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11.04.2002

Noch 7 Wochen...

Juan Diego Flórez, Noch 7 Wochen...

Als Tenor-Geschenk des Himmels bezeichnete ihn die deutsche Presse bereits im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Deccas "Rossini-Kantaten Vol.2". Und schnell gelangte der Mann mit dem besonderen Etwas in Stimme und Statur auf die Titelseiten der internationaler Fachmagazine...

 

Hören Sie schon jetzt einen Ausschnitt aus der Aufnahme: La Cenerentola ("Sì, ritrovarlo io giuro")

Maßgeblichen Anteil daran, daß die Presse letzten Sommer immer neue Lobeshymnen auf den zweiten Band der Rossini-Kantaten unter Riccardo Chailly (Dec 466 328-2) anstimmte, hatte der Peruaner Juan Diego Flórez, der am 2. April 2002 in Deutschland mit seinem sehnsüchtig erwarteten Rossini-Soloalbum an den Start gehen wird. Im Juni 2001 zierte der schöne Peruaner bereits die "Opernglas"-Titelseite und präsentierte sich im 4-seitigen Interview unter dem Titel "Mit der Gitarre zum Rossini-Tenor" als charmant-gewitzter Plauderer. Zum Beispiel darüber, wie für ihn alles angefangen hat:

 

"Mein Vater ist Sänger, er singt Musik der peruanischen Küste. Zu Hause war immer eine Gitarre, und er hat darauf gespielt. Oft habe ich als Kind die Gitarre in die Hand genommen und wollte das Instrument lernen. Mit elf Jahren habe ich dann gelernt, Gitarre zu spielen, mit 14 zu komponieren. Ich schrieb die Noten für meine eigenen Kanzonen und präsentierte mich in der Schule und in einer Piano-Bar. Mit 17 Jahren bin ich an das Konservatorium von Lima gegangen und habe Gesang studiert. Erst dort wählte ich die klassische Musik; vorher hatte ich gar nicht gewußt, ob ich mich für klassische oder populäre Musik entscheiden sollte."

 

Oder angesichts der zur Zeit vorherrschenden Vielzahl südamerikanischer Tenöre über die nationalen Unterschiede in den Timbres der Latein- und Nordamerikaner:

 

"Ich denke, das liegt auch an der Sprache. Es ist wie beim Aussehen der Leute: Die Nordamerikaner haben meist blaue Augen, die Lateinamerikaner schwarze, und so ist es auch mit den verschiedenen Stimmen. [...] Die spanischen, italienischen oder südamerikanischen Stimmen basieren mehr auf dem Klang aus dem Körper, die deutschen, englischen und nordamerikanischen Stimmen sind etwas mehr auf die Kopfresonanz aufgebaut. Für mich ist es daher schwierig, Lieder zu singen. Sie verlangen oft eine voix mixte, die ich nicht bringen kann. Ein wenig vielleicht, aber nicht genügend, um in diesem Fach gut zu sein. Daher ist für mich auch Mozart, zum Beispiel Tamino, schwieriger im Vergleich zum Ramiro in 'La Cenerentola'. Das ist eben grundverschieden."

 

Und wie! Wer's dennoch nicht glaubt, kann sich im folgenden Ausschnitt aus der großen Don Ramiro-Arie "Sì, ritrovarlo io giuro" eines Besseren belehren lassen. Die vollständige Arie dann ab 2. 4. auf Decca 470 024-2 - Juan Diego Flórez: Rossini Arias.


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