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04.10.2012

Preisregen bei den Gramophone Awards für Universal Music

Joseph Calleja, Preisregen bei den Gramophone Awards für Universal Music © Simon Fowler

Die jährlich von Redakteuren, Kritikern und Lesern des Gramophone Magazine vergebenen Gramophone Awards gelten als Oscars der Klassik. 21 Kategorien standen in diesem Jahr zur Wahl - und gleich sechs Trophäen, einschließlich der drei begehrtesten "Artist of the Year", "Young Artist of the Year" und "Lifetime Achievement", gingen an Universal Music mit den Klassiklabels Decca und Deutsche Grammophon.

Zum "Artist of the Year", der einzigen Direktwahl durch die Leser, wurde Joseph Calleja gekürt. Damit krönte Gramophone eine großartige Saison für den maltesischen Tenor, der kürzlich sein jüngstes Album mit einer Hommage an Hollywood-Tenor Mario Lanza veröffentlichte und als Solist bei der Last Night of the Proms für enthusiastische Publikumsreaktionen sorgte. Gramophone würdigte Calleja als einen "Tenor von außergewöhnlichem Format, dessen Eleganz und Stilgefühl auf der heutigen Opernbühne einzigartig sind".

Eine Doppelehrung wurde Benjamin Grosvenor zuteil. Der junge Pianist gewann nicht nur den Gramophone Award "Instrumental Album of the Year" für sein Decca-Aufnahmedebüt mit Chopin, Liszt und Ravel, das von Gramophone-Kritiker Rob Cowan für "überschwängliche Spielfreude" und "von besonderer Subtilität gekennzeichnete Bravour" gelobt wurde. Zudem wurde er von Gramophone als "Young Artist of the Year" geehrt. Grosvenor ist der jüngste Künstler in der Geschichte der Gramophone Awards, der zwei Trophäen in Empfang nehmen durfte, und ergänzt damit sein eindrucksvolles Künstlerprofil als jüngster Musiker, der je bei Decca unter Vertrag genommen wurde, jüngster Solist, der je die BBC Proms eröffnete, und Gewinner des UK Critics' Circle Awards 2012 für "Exceptional Young Talent".

Am anderen Ende des Spektrums wurde mit Maestro Claudio Abbado ein Künstler geehrt, der bereits seit 45 Jahren für herausragende Aufnahmen in den Diensten von Decca und Deutsche Grammophon steht. Der italienische Dirigent, der im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, gewann ebenfalls zwei Gramophone Awards. Für seine Liveaufnahme von Beethovens “Fidelio” mit Jonas Kaufmann und Nina Stemme beim Lucerne Festival erhielt er den Award "Opera of the Year". Mit dem “Lifetime Achievement Award" würdigte Gramophone Abbados beeindruckende Diskographie und sein lebenslanges Engagement für die Förderung junger Talente. Claudio Abbado ist Begründer und musikalischer Leiter des European Union Youth Orchestra und des Gustav Mahler Youth Orchestra, künstlerischer Direktor des Chamber Orchestra of Europe, Begründer und Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra und des Orchestra Mozart. Daniel Harding würdigte die Lebensleistung seines großen Kollegen mit den Worten: "Abbados Vision hat ihren Stempel bei jedem Orchester Europas hinterlassen".

Das Ensemble Plus Ultra und sein musikalischer Leiter Michael Noone vervollständigten den Preisregen für Universal Music. Ihre 10 CDs umfassende Aufnahme "Sacred Words" für Archiv Produktion mit Werken von Tomás Luis de Victoria wurde als "Early Music Record of the Year" ausgezeichnet.

Die vollständige Liste der Gramophone-Preisträger 2012 finden Sie hier.



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