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07.04.2017

Sinnliche Klänge und große Gefühle - "Prehension" von Joep Beving

Der niederländische Pianist Joep Beving berührt auf seinem neuen Album "Prehension" mit meditativen Klangdichtungen.

Joep Beving, Sinnliche Klänge und große Gefühle - Prehension von Joep Beving © Rahi Rezvani

Die Melancholie ist die Farbe der Seele und der niederländische Pianist Joep Beving ein Meister ihrer musikalischen Vertonung. Mit seiner schlichten, eingängigen Tonsprache, den sanft dahinströmenden Melodien und warm tönenden Harmonien hat er sich in den vergangenen Jahren weltweit ein riesiges Publikum erschlossen. Mehr als 60 Millionen Mal wurde sein erstes Album "Solipsism" gestreamt; nun erscheint mit "Prehension" sein erstes Album bei Deutsche Grammophon und knüpft in seiner tiefen Ausdruckskraft und einnehmenden Poesie direkt an den Erfolg seiner bisherigen Einspielungen an.

Innigkeit, Konzentration und Ruhe gegen die Hektik der Welt

"Die Welt ist zurzeit ein hektischer Ort", sagt Joep Beving. Umso dringlicher sei sein Wunsch, "auf ganz einfache menschliche Weise mit den Leuten in Kontakt zu treten". Die Musik habe dabei als universelle Sprache die Macht, Menschen miteinander zu verbinden. Und in der Tat: Lauscht man der Musik auf seinem neuen Album, so entfaltet sich eine innige und tief berührende Schönheit in Klang wie Melodik, die Menschen über alle Grenzen hinweg zu begeistern vermag. Das entspricht auch der Gewissheit des Komponisten und Pianisten. So sagt Joep Beving: "Ich bin davon überzeugt, dass wir, ungeachtet der kulturellen Unterschiede, ein angeborenes Verständnis davon haben, was es heißt, Mensch zu sein". Seine Musik knüpft an die zutiefst menschlichen Empfindungen an und gießt sie in klangschöne und zart ausgestaltete Tonfolgen, deren minimalistischer Zauber sich mit suggestiver Kraft entfaltet. Mit sanftem Anschlag, konzentrierter Dichte und dem Mut zur schlichten Schönheit jenseits des schwelgerischen Pathos beeindruckt Beving auf "Prehension" in insgesamt 15 neuen Kompositionen und zieht dabei unmittelbar in den Bann.

In musikalischer Verwandtschaft zu Ólafur Arnalds, Max Richter und Nils Frahm

Mit seinen faszinierenden und klangsinnlichen Tonschöpfungen reiht sich Joep Beving ein in die eindrucksvolle Reihe neoklassischer Komponisten wie Nils Frahm, Max Richter oder Ólafur Arnalds, die jenseits starrer Genregrenzen und stilistischer Schubladen eine ganz eigene musikalische Sprache entwickelt haben. Dabei verbinden sie kunstvoll klassische Kompositionsformen mit eingängigen Melodien und sinnlichen Harmoniefolgen und schaffen es im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Werken, die Zuhörer direkt emotional zu erreichen. Für Joep Beving stehen auch auf seinem neuen Album "Prehension" die menschlichen Gefühle im Zentrum seiner Musik. Es sind die schwingenden Zwischentöne inniger Beziehungen, die unendlichen Farben menschlichen Lebens und die unterschiedlichsten Empfindungen von tiefer Traurigkeit bis hin zu inniger Freude, die sich in seinem Tastenspiel wiederspiegeln und die Beving höchst präzise und mit meditativer Intensität zum Klingen bringt. Der Künstler selbst sieht seine Kompositionen dabei als "einfache Musik für komplexe Gefühle". So ist es ihm ein Anliegen, dass seine Musik die Hörer nicht vollständig vereinnahmt, sondern ihnen vielmehr den inneren Raum öffnet, um den eigenen Gefühlswelten nachzuspüren und die betörenden Klangbilder seiner Kompositionen weiter zu entwickeln. Auf seinem Album "Prehension" ist ihm das auf faszinierende Art und Weise gelungen.


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