19.06.2013
BERLIN, Zitadelle Spandau, Konzert
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Man muss dieses Album nur einmal hören, um sich von Adam Green und Binki Shapiro verzaubern zu lassen. Das süße Echo eines späten 60s-Folk-Pop in den trügerisch hübschen Arrangements und im lockeren Miteinander der Protagonisten scheint ideal zu einem sonnigen Sommertag zu passen, womöglich noch in Südkalifornien, wo es ja nie regnen soll. Doch schon bald stellt sich heraus, dass diese zehn Songs als tröstliche Begleiter am einsamen Ende einer Großstadtnacht fast noch besser funktionieren (zumal bei Regen). Gewiss, die Atmosphäre, die Green und Shapiro in dieser knappen halben Stunde heraufbeschwören, sie scheint voller romantischer Optionen zu stecken. Doch in den luziden Texten machen schnell auch Verrat, gebrochene Herzen und Zwietracht die Runde. Langsam, aber unausweichlich entfaltet sich ein intimes Drama - eines, das sogar Green und Shapiro selbst überrascht hat, als ihr gemeinsames Debüt Form annahm.
Debütanten sind beide natürlich mitnichten. Adam Green machte zunächst in der New Yorker Anti-Folk-Szene als eine Hälfte der Moldy Peaches von sich reden. Doch als seinem Duo mit Kimya Dawson 2007 mit dem Grammy-gekrönten Soundtrack des Indie-Films “Juno” später Mainstream-Erfolg zuteilwurde, hatte Green längst zu einer Solokarriere abgehoben, die ihn mit frechen, eigenwilligen Songs wie “Jessica” und “Emily” nicht nur zum Darling der hiesigen Musikpresse werden ließ. Alben wie “Gemstones” und “Jacket Full Of Danger” konnten sich auch noch hoch in den deutschen Charts platzieren.
Derweil machte Binki Shapiro mit Little Joy auf sich aufmerksam. Ihr L.A.-Trio mit Fabrizio Moretti (von den Strokes) und dem Brasilianer Rodrigo Amarante (von Los Hermanos) begeisterte 2008 mit seinem Debütalbum Kritiker und Fans. Zuvor war Shapiro bereits im Umfeld von Beck positiv aufgefallen, mit der gemeinsamen Video-Arbeit für sein Album “The Information” und den Leonard-Cohen-Songs auf seinem Record Club Blog. Ihr charmanter Retro-Modern-Look machte sie zudem zum Blickfang auf Modeseiten. Die Los Angeles Times listete Binki Shapiro kürzlich unter die “30 unter 30”-Künstler, die man doch mal im Auge behalten sollte.
Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Adam Green und Binki Shapiro ist jedenfalls ein besonderes. Selten klang ein Duett-Album so harmonisch und bittersüß zugleich. Adam Green und Binki Shapiro gewinnen als Vertraute, als Geistesverwandte, die schwierige persönliche Umstände in zehn genau beobachtete, konzis konstruierte Songs verwandelt haben, die sich souverän einer breiten musikalischen Palette bedienen. Von den engelsgleichen Stimmen, die zur Eröffnung “Here I Am” dominieren, über die Pop-Psychedelia von “I Never Found Out” und das Surf-Gitarren-Intermezzo von “What’s The Reward” bis zum eleganten Schluss-Walzer “The Nighttime Stopped Bleeding”. Die Intimität und Unmittelbarkeit, die diese Stücke ausstrahlen, geht aber nicht nur auf ihren schon beschriebenen Entstehungsprozess im New Yorker Appartement zurück. Genauso wichtig war die Umsetzung, die entspannte Session-Atmosphäre bei der Studioproduktion im kalifornischen Encino unter Produzent Noah Georgeson (Devendra Banhart, Joanna Newson). Wahrscheinlich hat es nicht mal geregnet. “Don’t Ask For More”? In diesem Fall schwierig…
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Dino Saluzzi
Die DVD 'El Encuentro - A Film For Bandonéon And Cello' von Dino Saluzzi und Anja Lechner
Musik wird oft als eine universelle Sprache bezeichnet, doch die Herausforderung, soziale, kulturelle und stilistische Grenzen wirklich zu überschreiten, erfordert nach wie vor ein gutes Maß an Unerschrockenheit. Der nun auf DVD erscheinende Film "El Encuentro - A Film For Bandonéon And Cello" ist das dokumentarische Porträt einer ungewöhnlichen musikalischen Partnerschaft, deren Protagonisten tatsächlich zu einer universellen Sprache gefunden haben. Die Filmemacher Norbert Wiedmer (der auch schon bei der gefeierten ECM-Dokumentation “Sounds and Silence” Regie geführt hatte) und Enrique Ros folgten dem Bandoneonisten Dino Saluzzi und der Cellistin Anja Lechner mit ihrer Kamera nach Argentinien, Deutschland, Armenien, Italien, die Niederlande und die Schweiz. “Die Wahrnehmung von Musik und die Art, wie man Musik spielt, ändert sich, wenn man reist”, sagt Anja Lechner. Die Kamera hat das Duo auf seinen Reisen begleitet und unterstreicht Lechners Aussage, indem sie den Prozess des Musikmachens in sehr verschiedenen Kontexten beleuchtet.
Die kulturellen Hintergründe der beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher kaum sein: Der Argentinier Dino Saluzzi hat seine Wurzeln im Tango und der andinischen Volksmusik, während die Kasselerin Anja Lechner in der europäischen Klassik zu Hause ist. Auf der anderen Seite verbindet sie auch einiges: u.a. dass beide mit Leidenschaft stilistische Grenzen überschreiten und über außergewöhnliche Improvisationsfähigkeiten verfügen.
Seit sich ihre Wege auf dem Album “Kultrum” 1998 erstmals kreuzten, arbeiten sie eng miteinander. “El Encuentro” gewährt nun Einblicke in das Leben dieser reisenden Musiker. Man sieht sie in Konzerten, bei Proben und im Aufnahmestudio, aber auch in privater Atmosphäre. Dabei trifft man zudem auf Kooperationspartner wie den Komponisten Tigran Mansurian, den Arranger Levon Eskenian, den Jazzkomponisten und Pianisten George Gruntz oder Dinos Bruder, den Saxophonisten/Klarinettisten Felix Saluzzi, mit dem das Gespann zuletzt die Alben “El Encuentro” und “Navidad de los Andes” einspielte.
Kulminationspunkt der Reise ist ein Konzert im Amsterdamer Muziekgebouw, bei dem das renommierte Metropole Orkest Werke von Dino mit den Saluzzis und Lechner aufführt.
Nachgezeichnet wird aber auch Dino Saluzzis Werdegang: von seinen bescheidenen Anfängen im argentinischen Salta über seine ersten Begegnungen mit europäischen Jazzmusikern bis zu dem Zeitpunkt, als er es schließlich schaffte, sein eigenes (vom Tango inspiriertes, aber dadurch keineswegs limitiertes) eigenes Idiom zu kreieren.
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Rickie Lee Jones
Der Teufel steckt im Detail
Auf ihrem von Ben Harper produzierten neuen Album “The Devil You Know” interpretiert Rickie Lee Jones Rock’n’Roll-Klassiker, die ihre Generation geprägt haben. So wie hier hat man diese allerdings noch nie zuvor gehört.
1979 war Rickie Lee Jones eine der ganz großen Entdeckungen in der gerade aufblühenen Singer/Songwriter-Szene der USA. Mit der Single “Chuck E.’s In Love” katapultierte sich die damals erst 24-Jährige auf Platz 4 der Billboard-Charts. Auf ihrem titellosen Debütalbum, das Platz 3 der Charts eroberte, wirkten neben den Studiomusikgrößen von Los Angeles auch Stars wie Dr. John, Randy Newman und Michael McDonald mit. Doch schon bald zeigte die Künstlerin, dass sie nicht nur eine begnadete Songschreiberin war, sondern auch Jazz- und Popstandards in einzigartiger Weise zu interpretieren vermochte. Jetzt hat sie für ihr neues Album “The Devil You Know” eine Reihe von Rock’n’Roll-Klassikern aufgenommen, mit denen ihre Generation einst aufgewachsen war. Herausgekommen ist dabei allerdings kein schlichtes Retroalbum, sondern ein Meisterwerk, das Rickie Lee Jones’ Singularität Rechnung trägt.
Wertvolle Hilfe von Produzent Ben Harper
Jones nahm das Album mit der unschätzbar wertvollen Hilfe eines anderen Grammy-Preisträgers auf: Der gefeierte Folk-Soul-Rocker Ben Harper produzierte nicht nur sämtliche Tracks, sondern spielte auch auf allen Nummern mit und steuerte darüber hinaus mit “Masterpiece” den einzigen neuen Song des Albums zum Repertoire bei. “Masterpiece” ist eine Ballade, die er Jones auf den Leib geschrieben hat. Harper war 2009 auch schon an der Aufnahme von Jones’ letztem Album “Balm In Gilead” beteiligt gewesen. In ihm fand die Sängerin den idealen Partner, um den von ihr ausgewählten Klassikern einen neuen Anstrich zu geben.
Rickie Lee Jones mit Songs von den Rolling Stones, The Band, Van Morrison und Neil Young
Auf “The Devil You Know” wagt sie ich an Werke von Giganten wie Neil Young (“Only Love Can Break Your Heart”), The Band (“The Weight”), den Rolling Stones (“Sympathy For The Devil” und “Play With Fire”), Van Morrison (“Comfort You”), Donovan (“Catch The Wind”) und Rod Stewart (“Seems Like A Long Time”). Diese Songs haben sich tief ins kollektive Popgedächtnis eingebrannt. Aber Jones fand einen ganz eigenen Zugang zu ihnen, indem sie sie mit sparsamen, intimistischen Arrangements entkleidete und dabei Schichten und Emotionen freilegte, die einem neu und doch vertraut vorkommen. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, und mit teuflisch guten Details geizt diese Album wirklich nicht. Unter die Pop-Juwelen aus den späten 1960er und frühen 1970er Jahren schmuggelt sie zudem noch ihre Version des bluesigen Jazzevergreens “St. James Infirmary”, dem Louis Armstrong bereits 1928 Popularität verschafft hatte.
Ein Coveralbum, das sämtliche Songs vollkommen neu klingen lässt
“Dieses Coveralbum hat mich an einen vollkommen neuen Ort geführt”, sagt Jones. “Ich fand zu einen anderen Stimme - einer ruhigeren, vielleicht auch gereifteren, aber wahrscheinlich trotzdem jüngeren als ich je hatte. Ben gab mir ein Gefühl der Sicherheit, so dass ich diese Songs mit der gebotenen Sorgfalt aufnehmen, aber zugleich auch Impulsen folgen konnte. Die Lieder haben das verdient. Sie klingen wie neu... so hat sie sicher noch niemand gehört.”
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Beyond
Mehr als Musik
Mit ihrem ersten Album „Beyond“ sind Tina Turner, Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay in die Klangräume der Spiritualität eingetaucht. Das Album „Children Beyond“ setzt diese Reise zusammen mit 30 Kindern aus aller Welt fort.
Mit „Beyond“ entstand vor zwei Jahren etwas rundum Besonderes, Musik zum einen, die mit profunder Kraft unmittelbar die Gefühle der Hörer anspricht, aber auch eine geistig-spirituelle Ebene besitzt, die anhand der Gebete zu den Liedern weit über das übliche Klangempfinden hinaus reicht. Die Kompositionen des Projektes stammen überwiegend von Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay, der schweizer Yoga-Lehrerin und Musiktherapeutin und der tibetischen Mantra-Sängerin, deren Welten sich aufs Innigste miteinander verbinden. Dazu kam Tina Turner, Weltstar und Rock-Queen mit Gespür für die besondere Stimmung von Musik, die dem Projekt eine weitere Dimension verlieh und nicht zuletzt durch ihre Popularität dafür sorgte, dass es umfassend international wahrgenommen wurde.
Von Anfang an war es Regula Curti als Initiantin des Projektes aber klar, dass es nicht bei einem einzigen Album bleiben würde: „Ich willalle Weltreligionen in einer transformierenden Musik über mehrere Musikprojekte hinweg vereinen.“ Kurz nach der Veröffentlichung von ‚Beyond‘ begann Regula Curti daher bereits mit der Recherche nach Material für das Folgeprojekt ‚Children Beyond‘. Auf der Suche nach geeigneten Gebeten reiste sie an Orte mit Gemeinschaften, die nebeneinander in Frieden ihren Glauben praktizieren. Sie erinnert sich: „Frühmorgens vor Sonnenaufgang in Java standen die Türen von Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempeln und den heiligen Schreinen weit offen. Die unterschiedlichen Gebete, Rhythmen, Worte und Melodien verschmolzen zu einer verbindenden Klangwelt jenseits von Unterschieden.“ Alle drei Sängerinnen setzen sich schon lange privat und beruflich mit Spiritualität auseinander. Mit ihrer Musik wollen sie die Menschen inspirieren und helfen, Gräben zwischen Religionen zu überwinden.
„Beyond“ blieb daher keine Eintagsfliege, denn dafür war den Künstlerinnen ihre Botschaft von Frieden, Toleranz und der vereinenden Kraft der Musik viel zu wichtig. Konsequenterweise gingen sie zurück bis an die Basis und entwickelten eine Fortsetzung der Idee, die sie mit 30 in der Schweiz lebenden Kindern unterschiedlichster kultureller Herkunft zusammenbrachte. Keines der Kinder ist als Sänger ausgebildet, vielmehr wurden die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren aus dem Kanton Zürich spontan ausgewählt. Während der Schulferien lernten sie in Workshops die großen Weltreligionen und die Grundlagen des Singens kennen und am Ende des Projektes standen die Aufnahmen. Es war für alle Beteiligten eine großartige Erfahrung. Denn gerade in den jungen Jahren, wo sich viele Weichen für das spätere Leben und die späteren Einstellungen der Menschen stellen, ist das Bedürfnis nach spiritueller Kraft besonders groß.
Für Tina Turner, Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay ist es wichtig, nicht nur selbst mit den Kindern zu arbeiten und zu singen, sondern dass die Kinder als Chor darüber hinaus viele andere Menschen und auch Gleichaltrige erreichen können. Auf dem Programm stehenGebete und Mantras aus unterschiedlichen Weltreligionen, die sie gemeinsam singenund die mit viel Nachdruck und Freude die Ideen von „Beyond“ weiterentwickeln. Dabei ist den Künstlerinnen wichtig, dass die Einnahmen von „Children Beyond“ nicht ihnen selbst, sondern vor allem bedürftigen Menschen zugute kommen, an die die Erlöse weiter gegeben werden. Die gesamten Einnahmen der Künstlerinnen von diesem Album werden wie schon bei „Beyond“ zu gleichen Teilen in drei Stiftungen fließen: in die Dewa Che Stiftung, die friedensfördernde Projekte für Kinder und Jugendliche innerhalb und außerhalb von Tibet etwa mit Ausbildungsprogrammen und karitativer Hilfe unterstützt, in die Stiftung Seeschau, die vor allem interkulturelle Erziehungs- und Forschungsprojekte für Kinder und Jugendliche vorantreibt, und in die Stiftung Tina, die beispielsweise einem Kinderkrankenhaus in Memphis, Tennessee, hilft.
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Dino Saluzzi
Klänge mit der Intensität des Windes - Anja Lechner, Felix & Dino Saluzzi
Mit “Navidad de Los Andes” legt Dino Saluzzi ein ungewöhnliches kammermusikalisches Trio-Album vor, das aus den Quellen des Jazz, der Klassik, der andinischen Volksmusik und des Tangos schöpft.
Den Grundstein für sein neues Trio legte der Bandoneónspieler Dino Saluzzi 2009 bei der Einspielung seines Orchesteralbums “El Encuentro”. Auf dem wirkten sein Klarinette und Saxophon spielender Bruder Felix und die deutsche Cellistin Anja Lechner als Solisten mit. Dabei kam Dino der eigentlich naheliegende Einfall, mit beiden endlich ein Trio zu formieren. Unter dem Titel “Navidad de Los Andes” legt das Ensemble nun ein erstes Album vor, das Saluzzi-Fans ins Schwärmen bringen wird.
“El Encuentro” war natürlich keineswegs das erste Zusammentreffen zwischen Dino und Felix Saluzzi oder Dino und Anja Lechner gewesen. Mit seinem Bruder Felix spielt Dino bereits seit der Kindheit zusammen, die nunmehr gut 60 Jahre zurückliegt. Dokumentiert wurden Kooperationen etwa auf den ECM -Alben “Mojotoro”, “Juan Condori” und eben “El Encuentro”. Anja Lechner stieß Mitte der 1990er Jahre zur musikalischen Großfamilie Dino Saluzzis, als sie sich - als Mitglied des Rosamunde-Quartetts - an der Einspielung des Abums “Kultrum” beteiligte. 2006 nahmen der Bandoneónspieler und die Cellistin außerdem im Duett für ECM “Ojos Negros” auf.
Gemeinsam produzieren Bandoneón, Cello und Klarinette (oder Tenorsaxophon) hier nun einen wirklichen einzigartigen kammermusikalischen Sound. Die Musik des Trios ist streng genommen weder Jazz noch Klassik noch Volksmusik oder Tango - obwohl sie schwungvoll und wechselnd mit Stilmitteln all dieser Genres spielt. In seinen Stücken erzählt Saluzzi wie so oft Geschichten aus seiner Heimat in den argentinischen Anden. “In diesem wundervollen musikalischen Werk werden Klänge mit der Intensität des Windes geboren”, heißt es im Begleittext des argentinischen Poeten Leopoldo Castilla, der wie die Saluzzis aus der Provinz Salta stammt.
Neben neuen Eigenkompositionen und für das neue Trio adaptierten älteren Stücken präsentiert Dino Saluzzi hier auch Überarbeitungen von Stücken, die aus der Feder dreier klassischer Tango-Maestros stammen: von Carlos Gardel (1890-1935), José Padula (1893-1945) und Enrique Delfino (1895-1967).
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Manfred Eicher
Sounds And Silence - Auf Manfred Eichers (Ton)Spuren
Der Dokumentarfilm “Sounds And Silence” zeigt Produzent Manfred Eicher und Künstler wie Jan Garbarek, Dino Saluzzi und Gianluigi Trovesi bei der Arbeit. Jetzt erscheint er auf DVD/Blu-Ray und parallel dazu eine CD.
“Der Zauber von ECM, in einem großartigen, aufregenden, musikalischen Road-Movie”, jubelte der ORF in einer Rezension des Dokumentarfilms “Sounds And Silence”. Über einen Zeitraum von fünf Jahren folgten die Schweizer Filmemacher Norbert Wiedmer und Peter Guyer dem Produzenten Manfred Eicher und ECM-Künstlern um die Welt: vom Labelsitz in Gräfelfing bei München führte die Reise u.a. nach Estland, Tunesien, Frankreich, Dänemark, Griechenland und Argentinien. Der dabei entstandene Dokumentarfilm verschafft einem Einblicke in die Arbeitsweise des bekannten Produzenten, aber auch einzigartiger Musiker und Komponisten wie Arvo Pärt, Eleni Karaindrou, Dino Saluzzi und Anja Lechner, Anouar Brahem, Gianluigi Trovesi und Gianni Coscia, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch’s Ronin, Kim Kashkashian und Jan Garbarek. 2009 mit dem Berner Filmpreis ausgezeichnet, erscheint der Film nun endlich auf DVD und Blu-Ray sowie parallel dazu eine komplementäre CD.
Während der Film den Prozess des Musikmachens und Aufnehmens zeigt, enthält die CD “Sounds And Silence: Music For A Film” natürlich die fertig produzierten Werke der Künstler, so wie sie auf deren Alben für ECM erschienen sind. Mit einer aufregenden Ausnahme: zwei Stücke, die Eleni Karaindrou mit einem Orchester und den Gästen Jan Garbarek und Kim Kashkashian bei einem Konzert in Frankfurt spielte, waren bisher noch nicht auf CD erhältlich. Auch die DVD/Blu-Ray wartet mit spannendem Bonus-Material auf: in dem sieht man den Schlagzeuger Manu Katché im New Yorker Studio bei den Aufnahmen für sein Album “Playground”.
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James Taylor
Carole King & James Taylor: Alles andere als eine Farce
Mit “Live At The Troubadour” feierten Carole King und James Taylor mit ihrer alten Band The Section eine nostalgische Reunion. Jetzt gibt es das Ereignis in einer reinen CD-Version.
Karl Marx hatte einst gespottet, dass sich große weltgeschichtliche Ereignisse nicht wiederholen... und wenn, dann nur als Farce. Übertragen kann man dieses Postulat natürlich auch auf musikgeschichtliche Ereignisse: Die Bestätigung für die Marxsche These liefern einem Bands, die einst frisch und innovativ waren, nach ihrer Reunion aber meist nur noch wie ein müder Abklatsch ihrer selbst klingen. Dass es aber auch anders geht, bewies das Singer/Songwriter-Paar Carole King und James Taylor mit der Veröffentlichung von “Live At The Troubadour”. 36 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Gastspiel in dem legendären West-Hollywood-Club trafen sie sich dort erneut mit ihren alten Bandmitgliedern, um die guten, alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Dass die Show nicht zur Farce geriet, belegten eine CD und eine DVD, die während des zweiwöchigen Engegments mitgeschnitten wurden und letztes Jahr zusammen erschienen. Nun kommt das Reunion-Konzert noch einmal in einer reinen CD-Version heraus.
Als die beiden Singer/Songwriter-Legenden das erste Mal zusammen im Troubadour in West Hollywood auftraten, schrieb man das Jahr 1970. James Taylor hatte gerade auf dem von den Beatles aus der Taufe gehobenen Label Apple Records sein Debütalbum herausgebracht und Carole King, die zuvor nur Hits für andere Künstler (u.a. die Drifters, Everly Brothers, Beatles, Byrds, Monkees und Aretha Franklin) geschrieben hatte, war dabei, ihre eigene Plattenkarriere zu starten. Als sie im folgenden Jahr an selber Stelle ein zweiwöchiges Engagement absolvierten, war die Situation schon ganz anders: Taylor stand mit seinem Album “Fire And Rain” an der Spitze der Charts und King war ebenfalls auf bestem Wege, ein Superstar zu werden. Heute können beide auf etliche Erfolgsalben zurückblicken, nennen jeweils eine Hand voll Grammys ihr Eigen und haben einen Ehrenplatz in der Songwriters Hall of Fame belegt.
Dann folgte der dritte Akte dieser singulären Erfolgsgeschichte: Im November 2007 trafen sich die beiden wie guter Wein gereiften Stars mit den Mitgliedern ihrer alten Band The Section (feat. Gitarrist Danny Kortchmar, Bassist Leland Sklar und Drummer Russell Kunkel) noch einmal im Troubadour, um zum 50. Geburtstag des Clubs aufzuspielen. Dokumentiert wurde dieses historische Ereignis unter dem Titel “Live At The Troubadour” auf CD und DVD. Das musikalische Programm schmiedeten die beiden aus ihren zahllosen zu Evergreens gewordenen Hits zusammen: während Carole King z.B. “So Far Away”, “It’s Too Late” und “Will You Love Me Tomorrow?” zum gemeinsamen Repertoire beisteuerte, wartete James Taylor u.a. mit “Carolina In My Mind”, “Sweet Baby James” und “Fire And Rain” auf. Dabei klingen sie so frisch und natürlich, dass man fast den Eindruck gewinnt, die Zeit habe 36 Jahre lang still gestanden und auf diese Reunion gewartet.
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Besser geht’s nicht? Aber klar doch. Denn rechtzeitig zu John Mellencamps kleiner Deutschland-Tournee erscheint dessen letztes Album “No Better Than This” in einer speziellen Auflage zusammen mit dem 2008 gemachten Live-Album “Life, Death, Live And Freedom”.
Das von T Bone Burnett produzierte Album “No Better Than This” nahm John Mellencamp 2009 mit einer aus den fünfziger Jahren stammenden Mono-Bandmaschine auf. Dazu passend spiegelten die dreizehn neuen Songs des Albums das Spektrum der wichtigsten traditionellen amerikanischen Musikstile wider: von Blues und Folk über Western und Gospel bis zu Rockabilly und Country. “Life, Death, Live And Freedom” wiederum war der Live-Ableger des gefeierten Studioalbums “Life, Death, Love And Freedom”. Nun kann man diese beiden Meisterwerke des Heartland-Rockers im Doppelpack erstehen.
Sein Deutschland-Gastspiel beginnt John Mellencamp am 25. Juni im Berliner Tempodrom. Am 6. Juli tritt er im Circus Krone in München auf und am 7. Juli im Stuttgarter Beethovensaal. Live erleben kann man den amerikanische Songwriter außerdem noch am 13. Juli beim Sunset Festival in Zürich.
John Mellencamp “No Better Than This”-Tournee 2011:
25.06.2011 Berlin (DE), Tempodrom
06.07.2011 München (DE), Circus Krone
07.07.2011 Stuttgart (DE), Beethovensaal
13.07.2011 Zürich (CH), Live at Sunset Festival
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Ende Mai veröffentlicht Eddie Vedder sein Album "Ukulele Songs". Vedder ist ein unverwechselbarer Künstler, der allein mit einem Instrument und seiner Stimme in der Lage ist, Gänsehaut-Atmosphäre zu erzeugen. Ob er Pearl Jam-Songs wie "Can't Keep" (von "Binaural") und den Klassiker "Dream A Little Dream Of Me" (u.a. The Mamas & The Papas, Dean Martin, Bin Crosby) neu interpretiert, eigene Kompositionen wie die erste Single "Longing To Belong" zum Besten gibt oder mit seinem Freund Glen Hansard (The Swell Season, The Frames) oder Cat Power im Duett singt ("Sleepless Nights"/"Tonight You Belong To Me") – Vedder bleibt seiner Linie treu. Der Song ist der Star, nicht der Interpret. Vedder ist so authentisch, wie man als Künstler nur sein kann. Er selbst hat das einmal so begründet: "Wenn ich allein bin und schreibe, bin ich zwar allein, denke aber an andere Menschen und nicht an mich. Das ist ein großer Unterschied. Deswegen kenne ich zwei Dinge in meinem Leben nicht: Langeweile und Einsamkeit."
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Bright Eyes
Bright Eyes - The People's Key
"The People's Key" ist das nunmehr siebte Studioalbum von Bright Eyes. Die LP wurde in Omaha / Nebraska im bandeigenen Studio produziert und klingt nach einer ausgewogenen Platte, in der viel herzblut steckt. Wie man es von Bright Eyes gewohnt ist, stehen die einzigartigen Lyrics von Conor Oberst im Vordergrund. Eine wundervolle Platte zum genießen!
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