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Joep Beving, Sanfte Klänge – Signiertes Album von Joep Beving zu gewinnen
Joep Beving

Sanfte Klänge – Signiertes Album von Joep Beving zu gewinnen

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24.05.2017

Gitarrist der Extraklasse – Sämtliche Solo-Aufnahmen von Narciso Yepes

Narciso Yepes war einer der imponierendsten Gitarren-Virtuosen des 20. Jahrhunderts. Jetzt erscheinen seine gefeierten Solo-Aufnahmen für Deutsche Grammophon in einer attraktiven Gesamtedition.

Narciso Yepes, Gitarrist der Extraklasse – Sämtliche Solo-Aufnahmen von Narciso Yepes © Clive Barda / DG

Narciso Yepes war ein Mann der leisen Töne. Obgleich von bestechender Virtuosität, hat der spanische Ausnahmegittarist nie einen Starkult um sich gemacht.

 Feinsinniger Künstler: Narciso Yepes (1927–1997)

Dabei hätte er allen Grund gehabt, sich für etwas Besseres zu halten. Aber Yepes wollte einzig und allein durch sein Gitarrenspiel beeindrucken. Ihm widmete der 1927 im Südosten Spaniens nahe Lorca geborene Musiker sein Leben. Unermüdlich übte er Gitarre, ließ keine Zeit verstreichen, die nicht seinem Instrument geweiht war, und erarbeitete sich im Laufe der Jahrzehnte ein beeindruckend reichhaltiges Repertoire. Yepes war mit bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts bekannt.

Genies wie Leo Brouwer, Ernesto Halffter oder Joaquín Rodrigo komponierten Werke für den spanischen Gitarristen. Dadurch besaß Yepes eine intime Nähe zum Repertoire des 20. Jahrhunderts, dessen poetische Qualität er mit seinem feinfühligen Spiel eindrucksvoll zur Geltung brachte. Als Liebhaber der Tradition grub sich Narciso Yepes aber auch weit in die Geschichte zurück, interpretierte bekannte und unbekannte Größen der Renaissance und des Barock und drang tief in die sich rasant entwickelnden Klangwelten des 18. und 19. Jahrhunderts ein.    

Beeindruckendes Repertoire: Von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert

Addiert man hierzu noch seine eigenen Kompositionen für den Film, sein Interesse am Flamenco und anderen musikalischen Erscheinungen seiner spanischen Heimat, dann ergibt sich ein erstaunlich breites Interessengebiet. Narciso Yepes hat keine Klangnuance ausgelassen, die sich auf der klassischen Gitarre realisieren lässt. Sein zehnsaitiges Instrument, das er gemeinsam mit dem renommierten Gitarrenbauer José Ramírez entwickelte und seit 1964 spielte, bot ihm zusätzliche Möglichkeiten der Virtuosität und Klangerweiterung.

Entsprechend vielfarbig sind seine Aufnahmen. Jede einzelne von ihnen ist ein unvergessliches Hör-Erlebnis. Konsumiert man sie jedoch in der Summe, dann breitet sich eine Farbenpracht aus, die schier überwältigend ist. Wer in diesen ästhetischen Hochgenuss kommen möchte, dem bietet sich jetzt eine ausgezeichnete Gelegenheit. Deutsche Grammophon hat soeben eine Edition auf den Markt gebracht, die erstmals sämtliche Solo-Aufnahmen zusammenführt, die Narciso Yepes für das Gelblabel getätigt hat.    

Unterhaltsames Booklet: Abgerundete Gesamtausgabe

 "Narciso Yepes: The Complete Solo Recordings on Deutsche Grammphon" umfasst 20 CDs, darunter etliche Aufnahmen, die erstmals in digitaler Gestalt erscheinen. So zum Beispiel Yepes' gestochen scharfe Lauten-Interpretation von Bachs Präludium, Fuge und Allegro in Es-Dur (BWV 998), Mauro Giulianis sanft und fließend vorgetragene Sonatine in D-Dur (op. 71, Nr. 3) sowie Francisco Tárregas melancholisch anmutendes Prelude in d-Moll. Daneben: Die ganze Fülle der brillanten Yepesschen Gitarrenkunst während der Jahre 1967 bis 1989, mit Repertoire aus mehr als fünf Jahrhunderten. Über 50 Komponisten bietet diese Edition auf!

Damit bezeugt sie nicht nur das beeindruckend vielfältige Gitarrenspiel von Narciso Yepes, sondern bietet darüber hinaus auch einen ausgezeichneten Überblick über die klassische Gitarrenliteratur insgesamt. Daran finden auch Laien, die sich gerade erst mit Gitarrenmusik zu beschäftigen beginnen, ihre Freude, zumal das unterhaltsame Booklet mit dem glänzenden Essay von Gitarrenspezialist Graham Wade einen leichten Einstieg in die Materie ermöglicht. Ergreifend überdies: die Fotos des Gitarristen, die seinen künstlerischen Ernst einfangen. Ein grafischer Genuss: die CD-Hüllen, die den Covern der Ersterscheinungen nachempfunden sind.


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24.05.2017
Diverse Künstler

Glücksmomente der Opernwelt - Die Deutsche Grammophon veröffentlicht drei unvergessliche Aufnahmen in bester Tonqualität

Legendäre alte Aufnahmen von Carlos Kleiber, Karl Böhm und Leonard Bernstein, gepaart mit modernster Tonqualität - der Deutschen Grammophon gelingt damit ein formvollendeter Spagat.

Diverse Künstler, Glücksmomente der Opernwelt - Die Deutsche Grammophon veröffentlicht drei unvergessliche Aufnahmen in bester Tonqualität © DG

Die drei Alben, die am 26. Mai  im hochwertigen Hardback-Gewand und 24-bit / 96KHz Qualität beim gelben Label erscheinen, präsentieren Aufnahmen, die seit ihrer Entstehung in die Musikgeschichte eingegangen sind. Unvergessen sind die musikalischen und emotionalen Höhenflüge, die den drei großen Dirigenten mit den Einspielungen von drei der beliebtesten Opern aller Zeiten gelungen sind. Carlos Kleiber stand genau vor 40 Jahren für die Produktion von Giuseppe Verdis "La Traviata" am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Karl Böhm dirigierte 1966 bei den Bayreuther Festspielen Richard Wagners "Tristan und Isolde". Das Doppelalbum gewährt auch einen spannenden Einblick hinter die Kulissen, denn es enthält neben der Musik 30 Minuten exklusive Eindrücke der intensiven Probenarbeit mit Karl Böhm. Die Aufnahme der Wiener Philharmoniker von Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio" ist 1978 unter der Leitung von Leonard Bernstein live an der Wiener Staatsoper entstanden.
Alle Editionen enthalten zusätzlich Aufsätze, Fotos und die vollständigen Libretti der Opern und werden damit zu umfangreichen Zeugnissen des ursprünglichen musikalischen Materials und der künstlerischen Auseinandersetzung.

Fantastische Sänger

So exzellent wie die Orchester und ihre Dirigenten, sind auch die Gesangssolisten, die auf den Alben zu hören sind. Die rumänische Sopranistin Ileana Cotrubas gehört zu den bekanntesten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. In der Aufnahme mit Carlos Kleiber brilliert sie als hochdramatische Violetta Valery an der Seite eines dynamischen Plácido Domingo, der rundherum als Alfredo überzeugen kann. Der Bayerische Staatsopernchor interpretiert Verdis klangvolle Chorpartien mit vielstimmiger Wucht. In der Wagner-Oper "Tristan und Isolde" glänzen Wolfgang Windgassen und Birgit Nilsson in den Titelpartien, Christa Ludwig ist als Brangäne ganz in ihrem Element und Peter Schreier gibt als junger Seemann in dieser Produktion sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Auch in der Aufnahme von Ludwig van Beethovens einziger Oper "Fidelio" besteht die Riege der Solisten mit Hans Sotin, René Kollo, Gundula Janowitz, Lucia Popp und Dietrich-Fischer Dieskau aus fantastischen Sängern, die unter der Leitung von Leonard Bernstein all ihre stimmlichen Vorzüge zur Geltung bringen können.

In der perfekten 24-bit / 96KHz Qualität, mit der die Deutsche Grammophon die Aufnahmen akustisch auf Hochglanz poliert hat, kann jede Nuance der musikalischen Ausdruckskraft erstrahlen. Darüber hinaus verlockt der HD Digital Download dazu, die Alben auch unterwegs auf jedem Medium abzuspielen. 


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10.05.2017
Diverse Künstler

Vielstimmige Nordlichter - Cantus hat mit dem Album "Northern Lights" ein berührendes Chorerlebnis geschaffen

Der norwegische Frauenchor Cantus offenbart auf seinem neuen Album "Northern Lights" mit traditioneller skandinavischer Musik die pure Schönheit der menschlichen Stimme.

Diverse Künstler, Vielstimmige Nordlichter - Cantus hat mit dem Album Northern Lights ein berührendes Chorerlebnis geschaffen © Decca Black

Mit dem Song "Vuelie" für den Soundtrack zum Disneyfilm "Frozen" ist der norwegische Frauenchor Cantus zum ersten Mal vor einem breiten Publikum in Erscheinung getreten und faszinierte mit seiner glasklaren Intonation und der sphärischen Klangschönheit der hellen Stimmen. Das neue Album "Northern Lights" knüpft an den Erfolg an und zeigt ein weites Spektrum der stimmlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Ensembles. Die ausgewählte Musik schmeckt nach Weite und Einsamkeit Norwegens und trägt zugleich Frieden und Entspannung in sich. Beim Hören fühlt man sich sofort in eine andere Welt versetzt und taucht in ein außergewöhnliches Klangerlebnis ein.

30 Jahre Klanggestaltung

Cantus wurde 1986 gegründet und besteht aus 30 ganz unterschiedlichen Frauen zwischen 20 und 40 aus dem norwegischen Trondheim, die in ihrer freien Zeit die große Leidenschaft fürs Singen eint. Unter der Leitung von Tove Ramlo-Ystad kommen Studentinnen, Krankenschwestern, Feuerwehrfrauen, Lehrerinnen und Architektinnen zusammen, um sich intensiv der Musik zu widmen und Konzerte in traditionellen skandinavischen Kostümen zu geben. Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend und in jeder Hinsicht hochprofessionell. So verwundert es nicht, dass sich der erfolgreiche Crossover-Spezialist Jon Cohen dem musikalischen Projekt angenommen hat, um mit "Northern Lights" für Decca ein ausdrucksstarkes Album aufzunehmen und zu produzieren, das die musikalische Identität des Vokalensembles transportiert.

Musikalische Zeitreise

Der Song "Vuelie" von Frode Fjellheim darf auf dem neuen Album "Northern Lights" natürlich nicht fehlen, er ist seit 2013 für den Chor sozusagen zu einer musikalischen Visitenkarte geworden. Zwölf Titel, bestehend aus traditioneller norwegischer Volksmusik und zeitgenössischen skandinavischen Kompositionen, verbinden sich auf dem Album zu einem komplexen, musikalischen Porträt der spezifischen und ganz eigenen Klangwelt, die Cantus kreiert. Im Mittelpunkt steht dabei immer die pure und ungekünstelte Klangschönheit der Frauenstimmen, die in all ihren Schattierungen und Färbungen wunderbar miteinander harmonieren und sich wie in einem Kaleidoskop der Töne zu immer wieder neuen Klangbildern zusammen fügen. Ob mit geistlichen Werken wie einem "Dona Nobis Pacem" oder einem "Kyrie" oder ganz ursprünglichen traditionellen norwegischen Kompositionen wie "Njoktje" oder "Mu Vaibmu" - die hellen Stimmen von Cantus tanzen und flirren wie Nordlichter mit schwereloser Leichtigkeit.

 


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04.05.2017
Andris Nelsons

Magisch – Andris Nelsons interpretiert Bruckner

Der lettische Ausnahmedirigent Andris Nelsons gehört zu "den internationalen Top-Stars der Szene" (Der Spiegel). Jetzt legt der junge Maestro ein fulminantes Bruckner-Album mit dem Gewandhausorchester Leipzig vor.

Andris Nelsons, Magisch – Andris Nelsons interpretiert Bruckner © Marco Borggreve

Es ist ein Auftakt nach Maß. Verheißungsvoller hätte es jedenfalls nicht kommen können. Der designierte Gewandhauskapellmeister und zweimalige Grammy-Preisträger Andris Nelsons gibt mit seiner ersten Live-Aufnahme aus dem Gewandhaus schon jetzt die Richtung vor, die das berühmte Leipziger Orchester unter seiner Leitung einschlagen wird.

Verheißungsvoll: Andris Nelsons in Leipzig

Dabei drängt sich bereits eine Prognose auf: Andris Nelsons passt nach Leipzig. Seine Berufung auf den begehrten Posten des Gewandhauskapellmeisters war wahrscheinlich ein Geniestreich. Das Publikum darf sich jedenfalls auf eine spannende Zeit freuen, wenn der lettische Dirigent im kommenden Jahr das bedeutende Amt in Leipzig antreten wird. Doch langsam: Woher kann man das jetzt schon wissen?

Woher rührt die Ahnung, dass der junge Lette ein würdiger Nachfolger des großen Riccardo Chailly sein wird? Es ist die außerordentlich hohe Qualität seines neuen Albums. "Anton Bruckner: Symphony No. 3" wirkt wie eine Versprechung. Es ist, als wollte Andris Nelsons mit dieser Veröffentlichung sagen: So machen wir das hier. Wir werden den dunklen, noblen Klang dieses Orchesters sorgsam weiterpflegen.

Große Tradition: Das Gewandhausorchester

Zugleich werden wir in die Tiefe gehen, werden noch weiter graben nach verborgenen Klangschönheiten, die das romantische Erbe für alle Geduldigen und leidenschaftlich Suchenden bereithält. Und wo, wenn nicht in Leipzig, wäre eine solche Archäologie vergangener Klangwelten besser aufgehoben? Das Traditionsorchester, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1479 zurückreichen, steht mit den größten Namen der europäischen Musikkultur in Verbindung.

Genies wie Beethoven, Schumann, Schubert, Mendelssohn, Bruckner oder Wagner feierten hier Uraufführungen ihrer Werke. Das Gewandhausorchester trägt die Überlieferung mit sich. Wenn man diesen Klangkörper hört, dann nimmt man Tuchfühlung mit den größten Komponisten der Geschichte auf. Das weiß auch Andris Nelsons, der das gediegene Flair des Orchesters liebt. Zugleich ist der lettische Dirigent alles andere als ein altmodischer Nostalgiker.

Klangekstasen: Bruckner und Wagner

Nelsons möchte die romantische Tradition am Leben erhalten. Er ist überzeugt davon, dass sie zu uns, den Menschen des 21. Jahrhunderts, spricht. Das gilt im besonderen Maße für Bruckner, der im Gefolge Wagners eine ganz eigene, visionäre Tonsprache entwickelt hat. Bruckner ist hochmodern. Ihn "beschäftigten dieselben existenziellen Fragen und Zweifel wie uns alle", so Andris Nelsons, "und darum hat uns seine Musik gerade heute so viel zu sagen. Sein Glaube und seine innere Stärke spiegeln sich überall in seiner Musik."

Nelsons arbeitet diese erhebende Kraft Bruckners in seinem neuen Album glänzend heraus. Man spürt allenthalben die romantische Leidenschaft, mit der er das Orchester antreibt. Die bisweilen mächtigen, schroffen Klangblöcke Bruckners zeichnen sich klar ab. Aber auch die verletzlichen, lyrischen Nuancen des österreichischen Komponisten kommen ausgezeichnet zur Geltung. Dass Nelsons ein Feingespür für lange Bögen besitzt, zeigt sich schließlich in Wagners Ouvertüre zum Tannhäuser, die sich ebenfalls auf dem neuen Album findet.

Ein Hochgenuss, wie er hier die Spannung bis zum Äußersten treibt. Das macht Lust auf mehr, und die gute Nachricht ist, dass Andris Nelsons in den kommenden Jahren nach und nach sämtliche Sinfonien von Anton Bruckner, kombiniert mit Auszügen aus Wagners Opern, für das Gelblabel aufnehmen wird. Ein faszinierendes Projekt, das sowohl Bruckners eigenwillige Sinfonik als auch seine Prägung durch Richard Wagner erlebbar machen wird. Wie reizvoll dies ist, beweist das neue Album von Andris Nelsons.  


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04.05.2017
Diverse Künstler

Pure Entspannung - Das Album "Peaceful Piano" verströmt Ruhe und Frieden

Die Compilation besteht aus einer exquisiten Auswahl entspannter Klaviermusik, die alle Sorgen vertreibt und unter anderem einige der schönsten Werke der Klavierliteratur des 21. Jahrhunderts präsentiert.

Diverse Künstler, Pure Entspannung - Das Album Peaceful Piano verströmt Ruhe und Frieden © DG

Es ist eine Kunst, gelungene musikalische Sammlungen zu erstellen, die sich zu einem runden Ganzen zusammenfügen und eine Stimmung erzeugen, die über die Summe ihrer musikalischen Einzelteile hinausgeht. Mit "Peaceful Piano" ist Decca eine solche Compilation geglückt. Auf drei Alben und über dreieinhalb Stunden entspannt sich ein weites Spektrum musikalischer Kostbarkeiten, denen die ganze friedliche Magie der Tastenwelt innewohnt. Berühmte Meisterwerke verschiedener Epochen gehen Hand in Hand mit neoklassischen Kompositionen von Ludovico Einaudi, Max Richter und Jóhann Jóhannsson sowie mit Arrangements beliebter Soundtracks und ruhigen Chillout-Klängen.

Große Komponisten - überzeugende Solisten

Ob man sich einfach nur entspannt zurücklehnen möchte, oder nach der passenden Atmosphäre sucht, um sich gut konzentrieren zu können - in der Klangwelt dieser musikalischen Sammlung ist man dabei bestens aufgehoben. Jedes der drei Alben kombiniert Werke verschiedener Epochen und lädt die Ohren auf einen entspannten Spaziergang ein, auf dem man stilsicheren Interpretationen vieler renommierter Künstler begegnet. Pascal Rogé zündet mit Claude Debussys Clair de lune aus der Suite bergamasque viele kleine Lichter an und Maria João Pires lässt in Frédéric Chopins Nocturne Nr.2 in Es-Dur Op.9 Nr.2 die Töne mit feiner Virtuosität im Dreivierteltakt tanzen. Ludwig van Beethovens Adagio sostenuto aus der Klaviersonate Nr.14 cis-Moll, Op.27 Nr.2, der "Mondschein-Sonate", leuchtet unter den Händen von Vladimir Ashkenazy, Mitsuko Uchida interpretiert, begleitet vom Cleveland Orchestra, mit großer Zärtlichkeit den zweiten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nr.20 in d-Moll K.466 und Jean-Yves Thibaudet widmet sich mit berührender Innigkeit Eric Saties Gnossienne Nr.1.

Friedliche Klänge im Hier und Jetzt

Werke des 21. Jahrhunderts bauen eine Brücke ins Hier und Jetzt und zeigen, dass die beruhigende Kraft der Musik von zeitloser Schönheit ist. Ludovico Einaudi schafft mit Eigenkompositionen wie "Nuvole Bianche" und "I Giorni" den Raum für innere Einkehr. Filmmusiktitel wie "Any Other Name" aus "American Beauty" von Thomas Newman oder "Truman Sleeps" aus dem Film "The Truman Show" von Philip Glass, gespielt von Valentina Lisitsa, lassen eine Fülle harmonischer innerer Bilder entstehen. Max Richters Miniatur "Written On The Sky" dauert nur etwas mehr als anderthalb Minuten und öffnet doch den Horizont, "Vladimir's Blues" transportiert die betörende Wirkung seiner minimalistischen Ausdruckskraft. Ähnlich sparsam sind die musikalischen Gesten, die Lambert für "Stay in the dark" wählt. Mit ihrer sanften Konzentration verströmt die Musik jedoch eine besonders berührende Emotionalität.

"Peaceful Piano" ist eine Wohltat für Herz und Seele und für jeden Liebhaber hochwertiger und entspannter Klaviermusik in all ihren zarten Facetten.

 


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04.05.2017
Ólafur Arnalds

Filme sind mehr als Bilder und Dialog – Olafur Arnalds neues Soundtrack-Album "Broadchurch – The Final Chapter"

Kürzlich ist im britischen Fernsehen die dritte und letzte Staffel der Kult-TV-Krimiserie "Broadchurch" gestartet. Arnalds Filmmusik zieht die Hörer mit eindringlichen und schönen Streichern in ihren Bann.

Ólafur Arnalds, Filme sind mehr als Bilder und Dialog – Olafur Arnalds neues Soundtrack-Album Broadchurch – The Final Chapter © Mercury Classics / Marino Thorlacius

Im heutigen multimedialen Zeitalter noch von einem "Straßenfeger" zu sprechen – also von einer TV-Sendung, die einfach alle anschauen und deshalb zu Hause bleiben – klingt merkwürdig, allemal beim überlaufenen Krimi-Genre. Umso verblüffender, dass die britische Krimiserie "Broadchurch" in ihrer ersten Staffel in England eine Einschaltquote von über 30 Prozent hatte, durchschnittlich saßen gut neun Millionen vor dem Fernseher.

Die Serie mit den gefeierten Schauspielern David Tennant und Olivia Coleman wurde an 135 Länder lizensiert. In Deutschland liefen die ersten beiden Staffeln sonntags abends im ZDF, ebenfalls vor einem Millionenpublikum. "Broadchurch" gehöre "mit zum Besten, das in Sachen Fernsehen in den letzten fünf Jahren von der britischen Insel kam", bekräftigte das Magazin Filmfutter.de den Konsens. Im Februar ist nun die dritte und letzte Staffel des Dramas in England angelaufen. Die Medien sprachen bereits von einem "neuen ernsthaften Fall nationalen Broadchurch-Fiebers" (The Independent).

Olafur Arnalds elegischer Filmscore spielt eine Hauptrolle in "Broadchurch"

"Filme sind mehr als Bilder und Dialog", meint der Regisseur Christopher Nolan ("Interstellar"), dessen Scores stellenweise die Stimmen der Schauspieler übertönen. Dass die Musik zu einer Fernsehserie einmal wirklich so erfolgreich würde, konnte man sich bisher aber noch nicht vorstellen. Anders als im Kino, galten TV-Soundtracks immer als günstige, am Computer produzierte B-Ware, die Aufnahme echter Instrumente als Budgetsprenger. Mit dem Erfolg der neuen "Box-Set"-Telenovelas sind einige ihrer Filmmusiken ans Hollywood-Format herangekommen. Die schottischen Post-Rocker Mogwai erreichten mit ihrem Soundtrack des französischen Sci-Fi-Dramas "The Returned" ein neues Publikum. Die Serie "Black Mirror" engagierte den Komponisten Max Richter wie auch Geoff Barrow von Portishead.

Klangteppich auf dem roten Teppich

Die Musik von "Broadchurch" führte Arnalds bereits auf der Bühne des Londoner Barbican Centres auf. Gut 13 Millionen Mal wurde sie gestreamt, und sie ist mit dem bedeutenden britischen Filmpreis BAFTA ausgezeichnet worden.

Vor dem Beginn der Produktion besuchte der Isländer ein Dorf in Dorset, das als Vorlage von "Broadchurch" diente, und fing dort die Atmosphäre des Seeküstenortes ein. Seinen Score mit Klassik-Elementen und Ambient-Effekten nahm der 30-Jährige live in einer Kirche in Reykjavik auf. "Egal wie toll die Streicher moderner Soundbibliotheken heute klingen, es fehlt dort das Menschliche" sagte Arnalds dem Independent.

Ein Albumsong vereint Arnalds erneut mit dem Sänger Arnor Dan

Im April erschien vorab zum neuen Album das poppige, getragene Stück "Take My Leave On You", gesungen vom isländischen Indie-Rock-Star Arnor Dan. Das Publikum kennt ihn bereits vom Abspann-Song "So Close" der ersten Staffel. Nachdem die ersten beiden "Broadchurch"-Alben viel Tempo gemacht haben, den Hörer in Passagen direkt anspringen (Arnalds begann seine Karriere als Musiker in verschiedenen Heavy Metal-Bands), wird die Spannung in Teil 3 subtiler, untergründiger: Man sieht förmlich das Panorama der Küste Süd-West-Englands vor sich. Harmonische Ruhepole und Meeresrauschen münden in einige wenige kurze Tonschritte, unwillkürlich verstrickt es sich alles dann ins Schicksalshafte...

Obwohl Arnalds melancholische, ominöse Musik "in der DNA von "Broadchurch" ist", stehe sie als eigene Erzählung für sich", sagt der "Broadchurch"-Schöpfer Chris Chibnall, der von Anfang an mit Arnalds arbeitete, nachdem ihn seine Musik schon beim Entwurf des Drehbuchs inspirierte. Seit seinem Debütalbum "Eulogy for Evolution" (2007) hat sich Olafur Arnalds international eine Fanbase aufgebaut. Zuletzt ist das Album "Island Songs" des Multi-Instrumentalisten und Produzenten erschienen. Sein neuer Score sei unaufdringlich und suggeriere nicht, was man empfinden soll, meint die Radio-Times. Arnalds jüngstes Oeuvre erzielt auch als eigenständige Kompositionen seine Wirkung.   


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20.04.2017
Diverse Künstler

Fest der Giganten - Mit "Conductors & Orchestras" präsentiert die Deutsche Grammophon eine spannende neue Serie

Große Dirigenten wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Pierre Boulez haben am Pult der besten Orchester einzigartige Klangerlebnisse hinterlassen. Die Serie "Conductors & Orchestras" präsentiert die Dreamteams der Klassikszene.

Diverse Künstler, Fest der Giganten - Mit Conductors & Orchestras präsentiert die Deutsche Grammophon eine spannende neue Serie © DG

Leonard Bernstein und die Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado und das Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez und das Cleveland Orchestra - diese Verbindungen stehen für legendäre musikalische Partnerschaften, die sowohl die künstlerischen Laufbahnen der Dirigenten als auch die klassische Musikwelt geprägt haben. Die Edition "Conductors & Orchestras" stellt die Beziehungen ausgewählter Dirigenten und Orchester musikalisch mit einer exquisiten Sammlung unvergesslicher Aufnahmen vor.

Bernstein in Wien

Auf acht CDs kann man Leonard Bernsteins schönste Aufnahmen am Pult der Wiener Philharmoniker erleben. Angefangen mit der klassischen, höfischen Eleganz und Anmut, die Joseph Haydn Ende des 18. Jahrhunderts in seine späten Sinfonien Nr. 88, 92 und 94 komponiert hat, über Mozarts Sinfonie Nr. 40, in der Leonard Bernstein die ganze Tragik und berührende Traurigkeit zum Leben erweckt, die in der Partitur steckt, strotzen die Wiener Philharmoniker in der Nr. 41, der "Jupiter-Sinfonie" hingegen vor herrlicher Lebenskraft. Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 wird unter Bernsteins Dirigat zu einer emotionalen Seelenschau, Robert Schumanns Cellokonzert gerät im Zusammenspiel mit Mischa Maisky zu einem romantischen Fest für die Sinne. In den großen Sinfonien von Anton Bruckners, Gustav Mahler, Dmitri Schostakowitsch und Jean Sibelius bringt Leonard Bernstein die ganze Palette orchestraler Ausdruckskraft zum Klingen und hat in den Wiener Philharmonikern dabei einen kongenialen Partner gefunden.

Karajan in Berlin

Auf weiteren acht Alben kann man Herbert von Karajan ganz in seinem Element erleben. Als einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts wurde er 1955 der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und hat das Orchester als exzellenten Klangkörper geprägt. Die Aufnahmen geben einen Überblick über die unzähligen, vielseitigen Mitschnitte, die in mehr als drei Jahrzehnten künstlerischer Zusammenarbeit entstanden sind. In Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 und seine Coriolan Ouvertüre, Arthur Honeggers Sinfonien Nr. 2 und 3, Stravinskys Konzert in D-Dur und Tondichtungen von Richard Strauss, wie "Also Sprach Zarathustra", "Till Eulenspiegel", "Don Juan", "Tanz der sieben Schleier" offenbart sich die immense klangliche Intensität, die der österreichische Dirigent gemeinsam mit dem Orchester entfalten konnte. Auf dem Album "Opera Intermezzi" mit Musik von Cilea, Giordano, Leoncavallo, Mascagni und Massenet kommt darüber hinaus Herbert von Karajans Leidenschaft für die Oper zum Ausdruck.

Abbado in Chicago

Claudio Abbado und das Chicago Symphony Orchestra verbindet eine besonders innige künstlerische Beziehung. 1982 wurde der italienische Dirigent Erster Gastdirigent des Chicago Symphony Orchestra. In den gemeinsamen Aufnahmen kann man Claudio und Abbado unter anderem mit hervorragenden Solisten erleben: Maurizio Pollini hat Belà Bartoks Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 eingespielt und der israelische Geiger Shlomo Mintz lässt die Violinkonzerte von Sergej Prokofiev, Max Bruch und Felix Mendelssohn-Bartholdy leuchten. Mit der "Symphonie Fantastique" von Hector Berlioz und Gustav Mahlers Sinfonien Nr. 1, 2 und 5 kann man beim Hören in ganz unterschiedliche orchestrale Klangwelten eintauchen.

Boulez in Cleveland

Pierre Boulez gehörte ab Mitte der 1950er Jahre als Komponist und Dirigent zur Crème de la Crème der musikalischen Avantgarde. So sind auch seine Aufnahmen mit dem Cleveland Orchestra vom frischen Geist geprägt und sprudeln über vor Inspiration und Aufbruchsstimmung. Mit Werken wie Claude Debussys sinfonischen Dichtungen "Images", "Printemps", "Prélude à l’après-midi d’un faune", mit "Et Exspecto", "Chronochromie", "La Ville d’en haut" von Olivier Messiaen und in Maurice Ravels "Shéhérezade", "Le Tombeau de Couperin" und "Pavane", kreiert Pierre Boulez gemeinsam mit dem amerikanischen Orchester ein beeindruckendes Spektrum an Farben.


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19.04.2017
Elena Kats-Chernin

Feinsinniger Hochgenuss - Das Album "Unsent Love Letters" von Elena Kats-Chernin und Tamara-Anna Cislowska

Musik ist die Sprache, mit der die Komponistin Elena Kats-Chernin ihre Geschichten erzählt. Ihr neues Album "Unsent Love Letters" dreht sich um die Liebe - und wurde von Liebesbriefen inspiriert, die aus dem Nachlass von Erik Satie stammen.

Elena Kats-Chernin, Feinsinniger Hochgenuss - Das Album Unsent Love Letters von Elena Kats-Chernin und Tamara-Anna Cislowska © Bruria Hammer

Die Komponistin Elena Kats-Chernin und die Pianistin Tamara-Anna Cislowska sind ein eingeschworenes Team, wenn es darum geht, außergewöhnliche musikalische Projekte zu entwickeln, die jede Menge Gefühl transportieren. Elena Kats-Chernin ist einer der bedeutendsten Komponistinnen Australiens und hat nach vielseitigen Studien in Russland, Australien und Deutschland ihre ganz eigene Klangsprache gefunden, die sie in Opernproduktionen, Film- und Ballettmusik, Orchesterkompositionen, Kammermusik und in solistischen Werken zum Ausdruck bringt. Mit dem Album "Unsent Love Letters" bringt die australische Künstlerin die in Briefen festgehaltenen Liebesbotschaften des französischen Komponisten Erik Satie mit ihre eigenen musikalischen Mitteln zum Klingen.

Versierte Tastenkunst

Das differenzierte Spiel, mit dem Tamara-Anna Cislowska die Kompositionen von Elena Kats-Chernin zum Leben erweckt, präsentiert eine Fülle von Klangfarben, die von meditativer Introvertiertheit bis hin zu glühender Intensität reichen. Tamara-Anna Cislowska gehört zu den anerkanntesten Pianistinnen Australiens und hat sich sowohl als Kammermusikpartnerin, als auch als Solistin einen Namen erspielt.

In jedem der 26 Werke offenbart die Pianistin unterschiedliche Nuancen und spielt nach Herzenslust mit der minimalistischen Eleganz von Saties eigener Kompositionskunst und der feinen Poesie, die die Musikerinnen in seinen Briefen aufgespürt haben.

Inspiration und Interpretation

Die kleinformatigen Stücke reihen sich auf dem Album aneinander wie feine Konfiserie und verströmen mal schwelgerische Süße und mal zartbittere Noten, garniert mit leiser Melancholie. Titel wie "Le chat noir", "Eggshell" oder "Maple in the Evening" öffnen den Raum für phantasievolle Bilder, die beim Hören der Musik im Inneren entstehen. "Meditations on Erik Satie" ist der Untertitel des Albums "Unsent Loveletters". Und so reflektiert Kats-Chernins Musik auch ihre Gedanken, die während ihrer Auseinandersetzung mit dem bewegten Leben von Erik Satie entstanden sind, welches von vielen inneren Konflikten geprägt war. Die Kompositionen spiegeln Facetten aus Saties Persönlichkeit wider. Elena Kats-Chernin schafft mit "Unsent Love Letters" eine sehr persönliche künstlerische Annäherung an den bedeutenden Komponistenkollegen Erik Satie.

Farben und Kontraste

Mit dem Album möchte Elena Kats-Chernin unter anderem auch dazu einladen, einmal inne zu halten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieses persönliche Anliegen hat die Komponistin mit ihrer Musik so eindringlich umgesetzt, dass man von der filigranen Klangsprache unmittelbar in den Bann gezogen wird. Die stilistische Prägnanz der Komponistin ist frei von jedem Pathos, sondern wird vor allem durch eine berührende Klarheit geprägt. In der Pianistin Tamara-Anna Cislowska hat Elena Kats-Chernin die perfekte Partnerin gefunden. Man hört, dass die beiden Musikerinnen nicht zum ersten Mal zusammen arbeiten. Mit einem feinen Gespür für dynamische Varianz kreiert Tamara-Anna Cislowska an den Tasten ein Wechselspiel der Farben.

 


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19.04.2017
Diverse Künstler

Faszination der Moderne – Klassiker des 20. Jahrhunderts

Mit 20C haben DG und Decca ein Projekt aufgelegt, das die Faszination der Neuen Musik eindrucksvoll unter Beweis stellt. Jetzt erscheint der bereits spannungsvoll erwartete zweite Teil der limitierten Edition: Klassiker der Jahre 1950–2000.

Diverse Künstler, Faszination der Moderne – Klassiker des 20. Jahrhunderts © DG

Das Interesse an Neuer Musik hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Den Vorreitern des 20. Jahrhunderts wird allmählich die Anerkennung zuteil, die ihnen gebührt.

Großes Publikum: Neue Musik kommt an

Hatte die Neue Musik traditionell eher einen schweren Stand in der Öffentlichkeit, so erreichen ihre Innovationen jetzt zusehends das Publikum. Immer mehr Menschen öffnen sich für neuartige Klanggebilde. Sie genießen es, in Gefilde vorzudringen, die sie noch nie zuvor betreten haben. So wie sie fremde Länder bereisen und sich von den dort herrschenden Sitten und Gebräuchen faszinieren lassen, so neugierig und offenherzig widmen sie sich der jüngeren Musik. Es muss nicht immer Dur und Moll sein. Es kann auch etwas vollkommen Neues sein.

Außerdem ist in der modernen Musik genug Tonalität verblieben, um sich als Laie zurechtzufinden. Für Unterhaltung sorgt die übersichtlich gestaltete 20C-Edition. Schon im ersten Teil der Ausgabe, der im Vorjahr erschien und die Jahre 1900 bis 1949 behandelte, war für jeden etwas dabei: für die Romantiker Gustav Mahler oder Richard Strauss, für die Experimentierfreudigeren John Cage oder Charles Ives und für die Liebhaber mitreißender Bühnenmusik Kurt Weills Dreigroschenoper mit Welthits wie der "Moritat" von Mackie Messer.

Einmaliger Überblick: Maßgebliche Komponisten des 20. Jahrhunderts

Kein Wunder, dass schon der erste Teil von 20C viel Anklang beim Publikum fand. Deshalb wird der zweite Teil der Edition auch schon mit Hochspannung erwartet. Jetzt ist es soweit. Der zweite Teil ist erschienen, und er entfaltet ein musikalisches Universum, das absolut elektrisierend ist. "20C – Shaping the Century, Volume II" umfasst 26 Tonträger. Jedes Album präsentiert einen großen Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Je fünf Komponisten stehen für ein Jahrzehnt.

Da es sich bei sämtlichen Komponisten der Ausgabe um unbestrittene Größen der Avantgarde handelt, wird man auf diese Weise nicht nur mit qualitativ hochwertiger Musik bedient, sondern erhält darüber hinaus auch einen glänzenden Überblick. Das breite Klangspektrum während der Jahre 1950 bis 2000 dürfte sowohl für Laien als auch für Fachleute interessant sein. Dem Laien wird mit der Edition ein unterhaltsamer Einstieg ermöglicht, und Fachleute können hier ihr gewachsenes Wissen vertiefen.

Breites Klangspektrum: Von Bernsteins „West Side Story“ bis zu Rihms „Jagden und Formen“

Als Kurator konnte Nigel Simeone für die Edition gewonnen werden. Der bedeutende Musikschriftsteller hat jedem Album einführende Essays und eine Timeline mit Musikpremieren des 20. Jahrhunderts zur Seite gestellt. Ein Hochgenuss, denn Simeone verfügt nicht nur über enormes Wissen, sondern auch über einen unterhaltsamen Schreibstil.

Das Repertoire der in modernem Design gehaltenen Edition ist beeindruckend bunt. Es reicht von Bernsteins leicht zugänglicher "West Side Story" (1957) bis hin zu Wolfgang Rihms rätselhaft-flirrendem Concerto grosso "Jagden und Formen" (1995–2001). Mit Arvo Pärt, Steve Reich und Philip Glass sind Komponisten vertreten, die einen minimalistischen Stil in die Neue Musik eingeführt haben. Pierre Boulez ist der bedeutendste Solitär. Er ist mit seinen Meisterwerken "Le Marteau Sans Maître" und "Dérive 1 & 2" vertreten. Ein Highlight der Edition sind die berührenden Concerti grossi 3 & 4 von Alfred Schnittke, eingespielt vom Concertgebouw Orchester unter der Leitung von Riccardo Chailly. Etliche weitere Klassiker säumen die Sammlung, die gemeinsam mit dem ersten Teil von 20C einen großartigen Einblick in die reiche Musikkultur des 20. Jahrhunderts gewährt.


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12.04.2017
Diverse Künstler

Grenzenlose Tastenkunst - Die Deutsche Grammophon präsentiert eine Fülle exzellenter Aufnahmen der größten Pianisten

Unter dem Titel "50 Piano Masterworks" und "100 Piano Masterworks" sind zwei umfangreiche Editionen für Liebhaber feinster Klaviermusik erschienen.

Diverse Künstler, Grenzenlose Tastenkunst - Die Deutsche Grammophon präsentiert eine Fülle exzellenter Aufnahmen der größten Pianisten © DG

100 Meisterwerke der Klaviermusik, das bedeutet: 100 Klangfarben, Emotionen, Stimmungen, Stile und einzigartige Interpretationen der größten Klaviersolisten aller Zeiten. Die unbändige Leidenschaft für die Kunst an den 88 Tasten, die in den drei, bzw. fünf Alben der beiden erlesenen Editionen "50 Piano Masterworks" und "100 Piano Masterworks" steckt, transportiert das ganze Spektrum der Klaviermusik.

Große Komponisten

Das musikalische Spannungsfeld der Kompositionen erstreckt sich von Bach bis Brahms und von Schubert bis Satie. Beliebte Ohrwürmer wie Claude Debussys "Clair de Lune" und Ludwig van Beethovens "Mondscheinsonate" sind ebenso vorhanden wie erlesene Raritäten. Streifzüge durch verschiedene Stile offenbaren die anmutige Eleganz klassischer Sonaten von Haydn und Mozart, Schuberts lyrische Begabung in seinen Impromptus und Moments musicaux, Mendelssohns tief empfundene Poesie und Chopins unverwechselbare, federleichte Virtuosität mit ihrem melancholischen Feinsinn. Die Etüden von Franz Liszt gelten als das Neue Testament der Klaviertechnik, die lyrischen Stücke von Edvard Grieg und Modest Mussorgskys farbenprächtiger Zyklus "Die Bilder einer Ausstellung" bauen eine Brücke zur feurigen Brillanz spanischer Komponisten wie Isaac Albéniz und Manuel de Falla. Und natürlich darf in der umfangreichen Sammlung auch die russische Spätromantik à la Skriabin und Rachmaninoff in all ihren Schattierungen nicht fehlen.

In Debussys Klangmalereien, mit Prokofieffs kompositorischem Erfindungsreichtum und in der berührende Wucht der minimalistischen Ausdruckskraft von Erik Satie und Philipp Glass findet das weite Spektrum seine Vollendung. Die Zusammenstellung der "Piano Masterworks" ist ein wahres Füllhorn großer musikalischer Stunden. Auf jedem Album sind die Werke unterschiedlicher Epochen miteinander kombiniert und werden miteinander in Berührung gebracht, ergänzen und kontrastieren sich auf lebendige und inspirierende Art und Weise.

Große Interpreten

Die Deutsche Grammophon ist dafür bekannt, ein Händchen für die Entdeckung besonderer Talente an den Tasten zu haben. In Kooperation mit dem internationalen Chopin Wettbewerb in Warschau wurden mit Yundi, Ingolf Wunder, Rafał Blechacz, Jan Lisiecki und Seong-Jin Cho in den letzten Jahren viele phänomenale junge Künstler in die musikalische Familie des gelben Labels aufgenommen. Auch die jüngsten Aufnahmen von Víkingur Ólafsson, Alice Sara Ott, Max Richter und Danil Trifonov bereichern das Portfolio um eindrucksvolle künstlerische Facetten.

Legendäre Pianisten vergangener Jahrzehnte wie Svjatoslav Richter, Wilhelm Backhaus, Friedrich Gulda und Emil Gilels haben Geschichte geschrieben und mit ihren Alben kostbare musikalische Zeugnisse geschaffen. Insgesamt umfassen die Geburtsjahre der in den Editionen vertretenen Pianisten das ganze Jahrhundert zwischen 1895 und 1995. So werden die Sammlungen auch zu Chroniken unterschiedlicher Musikergenerationen und vereinen den ganzen Reichtum verschiedener Schulen, Stile und künstlerischer Perspektiven. Wenn man André Previn mit Musik von George Gershwin, Jean-Yves Thibaudet mit Kompositionen von Franz Liszt oder Daniel Barenboim mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy erlebt, öffnen sich musikalische Horizonte.

Mit "100 Piano Masterworks" und "50 Piano Masterworks" kann man in die Welt der Klaviermusik eintauchen und im Handumdrehen einen einzigartigen Überblick über das reiche Repertoire und die vielfältige Ausdruckskraft der verschiedenen Interpreten erhalten.

 


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