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21.01.2011

In Extremo

Stürzt ein Himmelskörper zur Erde, verglüht er entweder als Sternschnuppe oder schlägt als Meteorit in den Boden ein. Einige Meteoriten enthalten Sterneneisen, das Metall aus dem All, um das sich viele Sagen ranken. Berühmte Klingen unschlagbarer Schwerter sollen aus Sterneneisen geschmiedet worden sein, eine Waffe aus diesem Metall macht ihren Träger unbesiegbar, so heißt es. Einige Rittersagen berichten, Excalibur, das Schwert von König Artus, sei aus diesem kosmischen Metall gefertigt und habe ihm übernatürliche Kräfte verliehen. "Sterneneisen" heißt auch das neue Werk von In Extremo.

Der Kosmos mit seiner endlosen Weite, seinen Sternenbildern, Mythen und Rätseln inspirierte In Extremo zu ihrem bislang fantasievollsten und farbigsten Album. Dafür hat die Band ihr musikalisches Spektrum um etliche Klangfarben erweitert, es reicht jetzt von melancholischem Folk und treibendem Rock bis zu martialischem Metal und poetisch leisen Tönen. Was die Bilder ihrer Lyrik betrifft, greift die Band nicht nur nach den Sternen wie beispielsweise bei "Schau zum Mond", sondern wendet sich auch irdischen Themen zu wie etwa in "Auge um Auge" und "Wahre Freunde".

"Während wir früher bis zur letzten Sekunde am Albumtitel geknobelt hatten, bekamen wir diesmal die Idee schon am Anfang der Aufnahmen", berichtet Kay Lutter, Bassist der Berliner, "das Wort 'Sterneneisen' hat Kraft, es ist heiß und schlägt ein." "Nicht vergessen sollte man eine andere Ebene", fügt Dr. Pymonte verschmitzt hinzu, seines Zeichens Dudelsackbläser und Harfenist von In Extremo, "wir sind eine Band, die gerne feiert. Im Laufe unserer Parties hat schon so mancher Sterne gesehen." Vor allem das neue "Viva la Vida" legt Zeugnis ab von durchzechten Nächten unterm Säufermond, gefolgt von Morgen, in denen den sternhagelvollen Trinkern das Sonnenlicht in die Augen stach.

Im Laufe von nunmehr 16 Jahren sind In Extremo selbst ein Fixstern am Rock'n'Roll-Himmel geworden, Grund genug für die Mitglieder ihren eigenen kleinen Planeten zu besingen: "Dieser Stern hat sieben Zacken / sieben Funken / sieben Macken" heißt es etwa im Titelsong. "Später sind wir auf das Heptagramm aus der griechischen Mythologie gestoßen, den siebenzackigen Stern. Es steht für Liebe, Weisheit und Zusammenhalt", charakterisiert Py das Symbol, welches auch das Cover des Albums ziert.

In "Siehst du das Licht?" geht die Band musikalisch zurück zu ihren Wurzeln, im Mittelteil wird das mittelalterliche Lied "Stella Splendens" (deutsch: "Wunderschöner Stern") zitiert. Für ihr neues Werk scheuen sich In Extremo auch nicht, heiße Eisen anzufassen. "Auge um Auge" etwa handelt vom Für und Wider der Todesstrafe, die in diversen Staaten noch praktiziert wird. "Der Text hat kein Fazit, aber er handelt von einem Mann, der zum Tode verurteilt wurde", bericht Py. "Er denkt über den Mord nach, den er begangen hat. Als Kind wäre er nie fähig gewesen zu töten. Was ist mit ihm passiert?"

Der helle Glanz, der in den Songs der Sternenrocker funkelt, ist nicht zuletzt ihrem neuen Trommler Specki T. D. zu verdanken. Der schlagstarke Bayer ist in der Welt des Heavy Metal genauso zuhause wie im Folk und Pop. Alle "Extremisten" haben hart an sich gearbeitet, um ihren musikalischen Ausdruck zu erweitern. "Wir sind eine Rockband", betont Gitarrist Sebastian Lange (alias Van Lange), "und wir probieren immer wieder neue Dinge aus, um Emotionen zu wecken." Für Sänger Michael Rhein (alias Das letzte Einhorn) ist das eine Herausforderung, die er gerne annimmt, "mein Job als Frontmann ist es, die Stimmung des jeweiligen Songs zu präsentieren", beschreibt er seine Aufgabe am Mikro.

Der kometenhafte Aufstieg der Himmelsstürmer begann Mitte der 90er. Anfangs bestanden In Extremo aus zwei Teilen. Zum einen gab es die Mittelalter-Fraktion, befeuert von akustischen Instrumenten; zum anderen eine elektrisch verstärkte Rock-Fraktion. Angestachelt von


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