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23.05.2013

Biografie: Höhner "4.0"

Höhner 4.0 – ein Titel, ein Motto, ein Manifest des Hochgefühls! Janus Fröhlich, Henning Krautmacher, John Parsons, Hannes Schöner, Jens Streifling und Peter Werner feiern im 40. Jahr des Bestehens ihrer Band nicht das was war, sondern das was ist: Höhner 4.0. Und mehr noch: Das was sein wird. Will heißen: Um gute Musik, herausragende Songs und bestes Entertainment muss man sich auch zukünftig nicht sorgen. Mit ihren vereinten Tugenden skizzieren die sechs Musiker die Zukunft ganz im Zeichen des Miteinanders bunt, zuversichtlich und spannend. Mit einem brandneuen Album, dessen Herzschlag elektrisiert-aufgeregt unterstreicht, dass die Zukunft für die Kölner Band schlechthin gerade erst begonnen hat: Höhner 4.0.

 

Höhner 4.0 heißt auch: Viel Leben, viel Liebe. Die sechs Musiker haben sehr intensiv gelebt in den letzten Jahren und sich auf das Leben, auf  Irrungen, Wirrungen, Glückseligkeiten und Schicksale eingelassen. Die 15 brandneuen Songs entstanden folglich spontaner als bei Vorgängerplatten. Auf Konstruiertes hatte keiner der sechs Songschreiber und Musiker Lust. Lieber schossen sie sich die Bälle gegenseitig zu und ließen ihrem organischen Arbeitsfluss freien Lauf. Eine neue Lebendigkeit entwickelte sich, eine größere Emotionalität - viel Liebe zum Leben. Wie nach der Installation einer neuen Betriebssoftware mutete die Arbeitssituation während der Aufnahmen zu Höhner 4.0 an. „Die Situation passte einfach. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es bei uns während einer Plattenaufnahme mal so harmonisch zuging. Alles stand unter einem guten Stern, es war wie im Produktionsbilderbuch“, erinnert Hannes Schöner. Henning Krautmacher stimmt ihm zu, unterstreicht aber schmunzelnd, „dass sich Höhner 4.0 in einem Punkt von keinem anderen unserer bisherigen Alben unterscheidet: Es ist das Beste, das wir je gemacht haben.“ 

 

Wie wahr! Wenn Bands eine gewisse Beständigkeit feiern dürfen - im Fall der Kölner Fab Six das Rubinjubiläum - wird klassischerweise an die größten Erfolge in Form einer „Best Of“ erinnert. Unseren Helden erschien es sinnreicher mit knallneuem Songmaterial in Form von Höhner 4.0 aufzuwarten. Weil ihnen ihr Gefühlszustand diktiert, nach vorne zu schauen, um ihre künstlerische Zukunft im Band-Kollektiv gestalten zu können. Wie ein Software-Upgrade, wie eine Frischzellenkur, wie ein logisches Hinführen zum Albumtitel Höhner 4.0 nahm sich die Kreativarbeit zur neuen Platte aus. Das Verehren der Asche hätte dabei vollkommen überflüssig angemutet. Zumal das neue Werk einerseits Erwartungen erfüllt, diese aber gleichzeitig souverän überschreitet, und dabei die musikalische Weiterentwicklung der Truppe deutlich werden lässt. Einmal mehr hatten die Höhner keine Scheren in ihren Köpfen. Nichts musste passen, alles sollte sein – wie hätte man Authentizität effektiver zulassen können? Die war umgehend auch für einen neuen Freund und Weggefährten der Band spürbar: Texter Frank Ramond. Die wechselseitige, kreative Befruchtung zwischen dem Annett-Louisan- und Roger-Cicero-Texter und den Höhnern gibt den drei gemeinsam geschrieben Songs auf Höhner 4.0 einen neuen Geschmack, eine neue poetische Leichtigkeit.

 

Höhner 4.0 beweist endgültig, dass sich die Band in keine musikalische Schublade stecken lässt. Das Leitmotiv „Es lebe das Leben“ gibt gleich der Einstiegssong Quo Vadis mit seinem beschwingten Beat vor. Dazu sei ein kleines Geheimnis verraten: Wenn man die  Textzeilen des Eröffnungssongs untereinander geschrieben betrachtet, ergeben die jeweils ersten Buchstaben der einzelnen Zeilen in ihrer Summe den neuen Albumtitel. Form und Inhalt gehen dabei eine perfekte Symbiose ein. Im augenzwinkernd technikverliebten Da hammer wieder wat werden Neue-Deutsche-Welle-Befindlichkeiten mit der Leichtigkeit des Höhner-Folkrock befeuert. Zur Entspannung, zum Gönnen von Ruhepausen ruft die erste Single-Auskopplung des neuen Albums 6 bis 8 Stunden Schlaf auf. Der Song hat für die Höhner  einen ganz persönlichen Hintergrund: Wer viel unterwegs ist, viel auf Bühnen steht, braucht viele Ruhepausen. Stimmbänder sind ja schließlich auch nur Muskeln. Nichtsdestotrotz versucht der Song aber auch allgemein zur Entschleunigung beizutragen. Russisch-folkloristisch geht’s in Manchmal Du musst lachen zu. Anke Engelke, die in ihrer TV-Show Ladykracher öfter in die Rolle der Russin Ludmilla schlüpfte, fungierte für den deutsch-russischen Akzent von Sänger Henning Krautmacher im Hintergrund als Sprach-Trainerin. Türkische Rhythmus-Feinheiten tragen in IstamPool das deutliche Ja der Höhner zu Europa auf eine exotische Fährte. Der Gier  der Raffsäcke, die Europa gerne auseinanderdividieren würden, strecken die Höhner mit diesem Song lustbetont den ausgestreckten Mittelfinger entgegen. Wie groß der Einfluss von Lennon/McCartney auf die Höhner ist, wird in Das allererste Mal deutlich, dem in  Endlich wieder bei dir auch gleich die Huldigung der Stones folgt. Frauenversteher ist die 2.0-Variante von Männer in den besten Jahren, eine lakonische Schilderung jener männlichen Spezies, die „sich bei Frauen gerne einschleimend hinten anstellt“, wie Henning Krautmacher ironisch anmerkt. Schade Schokolade, die Alliteration, ist schon jetzt nicht nur eine definitive Mitsing-Hymne bei Konzerten der sechs Muntermacher. Die Schilderung der alltäglichen Versuchungen führt immer häufiger zu einem neuen Brauch bei Höhner-Gigs: Das Publikum testet die Verführbarkeit der Musiker durch Schokoladen-Opfergaben. In Carneval unterstreichen die Höhner wo sie herkommen und wie international sie den Karneval empfinden. Hemmungslos und unbeschwert darf Drummer Janus Fröhlich seine Rolle als Entfant Terrible der Band einmal mehr ausleben, bevor sich Du bist die Schönste im Walzertakt dreht. In der tiefsten Nacht lässt das Album schließlich mit der gleichen optimistisch-positiven Botschaft enden, wie es begonnen hat: Öffne dich dem Leben, dann öffnet sich das Leben dir. Niemand kann den Höhnern angesichts der musikalischen Vielfalt und dem wohlfeilen Ausbalancieren des Ying und Yang des Lebens auf Höhner 4.0 ihren verdienten Ruf als Anti-Depressivum streitig machen.

 

Der Unterschied zwischen Höhner 4.0 und Höhner 2.0 ist gewaltig. Die Musikalität der Band gleicht heute eher einem ICE mit 300 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Das geschmeidige, wohlfeile Formulieren der Texte schöpft aus einer großen Lebenserfahrung. Das Umarmen des Jetzt und der Zukunft zeigt sich in der Höhner-App fürs Smartphone, die demnächst „ans Netz“ gehen wird. Ihre gesteigerte Liebe und Hingabe an die Musik zeigt sich deutlicher denn je in Höhner 4.0.

 


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