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Produktdetail
Johnny Cash, Legend Of Johnny Cash Vol. 2, 00602517138407

Legend Of Johnny Cash Vol. 2

Format:
CD
Label:
Universal Music
VÖ:
23.02.2007
Bestellnr.:
00602517138407
Produktinformation:

Manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und andere ziehen einen Kometenschweif hinter sich her. Als Johnny Cash 2003 starb, löste das eine Welle der Anteilnahme und ein monumentales Interesse an seinem Leben und Werk aus: Das Cash-Biopic "Walk The Line" mit Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon nominierte man für fünf Oscars (Witherspoon gewann die Trophäe in der Kategorie "Best Actress"). Die gleichzeitig mit dem Film erschienene Cash-Compilation "Ring of Fire - The Legend of Johnny Cash" verkaufte sich weltweit über drei Millionen Mal, sie hielt sich auf Platz 5 der Billboard-Album-Charts - unfassbar für eine CD mit teilweise 50 Jahre altem Material. Man kann es ruhig sagen: Johnny Cash ist eine Legende. Und der posthume Cash ist die größte Erfolgsgeschichte des jungen 21. Jahrhunderts.

Je tiefer man heute in den Katalog des Country-Revolutionärs eindringt, desto größere Perlen kommen zum Vorschein - das werden vor allem jüngere Cash-Fans beim Anhören von "The Legend Of Johnny Cash - Ring of Fire Vol. II" denken. Schon zu Lebzeiten war der Übersänger aus zwei Karrieregräbern auferstanden: 1966 schien er am Ende, zerstört von Drogen und Eheproblemen, heiratete dann die mit ihm seelenverwandte June Carter und wurde in den frühen 70ern Amerikas omnipräsente Country-Persönlichkeit. Zum Ende der 80er Jahre stellte ihn sein drittes Label Mercury aufs Abstellgleis, bis der Ex-Def Jam-Gründer Rick Rubin Cash 1993 "Carte Blanche" gab. Rubin und Cash produzierten fünf epochale Alben, die den "Highwayman" zum Inbegriff coolen Alternative Countrys - vor allem bei der MTV-Generation machten. Aus dem Repertoire, das er zwischen 1956 und 2003 bei seinen vier Plattenfirmen (Sun, Columbia, Mercury und American) einspielte, befinden sich 20 Songs auf "The Legend Of Johnny Cash - Ring of Fire Vol. II": Die CD beginnt mit vier Titeln, die Cash in den 1950er Jahren für sein erstes Label Sun aufnahm. | Allesamt erreichten sie die Spitzenpositionen der damaligen Country-Charts, so auch Cashs Nr. 1 Hit "Don´t Take Your Guns To Town", den er 1959 bereits auf seinem zweiten Label Columbia veröffentlichte. "Ring of Fire II" repräsentiert dann Cashs Output der 60er Jahre mit "The Ballad of Ira Hayes", mit dem Popstandard "It Ain´t Me, Babe" (Duett mit June Carter) und einem weiteren Nr. 1 Hit: "Daddy Sang Bass". In dieser Dekade wurde aus Johnny Cash der "Outlaw". Er zeigte dem Establishment den Stinkefinger, er randalierte in der Öffentlichkeit, er engagierte sich für die Rechte der Indianer. Cash thematisierte in "The Ballad of Ira Hayes" die tragische Geschichte eines Soldaten namens Ira, einem Pima-Indianer, der mit Orden dekoriert aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause kam, danach unter posttraumatischen Stresssymptomen litt, in einem Reservat verarmte und Alkoholiker wurde, bevor er 1955 unter miserablen Umständen starb. Zum Ende der 60er sangen Johnny Cash und Bob Dylan das Duett "Girl From The North Country", das auf Bob Dylans Country-Album "Nashville Skyline" erschien. Heute auf "Ring Of Fire II" gehört, besticht die Milchbärtigkeit Dylans gegen den Macho Cash auf diesem Track. Der medienscheue Dylan revanchierte sich danach mit einem gemeinsamen Auftritt in der ersten Episode der "Johnny Cash Show" auf dem ABC-Kanal. Vom gutturalen All-American-Bariton zu einer kontemplativen, brüchig und weise klingenden Stimme - die Metamorphose hört man auf den letzten sieben Titeln von "Ring Of Fire II". Rick Rubin produzierte diese finale Phase der letzten zehn Lebensjahre Cashs: "Unchained" ist dabei, das auf seinem gleichnamigem zweiten American Recording erschien, auf dem ihn Tom Petty & The Heartbreakers begleiten. "Bird On A Wire", den Leonard Cohen-Standard, kennen viele in der Version von KD Lang.

"The Legend Of Johnny Cash - Ring Of Fire Volume II" erscheint Ende Februar. Aus dem Pop-Olymp kommt er noch einmal zu uns herüber, und wieder wirft der "Man In Black" seinen Schatten weit voraus.

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