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13.07.2012

Der beste Don Giovanni unserer Zeit

Ein internationales Starensemble um Rolando Villazón, Ildebrando D’Arcangelo und den Dirigenten Yannik Nézet-Séguin setzte mit einem grandiosen “Don Giovanni” den Glanzpunkt bei den Baden-Badener Sommerfestspielen 2011.

Ildebrando D'Arcangelo, Der beste Don Giovanni unserer Zeit © Harald Hoffmann / DG

Mit einem furiosen Auftakt beginnt Deutsche Grammophon ihren neuen Zyklus der sieben großen Opern, die Mozart in seinem letzten Lebensjahrzehnt schrieb. Seit der umjubelten konzertanten Aufführung des "Don Giovanni" bei den Baden-Badener Sommerfestspielen 2011 erwarten Opernfans sehnsüchtig dessen Erscheinen auf CD. Nun ist es endlich so weit: Das dreieinhalbstündige Stimmenfest mit einem internationalen Solistensemble der Extraklasse und einem in Bestform aufspielenden Mahler Chamber Orchestra unter dem Dirigat des Mozartexperten Yannick Nézet-Séguin erscheint in einer aufwendig gestalteten 3CD-Box und eröffnet den Mozartschen Opernreigen.  

Ideal besetzte Titelrolle

Drei Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon und fünf weitere internationale Opernstars machen diese Einspielung der "Oper aller Opern" zu einem unverzichtbaren Mozart-Erlebnis. Die Titelrolle - eine Idealbesetzung: Bassbariton Ildebrando D'Arcangelo verkörpert den unersättlichen Wüstling mit einem Höchstmaß an Authentizität und stimmlicher Verführungskunst. Der Italiener überzeugt damit bereits in seiner dritten Partie innerhalb der Männerstimmen im Giovanni: Erstmals war er als Leporello im Mozart-Zyklus von Sir John Eliot Gardiner zu hören und in der Rolle des Masetto gab er 1994 sein Debüt an der Met.

Rolando Villazón entdeckt seine Liebe zu Mozart

Nach seinem Mozartdebüt in der Rolle des mazedonischen Königs in "Il re pastore" im Jahr 2011 bekannte Rolando Villazón gegenüber Opera Now: "Nie zuvor hat mich die Liebe zu einem Komponisten derart gepackt". Mit dem Mozartopern-Zyklus der Deutschen Grammophon realisiert der mexikanischen Opernstart nun ein absolutes Traumprojekt, denn in jeder der geplanten Einspielungen wird er eine Tenorpartie singen. Viel Lob erhielt er bereits für seinen Don Ottavio. So bescheinigte ihm die Frankfurter Allgemeine Zeitung "blitzsaubere Koloraturen" und "eine Melancholie, die unmittelbar berührte" für seine Interpretation der Arie "Il mio tesoro". Die Welt lobte Villazóns Gesamtleistung als “Rund, schön und wohltuend.” Stehende Ovationen im Festspielhaus waren dem Publikumsliebling ohnehin sicher.

Ein internationales Staraufgebot brilliert

Nach ihrem erfolgreichen Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera als Zerlina glänzt Sopranistin Mojca Erdmann erneut in der Rolle der kecken Bauernmagd. Die US-amerikanische Mezzosopranistin und Grammy-Preisträgerin Joyce DiDonato beeindruckt mit einer hoch emotionalen Darbietung in der Rolle der betrogenen Donna Elvira, während  Sopranistin Diana Damrau als zürnende Donna Anna mit vollendeten Koloraturen zu überzeugen weiß. Besondere Wertschätzung von Kritik und Publikum wurde auch dem italienischen Bassbariton Luca Pisaroni zuteil. Sein vielfarbig ausgestalteter Leporello und D'Arcangelos bilderbuchreifer Don Giovanni bilden ein ideales Duo fatal. Bassbariton Konstantin Wolff als von Eifersucht geplagter Masetto und Bass Vitalij Kowaljow in der Rolle des ermordeten Komtur vervollständigen dieses außergewöhnliche Ensemble.

"Così fan tutte" setzt den Zyklus fort

Als nächste Veröffentlichung im Rahmen des Mozartopern-Zyklus der Deutschen Grammophon ist eine Aufnahme der konzertanten Aufführung von "Così fan tutte" geplant. Die Aufnahmen begannen am vergangenen Mittwoch, 11. Juli am Baden-Badener Festspielhaus mit Rolando Villazón als Ferrando und dem von Yannick Nézet-Séguin geleiteten Chamber Orchestra of Europe. Auch diesmal steht ein Staraufgebot bereit: Miah Persson als Fiordiligi, Angela Brower als Dorabella, Adam Plachetka als Guglielmo, Mojca Erdmann als Despina und Alessandro Corbelli als Don Alfonso.


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