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04.01.2010

Am 16. Januar als Special Guest in der ARD-Sendung „Das Winterfest der Träume“

Howard Carpendale, Am 16. Januar als Special Guest in der ARD-Sendung  Das Winterfest der Träume

Howard Carpendale tritt am 16. Januar als special guest in der ARD-Sendung  „FESTE DER VOLKSMUSIK“ auf und stellt dabei unter anderem seine neue Single „Jetzt bist Du weg“ vor – nach seine eigenen Worten einer der besten und emotionalsten Titel, die er je gesungen hat.

Interview mit Howard Carpendale

HOWARD CARPENDALE - eine Lanze für die Volksmusik

Frage:

Wie kommt es zu diesem Auftritt – Sie sind doch eigentlich kein Volksmusiksänger?

Carpendale:

Das ist – verzeihen Sie – eine typisch deutsche Frage. Nur hier gibt es ja auch den krassen Unterschied zwischen E- und U-Musik.

Ich habe absolut keine Berührungsängste vor anderen Musikrichtungen. Auch nicht vor Volksmusik.

Früher habe ich mich oft geärgert über dieses Kastendenken, das auch in unserer Branche immer noch existiert. So waren lange Zeit die Rocksänger auf dem Trip, dass sie etwas ganz besonders Elitäres sind. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein Wohltätigkeitskonzert von vor rund 20 Jahren, bei dem nur Rocksänger auftauchten. Meine Mitwirkung wurde abgelehnt, weil man doch nicht in die „seichte“ Unterhaltung hinabsteigen wollte.

Ich habe mir damals geschworen, dass ich niemals in diesen Denkfehler, oder sagen wir ruhig: in diese Arroganz verfallen wollte.

Glücklicherweise scheint sich auch vor allem jungen Kollegen ein Meinungsumschwung bemerkbar zu machen. Ich denke etwa an Musiker wie den genialen Geigenvirtuosen David Garret, der alle Musikrichtungen spielt.

Frage:

Sind Sie also jetzt Volksmusikfreund?

Carpendale:

Für mich persönlich muss ich sagen, dass Volksmusik und volkstümliche Musik nicht mein Ding ist. Das hängt schon mit meiner Herkunft zusammen: Ich bin südafrikanischer Angelsachse, der  seit langem vorwiegend in den USA lebt. Meine Volksmusik ist die Country-Musik, wenn Sie so wollen.

Aber auch wenn diese Musik nicht „mein Ding“ ist – ich respektiere jeden Kollegen, der mit seiner Musik die Menschen erreicht. Der sie damit zum Lachen, Weinen oder zum Nachdenken bringt – oder auch nur einfach ein wenig den Alltag vergessen lässt. Alles das ist nicht meine Musik – aber das spielt ja keine Rolle.

Ich bin nicht so arrogant, auf Kollegen herabzuschauen, nur, weil sie eine volkstümliche Musik machen – wie zum Beispiel die „Kastelruther Spatzen“, die inzwischen 13 Platin-Alben haben und schon Millionen von Menschen glückliche Stunden bereitet haben – und die bei den Moderatoren der Echo-Verleihung oft mit ironischen Nebenbemerkungen angekündigt wurden. Darüber habe ich mich damals sehr geärgert. Es gibt übrigens einige volkstümliche Künstler, die ich wirklich bewundere. Ich denke da zum Beispiel an einen Mann wie Hubert van Goisern. 

Frage:

Aber Sie selber sind doch immer sauer, wenn man Sie als „Schlagersänger“ tituliert.

Carpendale:

(lacht) Ach ja, diese Frage musste ja jetzt kommen. Aber gut – dann kann ich das jetzt mal richtigstellen.

Also – es stimmt – früher habe ich mich oft darüber geärgert – genauso, wenn man mich in der Öffentlichkeit mit „Howie“ angesprochen hat.

Aber man wird ja im Laufe des Lebens weiser. Inzwischen sage ich: „Ich mache mein Ding – Ihr könnt es nennen wie Ihr wollt – Schlager, Deutsch-Pop, Ballade, Middle-of-the road. Es ist mir egal!“. Und „Howie“ nennen mich jetzt eigentlich nur noch meine engsten Freunde - und auch da zucke ich manchmal noch innerlich zusammen...

 

 


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