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28.02.2009

Biografie Hilary Hahn

Hilary Hahn – Biographie

»Hilary Hahn ist eine großartige Musikerin. In ihren Konzerten und Aufnahmen setzt sie die Zuhörer immer wieder in Erstaunen mit ihren glänzenden technischen Fähigkeiten, ihrem kultivierten Geschmack und intuitivem musikalischen Verständnis . . . sie verbindet spontan absolut sichere Virtuosität mit einer gedankenreichen Auseinandersetzung mit dem Werk . . . diese technisch atemberaubende, wunderbar fantasievolle Geigerin . . .«

Gramophone Awards Issue, London, November 2008

In Lexington, Virginia (USA), geboren, siedelt Hilary Hahn 1983 nach Baltimore um, wo sie ersten Geigenunterricht erhält. 1985 beginnt sie ein fünfjähriges Studium bei Klara Berkovich, die vor ihrer Emigration nach Baltimore 25 Jahre lang Lehrerin an der Leningrader Schule für musikbegabte Kin­der war. 1990 tritt Hilary Hahn in das Curtis Institute of Music in Philadelphia ein, wo sie bei dem 83-jäh­rigen Ysaÿe-Schüler Jascha Brodsky studiert. Neben ihrer solistischen Tätigkeit hat Hilary Hahn auch großes Interesse an Kammermusik und arbeitet zudem mit Musikern außerhalb der klassischen Musik zusammen: Sie wirkte beispielsweise als Solistin beim Soundtrack von M. Night Shyamalans Film The Village mit, als Gast bei dem Album Worlds Apart der in Austin (Texas) ansässigen Alternativ-Rockband  . . . And You Will Know Us By the Trail of Dead sowie beim jüngsten Album, Grand Forks, des Sängers, Songwriters und Gitarristen Tom Brosseau.

1991

Im Dezember spielt sie erstmals mit einem Spitzenorchester, dem Baltimore Sym­phony Orchestra

1992

Beginnt am Curtis Institute ein Vollzeitstudium in Musik, Geisteswissenschaften und Fremdsprachen. Tritt seit diesem Sommer regelmäßig beim Skaneateles Chamber Music Festival als Kam­mermusikerin und Konzertsolistin auf

1993

Europadebüt mit Orchester beim Budapester Festival-Orchester in Ungarn

1994

Debüts bei weiteren großen amerikanischen Orchestern wie dem Cleveland Or­chestra, New York Philharmonic Orchestra und Pittsburgh Symphony Orchestra. Erster kammermusikalischer Auftritt in Europa beim Festival von Sully-sur-Loire mit ihrer späteren Recital-Partnerin Natalie Zhu

1995

Erster von vier Sommeraufenthalten beim Marlboro Music Festival in den USA mit Studium und Aufführung von Kammer­musik. Deutschland-Debüt mit Orches­ter mit dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks

1996

Ihre erste Aufnahme gilt Bachs Sonaten und Partiten für Solovioline. Debüt in der Carnegie Hall. Aufführung von Bachs sechs Brandenburgischen Konzerten mit der Chamber Music Society des Lincoln Center in New York

1998

Ihre Aufnahme von Beethovens Violinkonzert und Bernsteins Serenade mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter David Zinman wird für den Grammy® nominiert und mit dem Diapason d’or und dem Echo-Preis ausgezeichnet

1999

Bachelor’s Degree am Curtis Institute of Music. Debüts mit den Berliner Philhar­monikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem San Francisco Sym­phony Orchestra. Aufführung und Einspielung des für sie geschriebenen und ihr gewidmeten Violinkon­zerts von Edgar Meyer

2000

Ihre Aufnahme der Konzerte von Samuel Barber und Edgar Meyer erhält den Deutschen Schallplattenpreis und den Cannes Classical Award. Debüt bei den BBC Proms als Solistin bei der »Last Night« in der Londoner Royal Albert Hall; Japan-Tournee mit den Berliner Philharmonikern

2002

Unterzeichnet einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft und macht ihre erste Aufnahme für das Gelb­label, die 2003 veröffentlicht wird: vier Konzerte von J. S. Bach mit dem Los Angeles Chamber Orchestra unter Jeffrey Kahane

2004

Veröffentlichung von Elgars Violin­konzert und Vaughan Williams’ The Lark Ascend­ing, Sir Colin Davis diri­giert das ­London Symphony Orchestra (Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2004). Konzertauftritte u. a. mit den Philharmonischen Orchestern von New York und Rotterdam sowie den Symphonieorchestern von Cincinnati, Toron­to, Neuseeland und des NDR (Hamburg). Recital-Tourneen in Europa und den USA mit der Pianistin Natalie Zhu

2005

Recital-Tourneen mit Natalie Zhu in den USA, Europa und Fernost; Europatournee mit dem Orchestra Sinfonica di Milano »Giuseppe Verdi« sowie Auftritte u. a. mit dem Philadelphia Orchestra, St. Paul Chamber Orchestra, Symphonieorchester des schwe­dischen Rundfunks und dem Nationalen Philharmonischen Orchester Russlands. Ihre Aufnahme von Mozart-Sonaten mit Natalie Zhu erreicht sofort nach Erscheinen Platz 7 der klassischen ­Billboard-Charts und kommt in Deutsch­land in die Pop-Charts

2006

Konzerte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra (in der Hollywood Bowl) und den Symphonie­orchestern von San Francisco, Montreal, der BBC sowie von Köln und Frankfurt. Festivalauftritte: u. a. Aspen, Barbican Centre (Mostly Mozart), Mont­pellier, Verbier und Tanglewood. Veröffentlichung: Violinkonzerte von Paganini und Spohr mit dem Symphonieorchester des schwedischen Rundfunks unter Eiji Oue

2007

Konzerte in Nordamerika mit dem Cleveland Orchestra, Dallas Symphony Orchestra, Orchestra of St. Luke’s sowie den Symphonieorchestern von Chicago und Montreal. Konzerte in Europa u. a. mit dem Gothenburg Symphony Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra, Philharmonia Orchestra und Israel Philharmonic Orchestra. Mit dem Sänger Josh Ritter tritt sie in Verbier, Aspen und beim Ravinia Festival auf. Ein besonderer Höhepunkt des Jahres ist ihr Auftritt mit dem Radio-Sinfonie­orchester Stuttgart und Gustavo Dudamel bei einem Konzert im Vatikan anlässlich des 80. Geburtstags von Papst Benedikt XVI., das in Italien und vielen anderen europäischen Ländern live im Fernsehen übertragen wird. Die DVD Hilary Hahn – A Portrait gibt einen sehr persönlichen Einblick in die Welt der Geigerin

2008

Zum Jahresanfang Europatournee mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester und dem Royal Scottish National Orchestra. Im März Gastspiel in Japan mit dem BBC Philharmonic Orchestra. Zahlreiche Konzerte mit großen amerikanischen Orches­tern, darunter das San Francisco Symphony Orchestra und das National Symphony Orchestra of Washington. Auftritte in Norwegen mit dem Philharmoni­schen Orches­ter Bergen und in Großbritannien mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Recital-Tournee in Europa und Auftritte mit dem Sänger Josh Ritter in den USA. Bach-Aufführungen in Deutschland mit Christine Schäfer und Matthias Goerne. Ihr Album mit Violinkonzerten von Sibelius und Schönberg mit dem Symphonieorchester des schwedischen Rundfunks und Esa-Pekka Salonen trägt der Geigerin einen Grammy® für die »Beste Solo-Aufführung (mit Orchester)« des Jahres ein. Zudem wird sie mit einem Classic FM Gramophone Award als »Künstlerin des Jahres« ausgezeichnet

2009

Spielt die Uraufführung (sowie weitere Aufführungen in den USA und in Luzern) von Jennifer Higdons Violinkonzert, das die Symphonieorchester von Indianapolis, Toronto und Baltimore und das Curtis Institute of Music gemeinsam für die Geigerin in Auftrag gegeben hatten. Sibelius’ Violinkonzert mit den Wiener Symphonikern, Glasunows Violinkonzert mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra sowie Mozarts Violin­konzert Nr. 5 mit dem Festival-Orchester Budapest. Ausgedehnte Recital-Tournee mit der Pianistin Valentina Lisitsa nach Japan, Südamerika, in die USA und durch ganz Europa. Später im Jahr ist die Veröffentlichung eines Bach-Albums vorgesehen: neben Hilary Hahn sind dort die Sänger Christine Schäfer und Matthias Goerne in Stücken aus Oratorien und Kantaten zu hören

3/2009


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