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Fifty Shades Of Grey

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20.06.2017

Jahrhundertstimme – Glänzende Edition von Gundula Janowitz

Sie sang mit einer Stimme, "die man einfach nur bestaunt und in deren Wohlklang man badet" (Die Welt). In diesem Jahr feiert Gundula Janowitz ihren 80. Geburtstag. Deutsche Grammophon würdigt die große Sopranistin mit einer glänzenden Edition.

Gundula Janowitz, Jahrhundertstimme – Glänzende Edition von Gundula Janowitz © Jürgen Kranich

Sie ist reich beschenkt worden. Gundula Janowitz hat alles mit auf den Weg bekommen, was man als ausdrucksstarke Opernsängerin braucht: eine kristallklare Stimme, schauspielerische Begabung und ein hohes Maß an Herzensbildung.

Von Karajan bewundert: Gundula Janowitz

Was auch immer die 1937 in Berlin geborene Opern-, Oratorien- und Konzertsängerin anfasste, es verwandelte es sich zu Gold. Gundula Janowitz besaß die seltene Fähigkeit, mit Musik zu verschmelzen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Hingabe und Souveränität hielten sich bei ihr die Waage, und diese Perfektion, diesen ebenso beherrschten wie leidenschaftlich empfundenen Gesang bewunderte nicht zuletzt Herbert von Karajan an der außergewöhnlichen Sängerin.

Der Stardirigent zählte die in Graz aufgewachsene und am dortigen Steiermärkischen Konservatorium ausgebildete Sängerin, die bereits mit Anfang 20 in angesehenen Ensembles sang, zu seinen Lieblingssopranistinnen. Legendär: Seine Aufnahme der "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss mit einer romantisch aufs Ganze gehenden Gundula Janowitz. Wer gefühlsstarke Lieder schätzt, der wird hier mit einer sagenhaften Interpretation beschenkt, die zu den größten des 20. Jahrhunderts zählt.

Breites Betätigungsfeld: Kunstlied, Opernarien und Messen

Aber das Betätigungsfeld von Gundula Janowitz reicht sehr viel weiter. Es erstreckt sich von geistlichem Repertoire über das romantische Kunstlied bis hin zu Oper und Operette. Die soeben erschienene Edition mit Meisteraufnahmen der österreichischen Sopranistin bildet das enorm breite Spektrum ihrer überragenden Gesangskunst eindrucksvoll ab. "The Gundula Janowitz Edition" erscheint im Vorausblick auf den 80. Geburtstag der Sängerin am 2. August 2017.

Die Ausgabe umfasst 14 CDs, darunter hinreißende Arien aus Mozarts Oper "Così fan tutte", aus von Webers "Freischütz", Wagners "Tannhäuser" oder der "Fledermaus" von Johann Strauss II. Stets brillant: Ihre fließenden Übergänge zwischen ernstem und augenzwinkerndem Ausdruck. Wenn sie an der Seite von Eberhard Wächter (Eisenstein) "Dieser Anstand, so manierlich" singt, dann nimmt man ihr Rosalindes seltsam scheue Koketterie Wort für Wort ab. Janowitz versteht es glänzend, den in der Fledermaus verborgenen Tiefsinn freizulegen.

Attraktive Edition: Reichhaltiges Booklet

Gundula Janowitz verkörperte ihre Rollen mit natürlichem Geschick. Der österreichischen Sängerin auf den Leib geschrieben: Fiordiligi aus Mozarts Zweiakter "Così fan tutte". Der mit großem Ernst Liebenden, die im Rahmen einer Wette zur Untreue angestachelt wird, verleiht sie eine beeindruckend authentische Gestalt. Überwältigend ihr Flehen um Vergebung in "Per pietà, ben mio, perdona".

Die Arie gehört neben den "Vier letzten Liedern" von Richard Strauss und den überwältigenden Schubert-Interpretationen der Sopranistin (CDs 10–13) zu den Highlights der Edition. Nicht minder reizvoll ist das geistliche Repertoire der Ausgabe. Wie die Ausschnitte aus Händels "Messias", Bachs "Weihnachtsoratorium" oder Brahms' "Ein deutsches Requiem" eindrucksvoll beweisen, war Gundula Janowitz von tiefer Spiritualität durchdrungen.

Dass die Sängerin ganz in sich ruht, lässt sich in einem berührenden Interview mit ihr erleben. Das Gespräch über ihre Stiftung für Nachwuchskünstler und über die Rolle der Gräfin in Mozarts "Le nozze di Figaro" erscheint hier erstmals in digitaler Gestalt. Gelungen abgerundet wird die limitierte Edition durch das 60-seitige Booklet, das mit brandneuen Texten und bislang unveröffentlichten, aussagekräftigen Fotos der Künstlerin aufwartet.     


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15.06.2017
Diverse Künstler

Barocke Goldstücke - Mit "Baroque Gold" präsentiert Decca eine Fülle barocker Meisterwerke

Mit der Box "Baroque Gold" knüpft Decca an den Erfolg der Edition "Opera Gold" an und konzentriert sich diesmal ganz auf Meisterwerke der Alten Musik.

Diverse Künstler, Barocke Goldstücke - Mit Baroque Gold präsentiert Decca eine Fülle barocker Meisterwerke

Die Edition "Baroque Gold" entführt die Ohren in die reizvolle musikalische Welt des Barock. Mit insgesamt 100 Titeln auf sechs CDs öffnet sich das weite klangliche Spektrum der Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts mit all ihren üppigen Farben und Ausdrucksmöglichkeiten. Die Interpretationen bekannter Künstler unserer Zeit wie Avi Avital, Lucie Horsch, Janine Jansen oder Mahan Esfahani sprudeln vor inspirierender Frische und Dynamik nur so über und offenbaren einen modernen Zugang zur Musik vergangener Jahrhunderte. Legendäre Einspielungen von Alte Musik-Experten wie Emma Kirkby, Ottavio Dantone, Christophe Rousset, Christopher Hogwood oder John Eliot Gardiner zeugen von der lebendig-intensiven Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis.

Die Fülle der Kompositionen präsentiert eine umfassende Sammlung barocker Meisterwerke, die sich in der Musikgeschichte einen festen Platz erobert haben und deren zeitlose Klangschönheit hier auf höchstem Niveau geballt zum Ausdruck kommt. Die ausgewählten Werke stammen aus der Feder von Giovanni Battista Pergolesi, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli, Claudio Monteverdi, Tomaso Giovanni Albinoni, Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel, Christoph Willibald Gluck, Georg Philipp Telemann und Domenico Scarlatti. Durch die Vielfalt der musikalischen Handschriften und die Vielseitigkeit der Kompositionen entsteht ein komplexes musikalisches Porträt der Barockzeit.

Werke wie Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte, sein Italienisches Konzert BWV 971 und seine Kantaten haben große musikhistorische Relevanz, die sich künstlerisch ganz unmittelbar auf die folgenden Jahrhunderte ausgewirkt hat. Antonio Vivaldis berühmte Violinkonzerte "Die vier Jahreszeiten" oder Johann Pachelbels Kanon und Gigue in D-Dur sind bis heute nicht aus den Programmen der Konzerthäuser wegzudenken. Auszüge aus barocken Bühnenwerken von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, und Christoph Willibald Gluck vermitteln Impressionen früher Opern.

Auch optisch und haptisch ist die Edition durch ihre gestalterische Ästhetik ein sinnlicher Hochgenuss. Das umfangreiche Booklet rundet die klanglichen Eindrücke mit Illustrationen der Komponisten und einem umfassenden einleitenden Text ab.

 


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14.06.2017
Stephan Micus

Stephan Micus - Reise durch einen exotischen Klangkosmos

Auf dem Album "Inland Sea" nimmt einen der Multiinstrumentalist Stephan Micus auf eine musikalische Reise an weit verstreute Orte und in vollkommen einzigartige Klangwelten mit.

Stephan Micus, Stephan Micus - Reise durch einen exotischen Klangkosmos © René Dalpra / ECM Records

Der Multiinstrumentalist Stephan Micus ist ein Meister, wenn es darum geht, ganz eigene musikalische Landschaften zu kreieren. Er sozusagen ein Ein-Mann-Klanguniversum. Seit nunmehr 49 Jahren reist er durch die Welt, sammelt und studiert Musikinstrumente aus aller Herren Länder, für die er neue Musik erschafft. Oft kombiniert er Instrumente verschiedener Kulturen und Kontinente, die man normalerweise nie zusammen hören würde.

Und auf jedem Album richtet er den Fokus auf andere "Protagonisten". Im Mittelpunkt seines neuen Albums "Inland Sea" steht  die schwedische Nyckelharpa, die manchmal auch als Tastenfidel bezeichnet wird. David Harrington vom Kronos Quartet nannte sie einmal einen "Dinosaurier", teils wegen ihres eigentümlichen Aussehens, teils weil sie seltsame, archaische Elemente aufweist wie die zwölf Resonanzsaiten, die unter den vier Spielsaiten liegen. Die Tonhöhe der Spielsaiten kann durch vier hölzerne Tasten verändert werden, was dieses Instrument zu einem beeindruckenden Stück technischer und handwerklicher Kunst macht.

"Bei den meisten Instrumenten verwende ich erst Jahre darauf, sie zu erlernen, und danach versuche ich dann wieder alles zu vergessen, was ich gelernt habe", sagt Micus. "Ich betrachte sie, als ob sie gerade vom Mars gekommen wären, gehe ohne jegliche vorgefasste Meinung an sie heran. Dann experimentiere ich und versuche alle dem Instrument innewohnenden Möglichkeiten zu erschließen und über seine Grenzen hinauszugehen."

Die Nyckelharpa benutzt Micus hier das erste Mal. So wie er es bei den meisten seiner Instrumente macht, hat er sie seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen angepasst. Traditionell wird die Nyckelharpa vorwiegend beim Spielen von Polkas und anderen Tanzliedern eingesetzt, weshalb sie mit einem kurzen Bogen gespielt wird, der besser für rhythmische Musik geeignet ist. Micus verwendet hingegen einen längeren Bogen, der ihm ermöglicht, längergezogene Noten zu spielen.

Außerdem hängt er sich die Nyckelharpa  nicht wie eine Gitarre an einem Gurt um den Hals, sondern hält sie senkrecht wie ein Cello zwischen seinen Beinen. "Bisher hatte ich nur Streichinstrumente aus Asien gespielt", erläutert Micus. "Ich mag die Nyckelharpa, weil sie einen europäischen Geist in sich trägt, den ich in dieser Musik unbedingt einbringen wollte."

Das zweite Melodieinstrument, dem auf dem Album eine prominente Rolle zukommt, ist die japanische Shakuhachi-Flöte, mit der sich Micus nun schon seit 43 Jahren auseinandersetzt und die eines seiner Lieblingsinstrumente ist. Sie verleiht drei Stücken auf "Inland Sea” eine Stimme spiritueller Weisheit. Außerdem singt Micus noch in einer von ihm erfundenen Sprache oder bedient sich polyphoner Gesänge, die er in Georgien und Bulgarien studiert hat.

Die melodischen Stimmen werden wiederum vom Klang diverser gezupfter Saiteninstrumente begleitet. Neben der Nyckelharpa macht uns Micus auf "Inland Sea" auch erstmal mit dem Balanzikom bekannt. Das Instrument, das er im Wakhan-Tal an der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan entdeckte, ist so selten, das man das Internet vergebens nach ihm absucht. Die marokkanische Gimbri, die mit Gnawa-Musikern assoziiert wird und von Micus erstmals auf seinem letzten Album "Nomad Land" verwendet wurde, kommt erneut zum Einsatz. Darüber hinaus spielt er außerdem Gitarren, eine Akkordzither und eine riesige Bass-Zither mit 1,70 m langen Saiten. Die beiden letzteren Instrumente wurden von Micus selbst entworfen.

"Wenn ich spiele, höre ich dem Instrument zu und erzähle die Geschichten, die es in sich trägt", sagt Stephan Micus. "ch betrachte Instrumente wie menschliche Wesen. Jeder von uns hat eigene Geschichten zu erzählen. Bei Instrumenten ist es ähnlich. Wenn ich ein Stück für eine bestimmte Shakuhachi komponiert habe, klingte es auf einer anderen irgendwie nicht richtig. Die Melodie wurde wirklich für und auf einem bestimmten Instrument geschrieben. Ein Komponist ist wie ein Führer, der einen auf einen Rundgang mitnimmt. Er wird dich an einem bestimmten Ort abholen, dich auf unbekanntes Territorium geleiten und von dort wieder zurückbringen." So wie es Stephan Micus mit der Nyckelharpa auf "Inland Sea" macht.


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14.06.2017
Herbert von Karajan

Wagner von Format - Herbert von Karajans Einspielung des Ring des Nibelungen auf Blu-ray

In Wagners Musik war Herbert von Karajan ganz in seinem Element. 50 Jahre nach seiner legendären Berliner Einspielung des Rings erscheinen die umfangreichen Aufnahmen auf einer hochwertigen Blu-ray Disc.

Herbert von Karajan, Wagner von Format - Herbert von Karajans Einspielung des Ring des Nibelungen auf Blu-ray © Siegfried Lauterwasser / DG

Es gibt besondere Verbindungen zwischen Komponisten und Interpreten, die die Kraft der Musik noch einmal steigern. In Richard Wagners großformatigem Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" konnte Herbert von Karajan all seine künstlerischen Visionen und Leidenschaften zum Ausdruck bringen. Die Aufnahmen sind zwischen 1966 und 1970 in Berlin entstanden und strotzen nur so vor intensiver, emotionaler Eindringlichkeit, dramatischer Ausdruckskraft und der klanglichen Ausgewogenheit und Perfektion, die für den Dirigenten typisch war.

Umfangreiches Paket

Ein halbes Jahrhundert nachdem Herbert von Karajan die vier großen Opern von Richard Wagner gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und zahlreichen Opernstars des 20. Jahrhunderts in der Berliner Jesus-Christus-Kirche eingespielt haben, erscheint der Ring des Nibelungen nun beim gelben Label in bester Blu-ray-Qualität noch einmal neu. Insgesamt 15 Stunden Musik wurden 2016 in den Emil Berliner Studios aufwendig remastert und auf eine einzige 24-bit / 96kHz High Fidelity Blu-ray Disc gebannt. Gespickt mit dem vollständigen Libretto und vielen Fotos ist eine echte Hommage an die einzigartigen Berliner Aufnahmen entstanden.

Überzeugende Interpretationen

Die Opern "Das Rheingold", "Die Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung" tragen das ganze weite Spektrum menschlicher Empfindungen in sich. Um die vielschichtigen Figuren, die in Wagners Opern auftauchen, zum Leben zu erwecken, braucht man einen exzellenten Cast, der nicht nur stimmlich, sondern auch durch charakterliche Tiefe überzeugen kann. Mit Künstlern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Gundula Janowitz, Régine Crespin, Helga Dernesch, Gerhard Stolze, Christa Ludwig und Edda Moser präsentiert sich eine sensationelle Besetzung an der Seite von Herbert von Karajan. Die Solisten kreieren magische Stimmungen, die den komplexen Stoff nachhaltig eindrucksvoll zum Leben erwecken. Ob Abenteuerlust, Liebe und Leidenschaft, Siege und Niederlagen, ritterliche Größe, Niedertracht, Neid und Rachsucht - Wagners opus magnum wird in dieser wahrhaften Jahrhundert-Aufnahme als komplexes musikalisches Psychogramm zum Leben erweckt.


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14.06.2017
Yannick Nézet-Séguin

Freudentaumel – Nézet-Séguin begeistert mit Mendelssohns Sinfonien

Er gilt als einer der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Jetzt veröffentlicht Yannick Nézet-Séguin seinen schon mit Spannung erwarteten Zyklus sämtlicher Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Yannick Nézet-Séguin, Freudentaumel – Nézet-Séguin begeistert mit Mendelssohns Sinfonien © Hans van der Woerd

Er hat nie auf eine Weltkarriere geschielt. Dass sie möglich war, hat er geahnt. Aber in Montreal lebte es sich gut.

Vom Hoffnungsträger zum Weltstar: Yannick Nézet-Séguin

Die kanadische Metropole bot den Vorzug, sich trotz ihrer Weltoffenheit eine gewisse Intimität bewahrt zu haben. Nézet-Séguin konnte auf der Île de Montréal in aller Ruhe seine Fähigkeiten entwickeln. Das heimische Orchestre Métropolitain, dessen Chefdirigent er zur Jahrtausendwende wurde, nahm den jungen Mann liebevoll auf. Doch kaum hatte er in Europa aufgeschlagen und sich als Gastdirigent bei den Salzburger Festspielen präsentiert, da verbreitete sich die Nachricht von seinen außergewöhnlichen Gaben auf dem ganzen Globus.

Sein internationaler Durchbruch liegt jetzt knapp 10 Jahre zurück, und Nézet-Séguin, der ab der Spielzeit 2020/21 den begehrten Posten des Musikdirektors an der Metropolitan Opera in New York antreten wird, hat seither rasante Sprünge gemacht. Aus dem jungen Hoffnungsträger ist ein Stardirigent geworden, der mit immer größerer Souveränität seine eigenen Akzente setzt. Sein Markenzeichen: die flinken Tempi und energiegeladenen Dynamiken, die er seinen Orchestern abverlangt. 

Romantisches Wunderkind: Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Lust an Bewegungen prädestiniert Nézet-Séguin für das Orchesterwerk von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieser "Mozart des 19. Jahrhunderts" (Robert Schumann) kitzelt alle Stärken aus dem kanadischen Dirigenten heraus: Hier kann er seine tänzerischen, poetischen und romantischen Neigungen zusammenführen. Mendelssohn war "ein Wunderkind", so Nézet-Séguin, "ein Komponist mit sicherem Instinkt und großer Intuition. Er konnte so brillant orchestrieren, so elegant, so klar und mit so viel Lebendigkeit, Freude und Begeisterung."

Dass Nézet-Séguin diese Begeisterung verinnerlicht hat und das Publikum damit anzustecken vermag, konnte er eindrucksvoll unter Beweis stellen, als er im vergangenen Jahr die großen Sinfonien des Hamburger Romantikers in der Philharmony de Paris aufführte. Jetzt veröffentlicht Deutsche Grammophon die hinreißenden Live-Mitschnitte dieser gefeierten Aufführungen in einem Set mit drei CDs. Für Liebhaber romantischer Orchestermusik ein großer Moment, denn Nézet-Séguin bringt Felix Mendelssohn wahrhaft zum Tanzen.

Feier des Lebens: Am Anfang war die Freude

Der schillernde Franko-Kanadier demonstriert allenthalben den Freudentaumel, die sinnliche Lust an den Klangfarben, die sich durch Mendelssohns große Sinfonien zieht. In der Sinfonie Nr. 1 deutet das Chamber Orchestra of Europe den eigenwilligen Stil des gefühlvollen Frühromantikers bereits an: ein diskreter melancholischer Ton, der nie schwer zu werden droht.

Die Verschmelzung tänzerischer und sehnsuchtsvoller Momente perfektioniert Mendelssohn in seiner dritten und vierten Sinfonie. Die dritte ("Schottische") ist ein reichhaltiger Fundus berührender Melodien. Die vierte ("Italienische") lässt das spielerische, das entdeckerische Moment Mendelssohns spürbar werden. Selbst in den geistlich angelegten Sinfonien überwiegt die Lebensfreude, und so verdichtet sich der Zyklus zu einer Message:

Das Leben ist ein Fest, und Nézet-Séguin weiß es zu feiern. Der glänzend aufgelegte RIAS Kammerchor folgt dieser Logik und rahmt die Sinfonie Nr. 2 ("Lobgesang") feierlich ein. Gesteigert wird dies nur noch durch die Reformations-Sinfonie, Mendelssohns Fünfte, die hier in der von Hogwood erstellten Originalfassung erklingt. Ein erhabenes, ein mächtiges Lob der Reformation, die ja in diesem Jahr ihr 500. Jubiläum feiert! 


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06.06.2017
Max Emanuel Cencic

Glanzvoll – Max Cencic in Händels Meisteroper "Ottone"

Sein neues Album wird schon mit Hochspannung erwartet. Jetzt veröffentlicht Decca die Gesamteinspielung von Händels Meisteroper "Ottone" mit einem glänzend aufgelegten Max Cencic in der Titelrolle.

Max Emanuel Cencic, Glanzvoll – Max Cencic in Händels Meisteroper Ottone © Sébastian Veraguas / Decca

Neuerscheinungen von Max Cencic sind ein Ereignis. Der kroatische Countertenor tritt mit keiner Aufnahme an die Öffentlichkeit, die nicht den allerhöchsten Ansprüchen genügt.

Vollblütiger Künstler: Max Emanuel Cencic

Dabei versteht Max Cencic unter hoher Gesangskunst nicht allein eine ausgereifte Technik. Virtuosität ist zweifellos nötig in seinem Fach, und Cencic hat für die Beherrschung seiner Stimme hart gearbeitet. Worauf es jedoch ankommt, ist das Gefühl, das emotionale Verständnis einer Rolle, die nach Verkörperung, nach Belebung verlangt. Ohne Empathie, ohne tiefes Mitgefühl nützt auch die raffinierteste Technik nichts. Der Gesang droht dann steril zu werden.

Max Cencic weiß um diese Gefahr, und er hat sich ein hohes Maß an Freiheit bewahrt. Man muss nicht alles mitmachen. Man darf wählen, und deswegen nimmt Max Cencic nur Rollen an, die er zu hundert Prozent, mit der geballten Macht seiner Gesangs- und Schauspielkunst auszufüllen vermag. Diese Kompromisslosigkeit beeindruckt sein Publikum, und sie bewährt sich auch in seinem neuesten Projekt: der Gesamteinspielung von Händels Meisteroper "Ottone – Re di Germania". 

Bewegender Stoff: Macht und Erotik

Händels ernste Oper war schon zu Lebzeiten des Komponisten ein Renner, und sie hat das Zeug dazu, dies auch in unseren Tagen zu werden. Die Spannung zwischen Macht und Erotik ist ein bleibender Stoff, dem Max Emanuel Cencic in der Gestalt des deutschen Königs neues Leben einhaucht. Das Libretto bietet gute Voraussetzungen dafür. Nicola Francesco Haym hat mit Ottone eine Figur geschaffen, die dem begnadeten Countertenor und Mezzosopranisten alle Türen öffnet, um seine reichhaltigen Gaben zur Geltung zu bringen.

Ottone hat schwere Hindernisse zu überwinden, um zu Teofane, seiner ihm versprochenen Frau, zu gelangen. Teofane ist auf dem Weg nach Rom, wo sie Ottone, den Sohn des Kaisers, heiraten soll. Doch Adelberto, der durch List den Thron besteigen will, fängt sie ab und gibt sich als Ottone aus. Unterdessen hat Ottone auf dem Weg nach Rom schwere Kämpfe zu bestehen. Er siegt, kehrt in Rom ein und ist mit Adelberto konfrontiert, den er entwaffnet und in den Kerker steckt. Der Weg zu Teofane scheint geebnet, aber es häufen sich weitere Hindernisse an.       

Hinreißende Arien: Händels Meisterschaft

Max Cencic fühlt sich glänzend in die Rolle des Ottone ein und verleiht ihr eine bezwingende gesangliche Gestalt. Überwältigend, mit welcher Inbrunst er "Tanti affanni" singt, jene berühmte Arie, die Ottos zartes Verlangen nach Teofane und seine Verzweiflung nach Adelbertos Flucht so bewegend zum Ausdruck bringt. Händel hat seine 1723 in London uraufgeführte Oper mit zahlreichen berührenden Arien gespickt, und das macht Cencics neues Album zu einem durchgängigen Hochgenuss.

Dazu tragen auch die ausgezeichnete Besetzung der übrigen Rollen und der warme Klang des erlesenen Barockensembles "Il pomo d’oro" unter der Leitung von George Petrou bei. Die amerikanische Meistersopranistin Lauren Snouffer singt eine ergreifende Teofane, und der katalanische Countertenor Xavier Sabata schmiegt sich geschickt der Rolle des Adelberto an. Das Album umfasst 3 CDs. Beigefügt findet sich ein unterhaltsames Booklet mit Fotografien der Künstler, dem Libretto der Oper und einem Essay des Barockspezialisten David Vickers.   


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01.06.2017
Diverse Künstler

Original Masters – Fünf Neuauflagen der heißbegehrten Serie

Original Masters gehört zu den beliebtesten Serien der Deutschen Grammophon. Jetzt legt das Gelblabel fünf Ausgaben der Reihe neu auf: Klassikjuwelen, die bleibende Freuden bereiten.

Diverse Künstler, Original Masters – Fünf Neuauflagen der heißbegehrten Serie © DG

Mit Original Masters ehrt das Label große Dirigenten und Solisten seiner bewegten Geschichte. Die sorgsam aufbereiteten Editionen bieten einmalige Möglichkeiten, Genies wie Herbert von Karajan, Wilhelm Furtwängler oder Dietrich Fischer-Dieskau genauer kennenzulernen. Daneben erinnert die Serie mit etlichen ihrer Ausgaben an Künstler, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.

Große Nachfrage: Fünf Neuauflagen

Jede Ausgabe versammelt herausragende Aufnahmen von Spitzenkünstlern der Deutschen Grammophon, darunter viel Material, das erstmals in digitaler Gestalt erscheint. Besonderen Anklang fanden in den zurückliegenden Jahren die Editionen von Wilhelm Furtwängler, Igor Markevitch, Géza Anda, Stefan Askenase und des Janáček Quartetts. Jetzt reagiert das Gelblabel auf die große Nachfrage und legt diese Ausgaben in verfeinertem Design neu auf.

Die CDs der jeweiligen Edition befinden sich in handlichen, aufklappbaren Kartonkästchen, auf denen man das klassische Artwork der Serie erblickt: die stylischen Zeichnungen der Künstler. Auf den kartonierten CD-Hüllen prangen die Titellisten des jeweiligen Tonträgers. Ein besonderes Highlight bilden die Booklets, die mit eigens für die Serie angefertigten Begleittexten, aussagekräftigen Fotografien und detaillierten Informationen zu den Erstveröffentlichungen aufwarten.

Wilhelm Furtwängler – An Anniversary Tribute

Die Furtwängler-Ausgabe hält die Erinnerung an einen Dirigenten wach, der zu den prägendsten Interpreten des 20. Jahrhunderts zählt. Mit Werken von Bach, Gluck, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner und Richard Strauss bildet die Ausgabe ein breites Klangspektrum von Furtwänglers Schaffen ab. Ergreifend: Die beigefügte CD mit den Interviews. Ein Hochgenuss, diesen feinsinnigen Maestro reden zu hören.

Stefan Askenase – The Complete 1950s Chopin Recordings

Eine Offenbarung ist die Edition des heute fast vergessenen belgisch-polnischen Pianisten Stefan Askenase. Der Lehrer von Martha Argerich und anderen Klaviergrößen der Gegenwart nahm in den 1950er Jahren zahlreiche Chopin-Werke für die Deutsche Grammophon Gesellschaft auf. Diese zartfühlenden Einspielungen liegen jetzt gebündelt vor. Daneben: hinreißende Interpretationen von Smetana, Mozart, Schubert, Liszt und Mendelssohn.

Igor Markevitch – Un Veritable Artiste

Wer kennt heute noch Igor Markevitch? Dabei war der kosmopolitische Dirigent und Komponist eine der subtilsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Jetzt kann man wieder auf seine großartigen Orchesteraufnahmen mit den Berliner Philharmonikern und dem Pariser Orchestre Lamoureux zugreifen. Ob Mozart, Schubert oder Debussy, der Maestro bebt. Die Persönlichkeit dahinter bezeugt das bewegende Interview mit dem Dirigenten.      

Géza Anda – Troubadour of the Piano

Der ungarisch-schweizerische Pianist Géza Anda war berühmt für sein hochindividuelles Klavierspiel. Seine Klarheit, sein unverschnörkelter Ton und seine poetische Diskretion machten ihn zu einem Visionär, der jede überflüssige Geste mied. Entsprechend frisch klingen seine Aufnahmen mit Werken von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Franck, Liszt, Chopin und Bartók.   

Janáček Quartet – The Complete Recordings on Deutsche Grammophon

Das Janáček Quartet beweist seit 70 Jahren, was Kammermusik auf höchstem Niveau bedeutet. Die Aufnahmen für das Gelblabel bestechen durch ihre harmonische Feinabstimmung, ihren beschwingten Stil und ihre emotionale Gespanntheit. Das tänzerische Moment bewährt sich bei Haydn und Mozart. Die romantische Leidenschaft verschafft sich bei Mendelssohn und Beethoven, vor allem aber bei Dvorák, Smetana und Janáček Ausdruck.     


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01.06.2017
Diverse Künstler

Feierliche Chormusik – Prächtige Edition des Choir of St John's College

Er ist einer der wichtigsten geistlichen Chöre weltweit. Jetzt veröffentlicht Decca die legendären Argo-Aufnahmen des Choir of St John's College: eine limitierte Edition mit überwältigenden Gesängen.

Diverse Künstler, Feierliche Chormusik – Prächtige Edition des Choir of St John's College © Decca

Die britische Chormusik ist bekannt für ihre altehrwürdige Tradition. Seit Jahrhunderten pflegt man auf der Insel die hohe Kunst des geistlichen Gesangs.

Geheimnisvolle Aura: The Choir of St John's College

Die britischen Chorgesänge kommen von sehr weit her. Ihnen haftet etwas Geheimnisvolles an. Wer ihnen lauscht, der spürt einen Sog. Es ist, als würde man in eine mächtige Kathedrale hineingezogen und hörte im weiten Rund der Kirche das Echo von Jahrhunderten: uralte Musik, die bis ins Renaissancezeitalter zurückreicht und doch von unverminderter Frische ist. Diese Gesänge erreichen unser Herz, sie können uns in ihrer Unmittelbarkeit bis ins Mark erschüttern.

Eine besondere Stellung nimmt in dieser Tradition der Chor des St John's Colleges aus Cambridge ein. Gegründet um 1670, verströmt der Chor auf ergreifende Weise den altehrwürdigen Geist der anglikanischen Kirchenmusik. Doch im Gegensatz zu anderen Chören auf diesem Feld hat sich der Chor des St John's Colleges für kontinentales und modernes Repertoire geöffnet. Unschätzbare Verdienste kommen dabei George Guest zu, der den Chor von 1951 bis 1991 leitete.

Breites Repertoire: George Guest

Der feinsinnige Organist aus Wales führte die Sänger an französische Literatur heran, barg vergessenes Repertoire aus dem 16. Jahrhunderts und übte Motetten von Bruckner und Poulenc mit den wundervollen Stimmen aus Cambridge ein. Mit überwältigendem Erfolg erreichte der College-Chor doch unter George Guest eine überwältigende internationale Wirkung. Legendär sind Guests Aufnahmen für das Klassik-Label Argo, das seit 1957 unter dem Dach von Decca agiert.

Jetzt hat Decca diese Kultaufnahmen von den Originaltapes remastert und in einer prächtigen Gesamtausgabe auf den Markt gebracht. Eine Sensation, ein Ereignis für alle chorbegeisterten Klassik-Fans oder solche, die es werden wollen. "St John's College Choir Cambridge – The Complete Argo Recordings" umfasst 42 CDs, darunter etliche Veröffentlichungen, die erstmals in digitaler Gestalt erscheinen und den Ruf des Chors als lebhafter, überaus beschwingter Gemeinschaft von Singenden eindrucksvoll bestätigen.

Sorgfältig aufbereitet: Unterhaltsame Edition  

An digitalen Erstveröffentlichungen bietet die Edition: Jean Langlais' "Messe Solennelle", Palestrinas "Missa brevis", Purcells "Thy word is a Lantern" sowie Werke von Casciolini, Gabrieli oder Gesualdo. Daneben: Highlights des britischen a cappella-Repertoires sowie geistliche Klassiker von englischen und kontinentaleuropäischen Meisterkomponisten aus fünf Jahrhunderten.

Das Spektrum reicht von Tallis, Monteverdi und Pergolesi über Haydn, Mozart und Beethoven bis hin zu Größen des 20. Jahrhunderts wie Benjamin Britten, Olivier Messiaen oder Maurice Duruflé. Kurz: Die Hörerinnen und Hörer dürfen sich auf den stillen, andächtigen Ton der anglikanischen Kirchentradition genauso freuen wie auf klassische, romantische und moderne Chormusik.

Eingerahmt ist das Ganze in eine ebenso sorgfältig ausgearbeitete wie unterhaltsame Edition. Einen Hochgenuss bietet das Booklet. Die Fotografien aus dem Privatarchiv von George Guest und dem Fundus des Colleges vermitteln lebhaft die konzentrierte Atmosphäre des Chors. Die exklusiven Zeiten der Langspielplatte rufen die CD-Hüllen in Erinnerung, die dem Coverdesign der Ersterscheinungen nachempfunden sind.    


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24.05.2017

Gitarrist der Extraklasse – Sämtliche Solo-Aufnahmen von Narciso Yepes

Narciso Yepes war einer der imponierendsten Gitarren-Virtuosen des 20. Jahrhunderts. Jetzt erscheinen seine gefeierten Solo-Aufnahmen für Deutsche Grammophon in einer attraktiven Gesamtedition.

Narciso Yepes, Gitarrist der Extraklasse – Sämtliche Solo-Aufnahmen von Narciso Yepes © Clive Barda / DG

Narciso Yepes war ein Mann der leisen Töne. Obgleich von bestechender Virtuosität, hat der spanische Ausnahmegittarist nie einen Starkult um sich gemacht.

 Feinsinniger Künstler: Narciso Yepes (1927–1997)

Dabei hätte er allen Grund gehabt, sich für etwas Besseres zu halten. Aber Yepes wollte einzig und allein durch sein Gitarrenspiel beeindrucken. Ihm widmete der 1927 im Südosten Spaniens nahe Lorca geborene Musiker sein Leben. Unermüdlich übte er Gitarre, ließ keine Zeit verstreichen, die nicht seinem Instrument geweiht war, und erarbeitete sich im Laufe der Jahrzehnte ein beeindruckend reichhaltiges Repertoire. Yepes war mit bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts bekannt.

Genies wie Leo Brouwer, Ernesto Halffter oder Joaquín Rodrigo komponierten Werke für den spanischen Gitarristen. Dadurch besaß Yepes eine intime Nähe zum Repertoire des 20. Jahrhunderts, dessen poetische Qualität er mit seinem feinfühligen Spiel eindrucksvoll zur Geltung brachte. Als Liebhaber der Tradition grub sich Narciso Yepes aber auch weit in die Geschichte zurück, interpretierte bekannte und unbekannte Größen der Renaissance und des Barock und drang tief in die sich rasant entwickelnden Klangwelten des 18. und 19. Jahrhunderts ein.    

Beeindruckendes Repertoire: Von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert

Addiert man hierzu noch seine eigenen Kompositionen für den Film, sein Interesse am Flamenco und anderen musikalischen Erscheinungen seiner spanischen Heimat, dann ergibt sich ein erstaunlich breites Interessengebiet. Narciso Yepes hat keine Klangnuance ausgelassen, die sich auf der klassischen Gitarre realisieren lässt. Sein zehnsaitiges Instrument, das er gemeinsam mit dem renommierten Gitarrenbauer José Ramírez entwickelte und seit 1964 spielte, bot ihm zusätzliche Möglichkeiten der Virtuosität und Klangerweiterung.

Entsprechend vielfarbig sind seine Aufnahmen. Jede einzelne von ihnen ist ein unvergessliches Hör-Erlebnis. Konsumiert man sie jedoch in der Summe, dann breitet sich eine Farbenpracht aus, die schier überwältigend ist. Wer in diesen ästhetischen Hochgenuss kommen möchte, dem bietet sich jetzt eine ausgezeichnete Gelegenheit. Deutsche Grammophon hat soeben eine Edition auf den Markt gebracht, die erstmals sämtliche Solo-Aufnahmen zusammenführt, die Narciso Yepes für das Gelblabel getätigt hat.    

Unterhaltsames Booklet: Abgerundete Gesamtausgabe

 "Narciso Yepes: The Complete Solo Recordings on Deutsche Grammphon" umfasst 20 CDs, darunter etliche Aufnahmen, die erstmals in digitaler Gestalt erscheinen. So zum Beispiel Yepes' gestochen scharfe Lauten-Interpretation von Bachs Präludium, Fuge und Allegro in Es-Dur (BWV 998), Mauro Giulianis sanft und fließend vorgetragene Sonatine in D-Dur (op. 71, Nr. 3) sowie Francisco Tárregas melancholisch anmutendes Prelude in d-Moll. Daneben: Die ganze Fülle der brillanten Yepesschen Gitarrenkunst während der Jahre 1967 bis 1989, mit Repertoire aus mehr als fünf Jahrhunderten. Über 50 Komponisten bietet diese Edition auf!

Damit bezeugt sie nicht nur das beeindruckend vielfältige Gitarrenspiel von Narciso Yepes, sondern bietet darüber hinaus auch einen ausgezeichneten Überblick über die klassische Gitarrenliteratur insgesamt. Daran finden auch Laien, die sich gerade erst mit Gitarrenmusik zu beschäftigen beginnen, ihre Freude, zumal das unterhaltsame Booklet mit dem glänzenden Essay von Gitarrenspezialist Graham Wade einen leichten Einstieg in die Materie ermöglicht. Ergreifend überdies: die Fotos des Gitarristen, die seinen künstlerischen Ernst einfangen. Ein grafischer Genuss: die CD-Hüllen, die den Covern der Ersterscheinungen nachempfunden sind.


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24.05.2017
Diverse Künstler

Glücksmomente der Opernwelt - Die Deutsche Grammophon veröffentlicht drei unvergessliche Aufnahmen in bester Tonqualität

Legendäre alte Aufnahmen von Carlos Kleiber, Karl Böhm und Leonard Bernstein, gepaart mit modernster Tonqualität - der Deutschen Grammophon gelingt damit ein formvollendeter Spagat.

Diverse Künstler, Glücksmomente der Opernwelt - Die Deutsche Grammophon veröffentlicht drei unvergessliche Aufnahmen in bester Tonqualität © DG

Die drei Alben, die am 26. Mai  im hochwertigen Hardback-Gewand und 24-bit / 96KHz Qualität beim gelben Label erscheinen, präsentieren Aufnahmen, die seit ihrer Entstehung in die Musikgeschichte eingegangen sind. Unvergessen sind die musikalischen und emotionalen Höhenflüge, die den drei großen Dirigenten mit den Einspielungen von drei der beliebtesten Opern aller Zeiten gelungen sind. Carlos Kleiber stand genau vor 40 Jahren für die Produktion von Giuseppe Verdis "La Traviata" am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Karl Böhm dirigierte 1966 bei den Bayreuther Festspielen Richard Wagners "Tristan und Isolde". Das Doppelalbum gewährt auch einen spannenden Einblick hinter die Kulissen, denn es enthält neben der Musik 30 Minuten exklusive Eindrücke der intensiven Probenarbeit mit Karl Böhm. Die Aufnahme der Wiener Philharmoniker von Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio" ist 1978 unter der Leitung von Leonard Bernstein live an der Wiener Staatsoper entstanden.
Alle Editionen enthalten zusätzlich Aufsätze, Fotos und die vollständigen Libretti der Opern und werden damit zu umfangreichen Zeugnissen des ursprünglichen musikalischen Materials und der künstlerischen Auseinandersetzung.

Fantastische Sänger

So exzellent wie die Orchester und ihre Dirigenten, sind auch die Gesangssolisten, die auf den Alben zu hören sind. Die rumänische Sopranistin Ileana Cotrubas gehört zu den bekanntesten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. In der Aufnahme mit Carlos Kleiber brilliert sie als hochdramatische Violetta Valery an der Seite eines dynamischen Plácido Domingo, der rundherum als Alfredo überzeugen kann. Der Bayerische Staatsopernchor interpretiert Verdis klangvolle Chorpartien mit vielstimmiger Wucht. In der Wagner-Oper "Tristan und Isolde" glänzen Wolfgang Windgassen und Birgit Nilsson in den Titelpartien, Christa Ludwig ist als Brangäne ganz in ihrem Element und Peter Schreier gibt als junger Seemann in dieser Produktion sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Auch in der Aufnahme von Ludwig van Beethovens einziger Oper "Fidelio" besteht die Riege der Solisten mit Hans Sotin, René Kollo, Gundula Janowitz, Lucia Popp und Dietrich-Fischer Dieskau aus fantastischen Sängern, die unter der Leitung von Leonard Bernstein all ihre stimmlichen Vorzüge zur Geltung bringen können.

In der perfekten 24-bit / 96KHz Qualität, mit der die Deutsche Grammophon die Aufnahmen akustisch auf Hochglanz poliert hat, kann jede Nuance der musikalischen Ausdruckskraft erstrahlen. Darüber hinaus verlockt der HD Digital Download dazu, die Alben auch unterwegs auf jedem Medium abzuspielen. 


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