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27.10.2010

Ohne Plüsch und Plunder - Jane Monheit

Sentimentale Balladen hat Jane Monheit schon genug gesungen. Nun suchte die frischgebackene Mutter für ihr Album “Home” beschwingtere Standards, die ihr derzeitiges Glücksgefühl besser widerspiegeln.

Jane Monheit, Ohne Plüsch und Plunder - Jane Monheit © by Vincent Soyez

Jane Monheit scheint sich “zu Hause” pudelwohl zu fühlen. Diesen Eindruck vermittelt zumindest das Coverfoto ihres neuen Albums “Home”, für das sie sich schelmisch kichernd in die Kissen schmiegte. Und die Sängerin hat in der Tat allen Grund, gut gelaunt zu sein. Schließlich ist ihr mit “Home” ein wunderbar relaxtes Album gelungen, vielleicht sogar das beste ihrer bisherigen Karriere. “Home” ist eine Ode an das Goldene Zeitalter der Jazzstandards. Aber diesmal trägt Monheit keine plüschigen Balladen vor, sondern fröhliche, sehr entspannt swingende Mid-Tempo-Nummern, die sie mitunter zu lockeren Scat-Einlagen inspirierten.

“Ich wollte ‘nach Hause’ zurückkehren, zu dem, was ich am meisten liebe”, sagt Jane Monheit. “Für mich gibt es nichts Besseres als einen Jazzstandard zu singen und ihm durch meine eigene Interpretation neues Leben einzuhauchen, ihn einem neuen Publikum in einem vollkommen neuen und anderen Licht zu präsentieren.”

Ihre Wahl fiel dabei auf überwiegend flottere und leichtherzigere Jazzklassiker wie “A Shine On Your Shoes”, “There’s A Small Hotel”, “Tonight You Belong To Me”, “Everything I’ve Got Belongs To You”, “Look For The Silver Lining”, “The Eagle And Me” und “Isn’t This A Lovely Day?”.

“Die fröhlicheren Songs haben einen besonderen Reiz auf mich ausgeübt”, sagt die 32-Jährige lachend und weist darauf hin, dass dies das erste Album ist, das sie aufgenommen hat, seit sie Mutter geworden ist (ihr Sohn kam zur Welt, als sie mitten in den Aufnahmen zu ihrem letzten Album “The Lovers, The Dreamers, And Me” steckte). “Ein Kind in meinem Leben zu haben, hat mich wirklich lockerer gemacht, vor allem auch in musikalischer Hinsicht!”

Begleitet wird Jane Monheit von den langjährigen Bandgefährten, die sie als ihre wahre Familie bezeichnet: Pianist Michael Kanan, Bassist Neal Miner und natürlich Ehemann Rick Montalbano am Schlagzeug. Hinzugestoßen sind bei einzelnen Stücken außerdem Gäste aus ihrem Freundeskreis wie Gitarrist Frank Vignola, der auch bei Konzerten oft die Band von Jane Monheit verstärkt, Trompeter Joe Magnarelli, Gitarrist und Sänger John Pizzarelli und Violinist Mark O’Connor. Pianist Larry Goldings und Sänger Peter Eldridge sind gemeinsam in dem von Goldings mit Cliff Goldmacher komponierten “It’s Only Smoke” zu hören. Eldridge ist Mitglied des Vokalensembles New York Voices und hatte Jane Monheit in der Manhattan School of Music einst als Gesangsschülerin. “Ich kenne Peter seit meinem vierzehnten Lebensjahr, und wir wollten schon seit langem unbedingt einmal etwas zusammen machen”, erzählt Jane Monheit. “Larry schrieb uns endlich das perfekte Lied für eine Zusammenarbeit.”


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