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05.04.2011

Das lyrische Ich - Julia Fischers neues Album „Poème“

Überall, wo Julia Fischer auftritt, wird sie euphorisch gefeiert und spätestens seit Paganinis „24 Caprices“ fliegt ihr auch fast uneingechränktes Kritikerlob zu. Mit „Poème“ widmet sie sich der Kunst des lyrischen Ausdrucks.

Julia Fischer, Das lyrische Ich - Julia Fischers neues Album Poème © Decca / Uwe Arens

Zum Verschnaufen kommt Julia Fischer derzeit selten. Am vergangenen Wochenende erst präsentierte die Geigerin als „Artist In Residence“ des Festspielhauses in Baden-Baden drei völlig verschiedene Konzerte mit Orchester- und Kammermusik. Bei den einst von Herbert von Karajan gegründeten Osterfestspielen in Salzburg steht in zwei Wochen ihr Debüt sowohl im Rahmen des Festivals als auch mit den Berliner Philharmonikern ins Haus, die von Maestro Sir Simon Rattle persönlich geleitet werden. Die Gastspiele mit dem „Violinkonzert a-Moll von Glazunow“ finden am 18. und 24. April statt und werden wichtige Stationen in der Künstlerbiographie der Münchner Geigerin sein. Zuvor wirkt sie darüber hinaus am 12. April in Zürich bei einem Benefiz-Konzert für Japan mit, für das sich erstmals Musiker des Tonhalle-Orchesters Zürich, des Orchesters der Oper Zürich und des Zürcher Kammerorchesters zusammenfinden und für welches Christoph von Dohnányi als Dirigent gewonnen werden konnte. Auf dem Programm stehen das Violinkonzert von Jean Sibelius und Beethovens 5. Symphonie, die Erlöse kommen der Organisation „Glückskette“ zugute.

Das sind nur einige der wichtigen Ereignisse, die zurzeit die musikalische Laufbahn von Julia Fischer in sehr positivem Sinne prägen. Wichtig wird beispielsweise auch der 15. April, wenn ihr neuestes Album „Poème“ erscheint. Denn das Repertoire dieser Aufnahmen erweitert das Profil der Künstlerin um neue Akzente, die bislang weniger im Fokus der Aufmerksamkeit standen. Es handelt sich um Musik von Ottorino Respighi, Josef Suk, Ernest Chausson und Ralph Vaughan Williams, ein impressionistisch geprägtes Programm, das seinen Schwerpunkt auf das Gefühl, die Feinheiten der Klangfarbengestaltung ebenso wie auf die richtige Dosierung von Pathos legt. „Es ging uns um Stücke, die sich ähnlich sind und mehr oder weniger aus derselben Zeit stammen“, meint die Künstlerin selbst und ergänzt, dass sie eine enge Verbindung zu jedem der vier Stücke habe. So gehörte beispielsweise Suks „Fantasy“ zu den Werken, die sie schon zu Kinderzeiten immer wieder gehört hatte. Eines ist daher jetzt schon klar: „Poème“ wird ein weiterer Markstein im Künstlerleben Julia Fischers sein. Denn es ist eine ebenso mutige wie persönliche, eine intensive und bewegende Aufnahme.


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