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08.09.2003

Hilary Hahn Countdown 1

Hilary Hahn, Hilary Hahn  Countdown 1

Bei Hilary Hahn fängt alles mit Bach an. Und dabei hält sich die Amerikanerin nicht lange mit Absichtserklärungen oder Experimenten auf. Ihr Plattendebüt auf SONY Classical gab sie 1996 mit Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo. Ein Repertoire, das andere Kolleginnen und Kollegen erst im fortgeschrittenen Alter attackieren und nicht im jugendlichen Sturm und Drang von gerade mal 16 Lenzen. Der Erfolg ihres Debüts ließ alle Zweifler im Nu verstummen und öffnete dem Talent aus Lexington im US-Bundesstaat Virginia in der Musikwelt Tür und Tor.

Mittlerweile sind sieben Jahre vergangen, in denen Hilary Hahn von Erfolgen nicht nur träumte, sondern zu einem der Superstars der geigenden Zunft avancierte. Deshalb kam ihr plötzlicher Labelwechsel 2002 zur Deutschen Grammophon für viele durchaus überraschend. Nicht überraschend indes ihr Repertoire fürs Debüt auf dem Gelblabel: Johann Sebastian Bachs Konzerte für Violine. Und weil sie sich nicht mit halben Sachen abgibt, hört an auf dem neuen Album das Konzert für 2 Violinen sowie für Oboe und Violine gleich mit.

 

Auf die - durchaus berechtigte Nachfrage eines Journalisten: "Sie haben jetzt mit 23 Jahren Johann Sebastian Bachs Violinkonzerte aufgenommen, die vielen Musikliebhabern als Krönung des Geigenrepertoires erscheinen. Haben Sie keine Angst, Ihre Interpretationen eventuell zu früh in Ihrer Laufbahn auf Schallplatte zu bannen?", antwortete die Geigerin selbstbewusst: "Nein, eigentlich nicht. Ich habe schon mit 16 oder 17 Jahren Bachs Sonaten und Partiten für Solovioline eingespielt, und die gelten auch als Höhepunkte des Repertoires. Das war für mich nie ein Problem, vielleicht weil ich damals Bach von allen Komponisten am häufigsten spielte. Bach liegt mir sehr." Das merkt man sofort, wenn man in das neue Album hineinhört. Geradliniger und unprätentiöser gespielt kann man sich diese Konzerte kaum vorstellen. Wer Lust auf einen Bach bar jeder dekorativen Schnörkel verspürt, der wird bei Hilary Hahn ins Schwärmen geraten...


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