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Víkingur Ólafsson, Zauberhafte Klaviermelodien – gewinnen Sie die neue Vinyl von Víkingur Ólafsson
Víkingur Ólafsson

Zauberhafte Klaviermelodien – gewinnen Sie die neue Vinyl von Víkingur Ólafsson

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20.04.2017
Diverse Künstler

Fest der Giganten - Mit "Conductors & Orchestras" präsentiert die Deutsche Grammophon eine spannende neue Serie

Große Dirigenten wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Pierre Boulez haben am Pult der besten Orchester einzigartige Klangerlebnisse hinterlassen. Die Serie "Conductors & Orchestras" präsentiert die Dreamteams der Klassikszene.

Diverse Künstler, Fest der Giganten - Mit Conductors & Orchestras präsentiert die Deutsche Grammophon eine spannende neue Serie © DG

Leonard Bernstein und die Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado und das Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez und das Cleveland Orchestra - diese Verbindungen stehen für legendäre musikalische Partnerschaften, die sowohl die künstlerischen Laufbahnen der Dirigenten als auch die klassische Musikwelt geprägt haben. Die Edition "Conductors & Orchestras" stellt die Beziehungen ausgewählter Dirigenten und Orchester musikalisch mit einer exquisiten Sammlung unvergesslicher Aufnahmen vor.

Bernstein in Wien

Auf acht CDs kann man Leonard Bernsteins schönste Aufnahmen am Pult der Wiener Philharmoniker erleben. Angefangen mit der klassischen, höfischen Eleganz und Anmut, die Joseph Haydn Ende des 18. Jahrhunderts in seine späten Sinfonien Nr. 88, 92 und 94 komponiert hat, über Mozarts Sinfonie Nr. 40, in der Leonard Bernstein die ganze Tragik und berührende Traurigkeit zum Leben erweckt, die in der Partitur steckt, strotzen die Wiener Philharmoniker in der Nr. 41, der "Jupiter-Sinfonie" hingegen vor herrlicher Lebenskraft. Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 wird unter Bernsteins Dirigat zu einer emotionalen Seelenschau, Robert Schumanns Cellokonzert gerät im Zusammenspiel mit Mischa Maisky zu einem romantischen Fest für die Sinne. In den großen Sinfonien von Anton Bruckners, Gustav Mahler, Dmitri Schostakowitsch und Jean Sibelius bringt Leonard Bernstein die ganze Palette orchestraler Ausdruckskraft zum Klingen und hat in den Wiener Philharmonikern dabei einen kongenialen Partner gefunden.

Karajan in Berlin

Auf weiteren acht Alben kann man Herbert von Karajan ganz in seinem Element erleben. Als einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts wurde er 1955 der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und hat das Orchester als exzellenten Klangkörper geprägt. Die Aufnahmen geben einen Überblick über die unzähligen, vielseitigen Mitschnitte, die in mehr als drei Jahrzehnten künstlerischer Zusammenarbeit entstanden sind. In Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 und seine Coriolan Ouvertüre, Arthur Honeggers Sinfonien Nr. 2 und 3, Stravinskys Konzert in D-Dur und Tondichtungen von Richard Strauss, wie "Also Sprach Zarathustra", "Till Eulenspiegel", "Don Juan", "Tanz der sieben Schleier" offenbart sich die immense klangliche Intensität, die der österreichische Dirigent gemeinsam mit dem Orchester entfalten konnte. Auf dem Album "Opera Intermezzi" mit Musik von Cilea, Giordano, Leoncavallo, Mascagni und Massenet kommt darüber hinaus Herbert von Karajans Leidenschaft für die Oper zum Ausdruck.

Abbado in Chicago

Claudio Abbado und das Chicago Symphony Orchestra verbindet eine besonders innige künstlerische Beziehung. 1982 wurde der italienische Dirigent Erster Gastdirigent des Chicago Symphony Orchestra. In den gemeinsamen Aufnahmen kann man Claudio und Abbado unter anderem mit hervorragenden Solisten erleben: Maurizio Pollini hat Belà Bartoks Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 eingespielt und der israelische Geiger Shlomo Mintz lässt die Violinkonzerte von Sergej Prokofiev, Max Bruch und Felix Mendelssohn-Bartholdy leuchten. Mit der "Symphonie Fantastique" von Hector Berlioz und Gustav Mahlers Sinfonien Nr. 1, 2 und 5 kann man beim Hören in ganz unterschiedliche orchestrale Klangwelten eintauchen.

Boulez in Cleveland

Pierre Boulez gehörte ab Mitte der 1950er Jahre als Komponist und Dirigent zur Crème de la Crème der musikalischen Avantgarde. So sind auch seine Aufnahmen mit dem Cleveland Orchestra vom frischen Geist geprägt und sprudeln über vor Inspiration und Aufbruchsstimmung. Mit Werken wie Claude Debussys sinfonischen Dichtungen "Images", "Printemps", "Prélude à l’après-midi d’un faune", mit "Et Exspecto", "Chronochromie", "La Ville d’en haut" von Olivier Messiaen und in Maurice Ravels "Shéhérezade", "Le Tombeau de Couperin" und "Pavane", kreiert Pierre Boulez gemeinsam mit dem amerikanischen Orchester ein beeindruckendes Spektrum an Farben.


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19.04.2017
Elena Kats-Chernin

Feinsinniger Hochgenuss - Das Album "Unsent Love Letters" von Elena Kats-Chernin und Tamara-Anna Cislowska

Musik ist die Sprache, mit der die Komponistin Elena Kats-Chernin ihre Geschichten erzählt. Ihr neues Album "Unsent Love Letters" dreht sich um die Liebe - und wurde von Liebesbriefen inspiriert, die aus dem Nachlass von Erik Satie stammen.

Elena Kats-Chernin, Feinsinniger Hochgenuss - Das Album Unsent Love Letters von Elena Kats-Chernin und Tamara-Anna Cislowska © Bruria Hammer

Die Komponistin Elena Kats-Chernin und die Pianistin Tamara-Anna Cislowska sind ein eingeschworenes Team, wenn es darum geht, außergewöhnliche musikalische Projekte zu entwickeln, die jede Menge Gefühl transportieren. Elena Kats-Chernin ist einer der bedeutendsten Komponistinnen Australiens und hat nach vielseitigen Studien in Russland, Australien und Deutschland ihre ganz eigene Klangsprache gefunden, die sie in Opernproduktionen, Film- und Ballettmusik, Orchesterkompositionen, Kammermusik und in solistischen Werken zum Ausdruck bringt. Mit dem Album "Unsent Love Letters" bringt die australische Künstlerin die in Briefen festgehaltenen Liebesbotschaften des französischen Komponisten Erik Satie mit ihre eigenen musikalischen Mitteln zum Klingen.

Versierte Tastenkunst

Das differenzierte Spiel, mit dem Tamara-Anna Cislowska die Kompositionen von Elena Kats-Chernin zum Leben erweckt, präsentiert eine Fülle von Klangfarben, die von meditativer Introvertiertheit bis hin zu glühender Intensität reichen. Tamara-Anna Cislowska gehört zu den anerkanntesten Pianistinnen Australiens und hat sich sowohl als Kammermusikpartnerin, als auch als Solistin einen Namen erspielt.

In jedem der 26 Werke offenbart die Pianistin unterschiedliche Nuancen und spielt nach Herzenslust mit der minimalistischen Eleganz von Saties eigener Kompositionskunst und der feinen Poesie, die die Musikerinnen in seinen Briefen aufgespürt haben.

Inspiration und Interpretation

Die kleinformatigen Stücke reihen sich auf dem Album aneinander wie feine Konfiserie und verströmen mal schwelgerische Süße und mal zartbittere Noten, garniert mit leiser Melancholie. Titel wie "Le chat noir", "Eggshell" oder "Maple in the Evening" öffnen den Raum für phantasievolle Bilder, die beim Hören der Musik im Inneren entstehen. "Meditations on Erik Satie" ist der Untertitel des Albums "Unsent Loveletters". Und so reflektiert Kats-Chernins Musik auch ihre Gedanken, die während ihrer Auseinandersetzung mit dem bewegten Leben von Erik Satie entstanden sind, welches von vielen inneren Konflikten geprägt war. Die Kompositionen spiegeln Facetten aus Saties Persönlichkeit wider. Elena Kats-Chernin schafft mit "Unsent Love Letters" eine sehr persönliche künstlerische Annäherung an den bedeutenden Komponistenkollegen Erik Satie.

Farben und Kontraste

Mit dem Album möchte Elena Kats-Chernin unter anderem auch dazu einladen, einmal inne zu halten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieses persönliche Anliegen hat die Komponistin mit ihrer Musik so eindringlich umgesetzt, dass man von der filigranen Klangsprache unmittelbar in den Bann gezogen wird. Die stilistische Prägnanz der Komponistin ist frei von jedem Pathos, sondern wird vor allem durch eine berührende Klarheit geprägt. In der Pianistin Tamara-Anna Cislowska hat Elena Kats-Chernin die perfekte Partnerin gefunden. Man hört, dass die beiden Musikerinnen nicht zum ersten Mal zusammen arbeiten. Mit einem feinen Gespür für dynamische Varianz kreiert Tamara-Anna Cislowska an den Tasten ein Wechselspiel der Farben.

 


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19.04.2017
Diverse Künstler

Faszination der Moderne – Klassiker des 20. Jahrhunderts

Mit 20C haben DG und Decca ein Projekt aufgelegt, das die Faszination der Neuen Musik eindrucksvoll unter Beweis stellt. Jetzt erscheint der bereits spannungsvoll erwartete zweite Teil der limitierten Edition: Klassiker der Jahre 1950–2000.

Diverse Künstler, Faszination der Moderne – Klassiker des 20. Jahrhunderts © DG

Das Interesse an Neuer Musik hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Den Vorreitern des 20. Jahrhunderts wird allmählich die Anerkennung zuteil, die ihnen gebührt.

Großes Publikum: Neue Musik kommt an

Hatte die Neue Musik traditionell eher einen schweren Stand in der Öffentlichkeit, so erreichen ihre Innovationen jetzt zusehends das Publikum. Immer mehr Menschen öffnen sich für neuartige Klanggebilde. Sie genießen es, in Gefilde vorzudringen, die sie noch nie zuvor betreten haben. So wie sie fremde Länder bereisen und sich von den dort herrschenden Sitten und Gebräuchen faszinieren lassen, so neugierig und offenherzig widmen sie sich der jüngeren Musik. Es muss nicht immer Dur und Moll sein. Es kann auch etwas vollkommen Neues sein.

Außerdem ist in der modernen Musik genug Tonalität verblieben, um sich als Laie zurechtzufinden. Für Unterhaltung sorgt die übersichtlich gestaltete 20C-Edition. Schon im ersten Teil der Ausgabe, der im Vorjahr erschien und die Jahre 1900 bis 1949 behandelte, war für jeden etwas dabei: für die Romantiker Gustav Mahler oder Richard Strauss, für die Experimentierfreudigeren John Cage oder Charles Ives und für die Liebhaber mitreißender Bühnenmusik Kurt Weills Dreigroschenoper mit Welthits wie der "Moritat" von Mackie Messer.

Einmaliger Überblick: Maßgebliche Komponisten des 20. Jahrhunderts

Kein Wunder, dass schon der erste Teil von 20C viel Anklang beim Publikum fand. Deshalb wird der zweite Teil der Edition auch schon mit Hochspannung erwartet. Jetzt ist es soweit. Der zweite Teil ist erschienen, und er entfaltet ein musikalisches Universum, das absolut elektrisierend ist. "20C – Shaping the Century, Volume II" umfasst 26 Tonträger. Jedes Album präsentiert einen großen Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Je fünf Komponisten stehen für ein Jahrzehnt.

Da es sich bei sämtlichen Komponisten der Ausgabe um unbestrittene Größen der Avantgarde handelt, wird man auf diese Weise nicht nur mit qualitativ hochwertiger Musik bedient, sondern erhält darüber hinaus auch einen glänzenden Überblick. Das breite Klangspektrum während der Jahre 1950 bis 2000 dürfte sowohl für Laien als auch für Fachleute interessant sein. Dem Laien wird mit der Edition ein unterhaltsamer Einstieg ermöglicht, und Fachleute können hier ihr gewachsenes Wissen vertiefen.

Breites Klangspektrum: Von Bernsteins „West Side Story“ bis zu Rihms „Jagden und Formen“

Als Kurator konnte Nigel Simeone für die Edition gewonnen werden. Der bedeutende Musikschriftsteller hat jedem Album einführende Essays und eine Timeline mit Musikpremieren des 20. Jahrhunderts zur Seite gestellt. Ein Hochgenuss, denn Simeone verfügt nicht nur über enormes Wissen, sondern auch über einen unterhaltsamen Schreibstil.

Das Repertoire der in modernem Design gehaltenen Edition ist beeindruckend bunt. Es reicht von Bernsteins leicht zugänglicher "West Side Story" (1957) bis hin zu Wolfgang Rihms rätselhaft-flirrendem Concerto grosso "Jagden und Formen" (1995–2001). Mit Arvo Pärt, Steve Reich und Philip Glass sind Komponisten vertreten, die einen minimalistischen Stil in die Neue Musik eingeführt haben. Pierre Boulez ist der bedeutendste Solitär. Er ist mit seinen Meisterwerken "Le Marteau Sans Maître" und "Dérive 1 & 2" vertreten. Ein Highlight der Edition sind die berührenden Concerti grossi 3 & 4 von Alfred Schnittke, eingespielt vom Concertgebouw Orchester unter der Leitung von Riccardo Chailly. Etliche weitere Klassiker säumen die Sammlung, die gemeinsam mit dem ersten Teil von 20C einen großartigen Einblick in die reiche Musikkultur des 20. Jahrhunderts gewährt.


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12.04.2017
Diverse Künstler

Grenzenlose Tastenkunst - Die Deutsche Grammophon präsentiert eine Fülle exzellenter Aufnahmen der größten Pianisten

Unter dem Titel "50 Piano Masterworks" und "100 Piano Masterworks" sind zwei umfangreiche Editionen für Liebhaber feinster Klaviermusik erschienen.

Diverse Künstler, Grenzenlose Tastenkunst - Die Deutsche Grammophon präsentiert eine Fülle exzellenter Aufnahmen der größten Pianisten © DG

100 Meisterwerke der Klaviermusik, das bedeutet: 100 Klangfarben, Emotionen, Stimmungen, Stile und einzigartige Interpretationen der größten Klaviersolisten aller Zeiten. Die unbändige Leidenschaft für die Kunst an den 88 Tasten, die in den drei, bzw. fünf Alben der beiden erlesenen Editionen "50 Piano Masterworks" und "100 Piano Masterworks" steckt, transportiert das ganze Spektrum der Klaviermusik.

Große Komponisten

Das musikalische Spannungsfeld der Kompositionen erstreckt sich von Bach bis Brahms und von Schubert bis Satie. Beliebte Ohrwürmer wie Claude Debussys "Clair de Lune" und Ludwig van Beethovens "Mondscheinsonate" sind ebenso vorhanden wie erlesene Raritäten. Streifzüge durch verschiedene Stile offenbaren die anmutige Eleganz klassischer Sonaten von Haydn und Mozart, Schuberts lyrische Begabung in seinen Impromptus und Moments musicaux, Mendelssohns tief empfundene Poesie und Chopins unverwechselbare, federleichte Virtuosität mit ihrem melancholischen Feinsinn. Die Etüden von Franz Liszt gelten als das Neue Testament der Klaviertechnik, die lyrischen Stücke von Edvard Grieg und Modest Mussorgskys farbenprächtiger Zyklus "Die Bilder einer Ausstellung" bauen eine Brücke zur feurigen Brillanz spanischer Komponisten wie Isaac Albéniz und Manuel de Falla. Und natürlich darf in der umfangreichen Sammlung auch die russische Spätromantik à la Skriabin und Rachmaninoff in all ihren Schattierungen nicht fehlen.

In Debussys Klangmalereien, mit Prokofieffs kompositorischem Erfindungsreichtum und in der berührende Wucht der minimalistischen Ausdruckskraft von Erik Satie und Philipp Glass findet das weite Spektrum seine Vollendung. Die Zusammenstellung der "Piano Masterworks" ist ein wahres Füllhorn großer musikalischer Stunden. Auf jedem Album sind die Werke unterschiedlicher Epochen miteinander kombiniert und werden miteinander in Berührung gebracht, ergänzen und kontrastieren sich auf lebendige und inspirierende Art und Weise.

Große Interpreten

Die Deutsche Grammophon ist dafür bekannt, ein Händchen für die Entdeckung besonderer Talente an den Tasten zu haben. In Kooperation mit dem internationalen Chopin Wettbewerb in Warschau wurden mit Yundi, Ingolf Wunder, Rafał Blechacz, Jan Lisiecki und Seong-Jin Cho in den letzten Jahren viele phänomenale junge Künstler in die musikalische Familie des gelben Labels aufgenommen. Auch die jüngsten Aufnahmen von Víkingur Ólafsson, Alice Sara Ott, Max Richter und Danil Trifonov bereichern das Portfolio um eindrucksvolle künstlerische Facetten.

Legendäre Pianisten vergangener Jahrzehnte wie Svjatoslav Richter, Wilhelm Backhaus, Friedrich Gulda und Emil Gilels haben Geschichte geschrieben und mit ihren Alben kostbare musikalische Zeugnisse geschaffen. Insgesamt umfassen die Geburtsjahre der in den Editionen vertretenen Pianisten das ganze Jahrhundert zwischen 1895 und 1995. So werden die Sammlungen auch zu Chroniken unterschiedlicher Musikergenerationen und vereinen den ganzen Reichtum verschiedener Schulen, Stile und künstlerischer Perspektiven. Wenn man André Previn mit Musik von George Gershwin, Jean-Yves Thibaudet mit Kompositionen von Franz Liszt oder Daniel Barenboim mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy erlebt, öffnen sich musikalische Horizonte.

Mit "100 Piano Masterworks" und "50 Piano Masterworks" kann man in die Welt der Klaviermusik eintauchen und im Handumdrehen einen einzigartigen Überblick über das reiche Repertoire und die vielfältige Ausdruckskraft der verschiedenen Interpreten erhalten.

 


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06.04.2017
Anja Lechner

Tarkovsky Quartet - Musik mit einer außergewöhnlichen Tiefenschärfe

Mit "Nuit blanche" beschließt das kammermusikalische Improvisationsensemble seine faszinierende Tarkowskij-Trilogie, die es vor zwölf Jahren begonnen hatte.

Anja Lechner, Tarkovsky Quartet - Musik mit einer außergewöhnlichen Tiefenschärfe ©Caterina di Perri/ECM Records

Das von dem französischen Pianisten François Couturier ins Leben gerufene Tarkovsky Quartet setzt mit seinem dritten Album "Nuit blanche" die Reihe der Einspielungen fort, die es 2005 mit "Nostalghia - Song for Tarkovsky" begonnen und 2009 auf dem schlicht "Tarkovsky Quartet" betitelten Album weiterverfolgt hatte. Seine Kompositionen und Arrangements stellte Couturier von Beginn an in einen Kontext, in dem die Improvisation aufblühen konnte. Diese improvisierte Komponente der Musik wurde seither sowohl in Konzerten als auch auf Alben beständig erweitert und vertieft.

Die primäre Inspirationsquelle ist jedoch immer noch das Werk von Andrej Tarkowskij, über den Ingmar Bergman einmal sagte: "Er bewegt sich mit solcher Natürlichkeit im Raum der Träume." Das nach dem russischen Filmemacher benannte Quartett hat eine ganz eigene assoziative Traumsprache geformt. Auf "Nuit blanche" loten die Musiker die Texturen von Träumen und Erinnerungen aus, während sie gleichzeitig weiterhin versteckt auf Tarkowskij verweisen. Der 1986 verstorbene Filmemacher wäre am 4. April 85 Jahre alt geworden.

Anspielend auf einen Komponisten, den der Regisseur hörte, als er seinen Film "Stalker" drehte, integriert das Quartett eine dämmrige Interpretation von Vivaldis "Cum dederit delectis suis somnum" aus dem Opus "Nisi Dominus". Das Ensemble greift auch auf ein Arrangement eines Stückes aus dem 16. Jahrhundert zurück, dessen Urheber unbekannt ist.

Anja Lechner war auf das Manuskript gestoßen, als sie die Partituren und Notenbücher ihrer Großeltern, die beide Musiker gewesen sind, durchstöberte. Die Bandbreite des neuen Albums ist enorm und die kreative Originalität des Tarkovsky Quartet ist stets offenkundig, ganz gleich, ob es moderne Kompositionen, improvisierte Kammermusik oder Barockmusik spielt.

Im Begleittext schreibt die bekannte Journalistin Carolin Emcke: "Was das Tarkovsky Quartet so einzigartig macht (und darin einmal mehr der ästhetischen Sprache des Regisseurs Andrej Tarkowskij verwandt), ist die besondere Gabe musikalische Imagination geradezu haptisch erfahrbar zu machen. So wie man bei Tarkowskijs Filmen meint, die Textur der Elemente (Regen, Kohlefeuer, Marsch) fühlen zu können, so erscheint einem bei ‘Nuit blanche’ die Textur des Klangs deutlicher denn je. Man meint hineingreifen, die Instrumente und ihre Materialität anfassen zu können und so erhält die musikalische Vorstellungskraft noch eine andere Tiefenschärfe."

Das Tarkovsky Quartet entstand, nachdem Couturier die deutsche Cellistin Anja Lechner eingeladen hatte, sich ihm und seinen oftmaligen Spielpartnern Jean-Marc Larché und Jean-Louis Matinier anzuschließen.

Nach dem gemeinsamen Debütalbum trat das Ensemble 2006 beim Bergamo Festival erstmals live auf. Bei Konzerten arbeitet das Tarkovsky Quartet häufig mit Andrej Tarkowskij Jr. zusammen, dessen Video-Projektionen die traumähnliche Qualität der Musik verstärken.

Neben den drei Alben mit dem Tarkovsky Quartet spielte François Couturier 2008 zudem das introspektive Piano-Soloalbum "Un jour si blanc" ein, das ursprünglich als Teil des Tarkowskij-Zyklus konzipiert war. "Was mich bei Tarkowskijs Filmen am meisten anrührt", hat Couturier einmal gesagt, "ist ihre Stille und Langsamkeit. Das sind oft auch Charakteristika der ECM-Ästhetik..."

Das Tarkovsky Quartet wird sein neues Album am 29. April bei der "ECM-Label-Nacht" im Sendesaal Bremen live vorstellen.


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06.04.2017
Hélène Grimaud

Berührende Perspektivwechsel - Mit dem Album "Perspectives" präsentiert Hélène Grimaud ihre künstlerische Vielseitigkeit

Hélène Grimauds künstlerisches Schaffen wird seit vielen Jahren von der Deutschen Grammophon präsentiert. Das Doppelalbum "Perspectives" fasst eine Auswahl ihrer persönlichen Lieblingsaufnahmen zusammen.

Hélène Grimaud, Berührende Perspektivwechsel - Mit dem Album Perspectives präsentiert Hélène Grimaud ihre künstlerische Vielseitigkeit © Mat Hennek

Ob ganz alleine an den Tasten, in kammermusikalischer Besetzung, oder als Solistin vor einem großen Orchester. An ihrem Instrument erweist sich die französische Pianistin Hélène Grimaud immer wieder als faszinierende Geschichtenerzählerin, indem sie Kompositionen aus ganz unterschiedlichen Epochen mit berührendem Tiefgang in ihrer eigenen musikalischen Sprache zum Leben erweckt. Das Doppelalbum enthält kleinformatige, solistische Schätze aus der Feder von Johann Sebastian Bach, Claude Debussy, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Sergej Rachmaninov und Béla Bartók sowie Impressionen aus den großen Klavierkonzerten der Musikgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Robert Schumann und Ludwig van Beethoven.

Weites Spektrum

"Perspectives" spannt einen Bogen von Bachs Präludium und Fuge in d-Moll BWV 875 aus dem zweiten Buch des Wohltemperierten Claviers und seinem Konzert Nr. 1 für ein Tasteninstrument, Streicher und Continuo in d-Moll BWV 1052 bis hin zu virtuosen Bach-Transkriptionen von Franz Liszt und Sergej Rachmaninov. Manche der Aufnahmen sind live entstanden und verströmen die Intensität der Konzertatmosphäre, wie beispielsweise die Interpretationen von Claude Debussys "La Cathédrale engloutie" und Franz Liszts "Les Jeux d’eau à la Villa d’Este", die im Rahmen einer Installation des Künstlers Douglas Gordon in der Park Avenue Armory in New York aufgenommen worden sind. Mit dem Walzer in As-Dur von Johannes Brahms und Sgambatis Arrangement von Glucks "Reigen seliger Geister" enthält das Album darüber hinaus zwei bislang unveröffentlichte Zugaben.

Vielseitige Künstlerin

In ihren zahlreichen Facetten spiegelt die Musik die große künstlerische Aufgeschlossenheit wider, die Hélène Grimauds Karriere prägt. Sie besitzt die Gabe, selbst die bekanntesten Werke in ein ganz neues musikalisches Licht zu tauchen, ohne sich dabei als Interpretin in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr hat man den Eindruck, dass die Musik unter Hélène Grimauds Händen für sich selbst sprechen darf. In ihrer Interpretation von Béla Bartóks Sechs rumänischen Volkstänzen setzt sie sich intensiv mit der volkstümlichen Rhythmik der Kompositionen auseinander und verwebt sie zugleich mit einer nach innen gekehrten Improvisation. Hélène Grimauds Spiel lebt immer von einer mitreißenden Spontaneität und entführt das Publikum kann unmittelbar in eine Welt der Gefühle, Empfindungen und Regungen, aus denen die Künstlerin ihre Interpretationen schöpft. Der unbändige Drang nach künstlerischer Direktheit und ihr intelligenter Vermittlungswille spinnt sich durch das Album wie ein roter Faden und durchdringt die Werke mit unzähligen Klangschattierungen, Artikulationsnuancen und inspirierenden Tempi.

Die Perspektiven, die sich beim Hören des Albums öffnen, machen das reiche Repertoire der Klaviermusik sinnlich erfahrbar und erweisen sich zugleich als umfassendes Künstlerporträt, denn Hélène Grimaud hat die Auswahl der Werke persönlich zusammengestellt und sich damit auf eine Reise in ihre eigene Vergangenheit begeben, die man nun genüßlich miterleben kann!

 


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29.03.2017
Diverse Künstler

Jahrhundertdirigent – Limitierte Edition von Carl Schuricht

Er gehört zu den größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Jetzt veröffentlicht Decca eine limitierte Edition von Carl Schuricht: visionäre Aufnahmen romantischer Orchestermusik, darunter etliche CD-Erstveröffentlichungen.

Diverse Künstler, Jahrhundertdirigent – Limitierte Edition von Carl Schuricht © Decca

Das fachliche Urteil steht schon lange fest: Carl Schuricht gehört zu den edelsten und begnadetsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.

Natürliche Autorität: Carl Schuricht (1880–1967)

Von Kennern wird er in einem Atemzug mit Größen wie Wilhelm Furtwängler, Arturo Toscanini oder Herbert von Karajan genannt. Indes hat er nie die Popularität seiner berühmten Mitstreiter erlangt. Erst gegen Ende seines Lebens machte er international Furore. Seine unübertroffenen Dirigate bei den Furtwängler-Gedächtnis-Konzerten im Wiener Musikverein und den Salzburger Mozartwochen konnten nicht unbemerkt bleiben. Die Weltpresse stand Kopf.

Sie entdeckte einen Dirigenten, der sein Orchester mit äußerstem Geschick lenkte und ihm die schönsten Klänge entlockte, die man sich vorstellen konnte. Carl Schuricht war eine natürliche Autorität. Er brauchte nicht viel Worte. Seine Unbeirrbarkeit, sein hochkonzentriertes Temperament und seine musikalische Leidenschaft übertrugen sich direkt auf die Orchester, die er leitete, und Schuricht dirigierte mit den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern oder dem Chicago Symphony Orchestra Klangkörper von Weltrang.  

Visionäre Aufnahmen: Sensationelle Funde

Umso erfreulicher ist es, dass jetzt erstmals eine Ausgabe erscheint, die sämtliche der schillernden Decca-Aufnahmen von Carl Schuricht an einem Ort versammelt. Dadurch besteht die Chance, dass der Dirigent dem Vergessen entrissen wird. "Carl Schuricht – The Complete Decca Recordings" umfasst 10 Tonträger. Die limitierte Edition wartet mit sensationellen Funden auf, die erstmals überhaupt in digitaler Gestalt erscheinen.

Darunter Schurichts erhabene Interpretation der Manfred-Ouvertüre von Robert Schumann, eingespielt mit dem London Philharmonic Orchestra, oder Beethovens mitreißende Sinfonie Nr. 2 mit dem L'Orchestre de la Suisse Romande. Aufnahmen von erstaunlicher Modernität, die Decca mit der soeben erschienenen Ausgabe ins digitale Zeitalter rettet.

Insgesamt sechs Alben hat das Label für die Schuricht-Edition neu remastert, allesamt im Rückgriff auf das frühe Schallplattenformat 78rpm. Eine Pioniertat, die der Wiederentdeckung Carl Schurichts jetzt den Weg ebnet. Man erlebt den Dirigenten hier als einen zurückhaltenden Interpreten, der elegante, ausgewogene Orchesterklänge bevorzugt.

Edle Edition: Wiederentdeckung eines Vorreiters

Für Liebhaber klassischer und romantischer Orchestermusik ist dies ein Hochgenuss. Carl Schuricht hat stets der Versuchung widerstanden, übertriebene Pointen zu setzen. Das große Gefühl, die romantische Leidenschaft ist in der Musik gespeichert. Der Dirigent ist eher eine Art Geburtshelfer. Das ist das Credo des 1880 in Danzig geborenen Ausnahmedirigenten, der mit dieser Strategie Orchesterklänge von hinreißender Eindringlichkeit schuf.

Überwältigend: seine Interpretation von Beethovens Sinfonie Nr. 5. Das Paris Conservatoire Orchestra bebt hier und verliert doch nie das Maß. Von poetischem Feinsinn zeugt das Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch mit dem unvergessenen Georg Kulenkampff an der Geige. Nicht von dieser Welt ist Schurichts Interpretation von Schuberts Unvollendeter mit den Wiener Philharmonikern.

Aber auch Mozart, Brahms, Tschaikowsky, Mendelssohn, Weber oder Wagner klingen in all diesen Aufnahmen aus der Mono-Ära frappierend modern. Bleibt die Frage, was für ein Mensch Carl Schuricht war? Das erfährt man in dem sorgfältig ausgearbeiteten Booklet der Edition. Die imponierenden Fotos des Dirigenten und der glänzende Begleitessay von Ivan March lassen eine Künstlerpersönlichkeit wiedererstehen, die fortleben wird.   


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23.03.2017
Riccardo Chailly

Chailly in Leipzig – Edition mit gefeierten Bach-Aufnahmen

Riccardo Chailly ist einer der bewundertsten Dirigenten weltweit. Jetzt veröffentlicht Decca eine Edition seiner elektrisierend modernen Bach-Aufnahmen mit dem Gewandhausorchester Leipzig.

Riccardo Chailly, Chailly in Leipzig – Edition mit gefeierten Bach-Aufnahmen Decca/ © Gert Mothes

Von seinen Jahren in Leipzig spricht man bereits als Ära. Dabei liegt sein Weggang aus der sächsischen Kulturmetropole erst kurze Zeit zurück, verließ er doch das Gewandhausorchester erst im vergangenen Jahr, in der Spielzeit 2015/2016.  

Triumphale Jahre: Chailly in Leipzig

Seither konzentriert er sich vornehmlich auf seine Aufgabe als Musikdirektor der Mailänder Scala. Im Jahre 2005 hatte er in Leipzig sein Amt angetreten. Dort fand er, wie er immer wieder betont hat, ein ausgezeichnet geformtes Orchester vor. Das Gewandhausorchester bewegte sich voll auf der Höhe seiner ehrwürdigen Tradition, als Herbert Blomstedt dem italienischen Dirigenten das Zepter übergab. Chailly liebte, seit er sie zum ersten Mal wahrgenommen hatte, die "golden dunkle Farbe" dieses Klangkörpers.

Dieser Ton schien so schön, so vollkommen und ausgereift, dass er das Orchester keinesfalls neu erfinden wollte. In Leipzig galt es, in die Tiefe zu gehen und die im Orchester bereits angelegten Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Als Meisterschüler von Claudio Abbado wusste Chailly dabei einen diskreten Charme einzusetzen. Mit seinen Tugenden der Zurückhaltung, die der Musik den absoluten Vorrang einräumten, erwarb er sich in Leipzig viele Sympathien und trieb das Gewandhausorchester zu wahren Höchstleistungen an.

Ewig jung: Bach im 21. Jahrhundert

Seine Aufnahmen aus der Leipziger Zeit kommen nicht mit großem Pomp daher. Sie sind beim ersten Hören oft unscheinbar. Dass sie eine hohe Qualität haben, spürt man sofort. Wie grandios und nachhaltig sie sind, erfährt man allerdings erst später, wenn man sie immer und immer wieder hört und gar nicht mehr von ihnen lassen kann. So geht es einem auch mit seinen Bach-Interpretationen aus der Leipziger Zeit, die ab sofort in einer einzigen Edition gebündelt vorliegen.

"Chailly in Leipzig – Johann Sebastian Bach" umfasst sieben Tonträger. Darauf enthalten: die Brandenburgischen Konzerte, 5 Klavierkonzerte, das Weihnachtsoratorium und die Matthäus Passion. Kurz: orchestrale und vokale Klassiker des Eisenacher Altmeisters, die bei Riccardo Chailly in frischer, überaus moderner Gestalt neu erklingen. Obwohl dem italienischen Dirigenten jeglicher Originalitätskult fernliegt, schafft er doch etwas völlig Neues: einen Bach, der reif ist fürs 21. Jahrhundert.

Allseits Bewunderung: Öffentliche Reaktionen

Begeisterung riefen schon kurz nach ihrem Erscheinen die mit modernen Instrumenten eingespielten Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte hervor. Sie kämen "mit einer wunderbaren Selbstverständlichkeit daher", lobte NDR Kultur. Nicht minder euphorisch wurden die 5 Klavierkonzerte aufgenommen. Die poetische Reife des jungen iranischen Meisterpianisten Ramin Bahrami löste hier allseits Begeisterung aus. Das Weihnachtsoratorium hat Chailly gemeinsam mit dem Dresdner Kammerchor unter Jörg Genslein aufgenommen.

Eine großartige Interpretation, "mit Finesse, Fluss und festlichem Elan", so der Daily Telegraph aus London. Besonderen Dank erntete Chailly für die Matthäus Passion, die er mit dem Thomanerchor Leipzig unter Christoph Biller und dem Tölzer Knabenchor unter Gerhard Schmidt-Gaden aufnahm. "Hier ist alles Licht", so Die Welt, "ein denkwürdiger Tod in der Mittagssonne, anrührend und tröstlich zugleich." Kurz: Wer diese Edition erwirbt, der erhält einen ganzen Kosmos hochgelobter Bach-Interpretationen. 


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16.03.2017
Diverse Künstler

Prächtige Jubiläumsedition – Wiener Philharmoniker feiern 175. Geburtstag

Sie gelten als das Wahrzeichen der europäischen Musiktradition schlechthin. Jetzt feiern die Wiener Philharmoniker ihren 175. Geburtstag. Deutsche Grammophon krönt den Jubeltag mit einer limitierten Deluxe-Edition.

Diverse Künstler, Prächtige Jubiläumsedition – Wiener Philharmoniker feiern 175. Geburtstag © Deutsche Grammophon

Als Otto Nicolai am 28. März 1842 den Taktstock hob, um den ersten Konzertabend der Wiener Philharmoniker zu eröffnen, ahnte wohl niemand, was aus diesem Orchester einmal werden würde. Heute blicken die Wiener Philharmoniker auf eine bewegte, 175 Jahre währende Historie zurück.

Triumphale Geschichte: Die Wiener Philharmoniker

Die musikalischen Zeichen standen von Beginn an gut. Schon Johannes Brahms verneigte sich vor dem Orchester, dem er sich freundschaftlich verbunden fühlte. Richard Wagner lobte die Wiener Philharmoniker als eines der vorzüglichsten Orchester überhaupt, und Richard Strauss prägte das legendäre Bonmot: "Die Philharmoniker preisen heißt Geigen nach Wien tragen." Der spätromantische Komponist wusste, wovon er sprach. Er arbeitete jahrelang mit dem Orchester zusammen.    

Witz, Charme und ein sympathisches Augenzwinkern gehören seit jeher zu Wien, wo nicht nur die ernste Muse, sondern auch die Operette blühte. Die Wiener Philharmoniker trugen entscheidend dazu bei. Den Gründungsimpuls des Orchesters bildeten jedoch romantische Motive. Otto Nicolai versammelte hervorragend ausgebildete Musiker seiner Zeit, um die Sinfonien Ludwig van Beethovens aufzuführen.

Das Beste vom Besten: Klassik, Romantik und die leichte Muse

Bis heute verströmen die Wiener Philharmoniker diese besondere romantische Stimmung, die sich mit den tänzerischen Stilelementen eines Haydn oder Mozart auf geheimnisvolle Weise verbindet. Der voluminöse, sinnliche Klang des Orchesters eignet sich hervorragend für gefühlsstarke, romantische und spätromantische Kompositionskunst. Deshalb ist es nur zu begrüßen, dass die jetzt erschienene Jubiläumsedition einen reichen Schatz romantischer Orchesterwerke enthält.

Das Spektrum reicht von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Smetana und Tschaikowski bis hin zu Wagner, Bruckner, Dvořák, Mahler und Richard Strauss. Haydn und Mozart sind in der Jubiläumsausgabe selbstredend auch enthalten. Besonders eindringlich: die Aufnahmen der beiden Haydn-Sinfonien Nr. 88 und 92 von Leonard Bernstein. Als Kultaufnahme gilt Mozarts Requiem in der Einspielung Herbert von Karajans. Auch diese Interpretation ist in der Sammlung vertreten.

Nicht minder ergreifend: Mozarts "Eine kleine Nachtmusik" in der wundersam schwebenden Aufnahme von James Levine. Zahllose weitere Aufnahmeklassiker säumen die Ausgabe, die mit Schönbergs Gurre-Liedern (Abbado), Elgars Enigma Variations und Chabriers Suite pastorale (Gardiner) auch seltener in Augenschein genommene Perlen der Wiener Philharmoniker birgt. Daneben: Klassiker der leichten Muse, wie die Walzer von Johann Strauss (Böhm) oder Lehárs fulminante Operette "Die lustige Witwe" (Gardiner).     

Fantastische Beigaben: Fotos, Archivalien und informative Texte

"Wiener Philharmoniker – 175th Anniversary Edition" umfasst summa summarum 44 CDs. Hinzu kommt eine Bonus-DVD. Hier kann man das berühmte Neujahrskonzert aus dem Jahre 1989 mit Carlos Kleiber am Pult erleben. Neben dem reichhaltigen musikalischen Schatz, der einen Aufnahmezeitraum von 1951–2004 umspannt, besticht die limitierte Deluxe-Edition durch ihr edles Design und die vielen wunderbaren Beigaben, die sie enthält. Die CD-Hüllen sind dem Cover-Design der Ersterscheinungen nachempfunden.

Die seltenen Fotografien im Booklet lassen das Sammlerherz höherschlagen. Auf informationshungrige Hörerinnen und Hörer wartet faszinierendes Material. So findet sich das erste Foto der Wiener Philharmoniker überhaupt im Booklet abgedruckt. Die kurzweiligen Essays von Silvia Kargl und Richard Evidon bieten ausgezeichnete Einführungen in die Geschichte und das Schaffen des Orchesters. Kurz: Der Geburtstag der Wiener Philharmoniker kann kommen. Diese Jubiläumsedition ist ein wunderbares Geschenk.

        


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News

16.03.2017
Diverse Künstler

Grund zum Jubel - Mit dem neuen Album "Jubilate" transportiert der St. Paul's Cathedral Choir pure Freude am Singen

Auf seinem neuen Album widmet sich der renommierte Londoner St. Paul's Cathedral Choir geistlichen und traditionellen Werken ganz unterschiedlicher Epochen und vermittelt die zeitlose Schönheit des mehrstimmigen Gesangs.

Diverse Künstler, Grund zum Jubel - Mit dem neuen Album Jubilate transportiert der St. Paul's Cathedral Choir pure Freude am Singen Ⓒ Decca / Graham Lacdao

Der Chor der bekannten Londoner Bischofskirche St. Paul's wurde bereits vor 900 Jahren gegründet und gehört weltweit zu den renommiertesten Kirchenchören. Unter der musikalischen Leitung von Andrew Carwood umfasst der St. Paul’s Cathedral Choir heute die hellen Sopranstimmen von 30 Chorknaben und die exzellenten Gesangskünste von 20 erwachsenen, professionellen Sängern. Im daraus entstehenden reichen, stimmlichen Spektrum können alle Farben zur Geltung kommen, die der Musik innewohnen.

Ansteckende Begeisterung

Wenn der St. Paul’s Cathedral Choir gemeinsam mit den Cathedral Choristers of Britain nach dem instrumentalen Intro aus voller Kehle "Zadok the Priest" von Georg Friedrich Händel anstimmt, ist Gänsehaut garantiert. Die Wucht der leidenschaftlichen Begeisterung, mit der die Sänger den Lobgesang präsentieren, den Händel 1727 anlässlich der Krönung des britischen König George II. komponiert hat, ist überwältigend. Die Hymne gibt den Startschuss für über eine Stunde exzellenter Chormusik aus fünf Jahrhunderten.

Reise durch die Jahrhunderte

Wenngleich die Werke in ganz unterschiedlichen Epochen und historischen Kontexten entstanden sind, eint die ausgewählten Kompositionen der emotionale Gehalt, den sie transportieren. Der St. Paul’s Cathedral Choir stellt sich in den Aufnahmen als sensibler und wendiger vokaler Klangkörper unter Beweis und präsentiert sich als ausdrucksstarkes musikalisches Sprachrohr der anspruchsvollen Texte. Die puristische Klangschönheit des "Salvator mundi" von 1575 aus der Feder von Thomas Tallis öffnet als eines der frühesten Werke auf dem Album "Jubilate" den Raum für eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte, auf der sich in Kompositionen von Henry Purcell und Ralph Vaughan Williams bis hin zu Maurice Greene, Hubert Parry, Howard Goodall und Paul Mealor das weite musikalische Feld geistlicher und weltlicher Traditionen offenbart und sich klangliche Einblicke in die feierlichen Zeremonien der britischen Monarchie erschließen.

Mehrstimmigkeit und solistische Glanzstücke

Mit Werken wie "O God thou art my God" aus dem Jahr 1680 von Henry Purcell, "Hear my prayer" von Felix Mendelssohn-Bartholdy von 1844, die Motette "Greater Love Hath No Man" aus dem Jahr 1912 von John Ireland umspannt der St. Paul’s Cathedral Choir mühelos mehrere Jahrhunderte und lässt diese in der Musik zugleich durch die zeitlose Schönheit der Vielstimmigkeit miteinander verschmelzen. Balfour Gardiners "Evening Hymn" ist ein romantisch-üppiges, harmonisch dichtes Werk und gilt als Klassiker des englischen Chorrepertoires. In Felix Mendelssohn-Bartholdys "O for the Wings of a Dove" und John Rutters Arrangement eines gälischen Segens leuchten darüber hinaus die Stimmen von Nathaniel Morley und Aled Jones in solistischem Glanz.

Mit dem Fokus des Albums auf britische Komponisten von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Musikern des 21. Jahrhunderts, zeichnet der St. Paul’s Cathedral Choir ein authentisches und komplexes musikalisches Porträt der britischen Chorgeschichte.

 


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