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26.03.2015

Billie Holiday - "die größte Jazzsängerin, die je gelebt hat" (José James)

José James, Billie Holiday - die größte Jazzsängerin, die je gelebt hat (José James)

Man sollte meinen, dass über 50 Jahre nach dem Tod von Billie Holiday und nach unzähligen Hommagen durch Größen wie Abbey Lincoln, Anita O’Day und Dee Dee Bridgewater das musikalische Vermächtnis der tragischen Jazzdiva bereits bis in die letzten Winkel ausgeleuchtet und interpretiert worden ist. "Was kann man da schon noch großartig Neues zu diesem Thema erwarten", könnte man sich fragen. Die Antwort gibt José James mit seinem Album "Yesterday I Had The Blues: The Music Of Billie Holiday", das einfach alle bisherigen Billie-Holiday-Hommagen in den Schatten stellt. 

Neun Nummer aus dem Billie-Holiday-Songbook neu interpretiert

Zusammen mit einem äußerst flexiblen und nuancenreich agierenden Trio (Pianist Jason Moran, Bassist John Patitucci und Schlagzeuger Eric Harland) interpretiert der New Yorker Sänger neun Nummer aus dem Billie-Holiday-Songbook. Und zwar in einer Weise, die einen von den ersten verhaltenen Takten des Openers "Good Morning Heartache" bis zu den letzten gesummten Tönen des Schlussliedes "Strange Fruit" vollkommen in Bann schlägt.

José James bezeichnet Billie Holiday als seine "musikalische Mutter"

Für José James ist Holiday nicht nur "die größte Jazzsängerin, die je gelebt hat", er bezeichnet sie sogar als seine "musikalische Mutter". "Die erste klare musikalische Erinnerung, die ich habe, ist die an Billie Holiday", sagt José, der bereits als Vierjähriger der Faszination ihrer Stimme erlag. "Ich entdeckte Billie dann in einer schwierigen Periode in meiner Teenager-Zeit wieder. So sehr ich damals auch Nirvana, De La Soul und A Tribe Called Quest liebte, so sprach mich ihre Musik doch auf eine viel tiefer gehende Weise an. Ihre Aufnahmen waren Meisterwerke - die von Schmerz und Traumata erzählten, vom Glauben an die Musik und an die Kraft der Veränderung. In ihr fand ich meine Lehrerin. Billie Holiday ist der Grund, dass ich Jazzsänger werden wollte. Sie führte mich auf den Pfad, auf dem ich heute wandle."

José James erfindet auf "Yesterday I Had The Blues" Billie Holiday-Klassiker neu

Entsprechend respekt- und liebevoll behandelt José James dann auch die Songs aus dem Œuvre seines Idols, obwohl er ihnen einen ganz eigenen Anstrich verleiht. Zu den Highlights gehören fraglos der cool groovende Blues "Fine And Mellow", das spritzig-swingende "What A Little Moonlight Can Do" , das mit einem funky Backbeat unterlegte "Lover Man" und vor allem die wirklich einzigartige, unter die Haut gehende Interpretation von "Strange Fruit", die José James ohne Instrumentalbegleituntg, mehrstimmig und dazu klatschend ganz in der Manier eines "Field Hollers" (Sklaven-Worksongs) vorträgt. Billie Holiday wäre sicher stolz auf ihren "musikalischen Sohn".

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