERTA MÜLLERDie 56-jährige Schriftstellerin Herta Müller ist die zwölfte Frau, die den Literatur-Nobelpreis erhält. Sie gilt als Dichterin der Heimatlosigkeit. Ihr Werk zeichnet sich durch Spracherfindungen aus, die Heimatlosigkeit, Hunger, Angst, Ausgestoßensein und Verfolgung in beklemmenden Bildern ausdrückt und erlebbar macht. Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. ''Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15°C.'' So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal ...
