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16.05.2011

Biografie

»Wunder brachte einen wunderbar ausgewogenen, durch Belcanto-Eleganz gekennzeichneten Chopin-Klang hervor, und man kann sich kaum eine bessere Interpretation der Polonaise-Fantaisie vorstellen, als er sie in Warschau bot.«

The Telegraph [Rezension des Wettbewerbs in Warschau 2010]

»Von Beginn an war der Österreicher kontrolliert, konstant, sicher und professionell. Vor allem aber besaß er jene besondere subtile Magie, und noch bevor der letzte Akkord verklungen war, brandete der Beifall auf.«

The Gramophone [Rezension des Wettbewerbs in Warschau 2010]

»In seinem Spiel vereinen sich technische Perfektion und eine sehr polnische Mentalität. Er hat keinerlei technische Probleme. Seine Phrasierung ist schlicht. Seine pianistischen Fähigkeiten sind absolut vollkommen.«

the news.pl [der polnische Pianist Paweł Kowalski in seiner Rezension des Wettbewerbs in Warschau 2010]

Mit dem Erfolg beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau bewies Ingolf Wunder seine überragenden Fähigkeiten in der Interpretation von Werken des großen polnischen Kompo­nisten. Der junge Österreicher gewann bei diesem legendären Klavierwettbewerb nicht nur den Zweiten Preis, sondern auch mehrere Sonderpreise und den Publikumspreis. Die Entscheidung der Jury löste eine intensive Debatte in der Öffentlichkeit aus und erregte weltweit Aufmerksamkeit.

1985 in Klagenfurt geboren, erhielt Ingolf Wunder im Alter von vier Jahren ersten Musikunterricht. Er spielte zunächst Geige und hatte bereits ein hohes Niveau auf diesem Instrument erreicht, als ein Lehrer die außergewöhnliche pianistische Begabung des inzwischen 14-Jährigen erkannte und ihn drängte, sich ganz dem Klavierspiel zu widmen. Schon bald darauf gab Wunder sein höchst erfolg­reiches Debüt im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses. Er studierte an den Konservatorien von Klagenfurt und Linz und machte sein Examen an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Betreut von Adam Harasiewicz, der 1955 den Chopin-Wettbewerb gewann, setzt er zurzeit seine Studien in Wien fort.

Vor Warschau hatte Ingolf Wunder bereits bei mehreren Wettbewerben den Ersten Preis gewon­nen, beispielsweise in Turin (European Music Competition), Hamburg (Steinway-Wettbewerb), Feldkirch (»prima la musica«), Asti (Concours Musical de France), Casarza (»VI Trofeo Internazionale«) und Budapest (Liszt-Wettbewerb); er ist zudem schon in der ganzen Welt aufgetreten: Argentinien, Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Spanien, Tschechien, Ungarn, USA und Zypern.

Anfang 2011 unternahm Ingolf Wunder gemeinsam mit den anderen Preisträgern des Chopin-Wettbewerbs 2010 eine außerordentlich erfolgreiche Japantournee mit dem Philharmonischen Orchester Warschau unter Leitung von Antoni Wit. Es folgten Chopin-Recitals in St. Petersburg, Barboursville (Virginia) und Vancouver. Weiterhin sind für dieses Jahr Auftritte geplant in den wichtigsten polnischen Konzertsälen – etwa in Warschau, Kraków und Gdańsk – sowie in Tel Aviv, Wien (Konzerthaus), Düsseldorf (Klavier-Festival Ruhr), Eisenstadt (Schloss Esterházy), Hamburg, Berlin, Oslo, Ankara, Zürich und Basel.

Im Januar 2011 wurde Ingolf Wunder Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Seine erste Aufnahme unter dem neuen Vertrag bietet ein Programm mit Solowerken von Chopin.

5/2011


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