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15.02.2011

Biografie Julia Fischer

». . . sie demonstriert durchweg eindrucksvolle technische Meisterschaft . . . Vielen ihrer Kollegen ist sie dadurch überlegen, dass sie aus jedem Capriccio Musik macht, indem sie einfallsreich Ausdruck und Charakter hinzufügt, Strukturen herausarbeitet, die Klangfarben variiert und harmonische Entwicklung vermittelt. Sie verfügt über einen satten Ton, ihre Bogenführung kraftvoll . . .«
The Strad (Harrow, Großbritannien); CD-Rezension von Paganinis Capriccios

Julia Fischer kam 1983 in München zur Welt und erhielt mit drei Jahren ersten Klavierunterricht bei ihrer Mutter. Bald darauf begann sie auch Geige zu spielen, und nach einem dreijährigen Studium am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium wurde sie Schülerin der berühmten Violinpädagogin Ana Chumachenco an der Musikhochschule München. Gerade einmal elf Jahre alt, gewann sie 1995 die »Yehudi Menuhin International Competition for Young Violinists«. Im folgenden Jahr erhielt sie den ersten Preis bei der »Eurovision Competition for Young Instrumentalists« in Lissabon. Den großen Durchbruch zu ihrer internationalen Karriere brachten 2003 die Auftritte in der Carnegie Hall und im Lincoln Center in New York unter der Leitung von Lorin Maazel. 2007 wurde Julia Fischer bei den Classic FM Gramophone Awards als »Künstlerin des Jahres« ausgezeichnet. Inzwischen ist sie eine der gefragtesten Musikerinnen ihrer Generation, tritt regelmäßig mit allen großen europäischen und nordamerikanischen Orchestern und Dirigenten auf und gastiert bei den wichtigsten Festivals, einschließlich der BBC Proms. 2009 besuchte sie als Dirigentin und Solistin mit der Academy of St. Martin in the Fields auf der Jubiläumstournee anlässlich des 50. Geburtstags des Ensembles elf europäische und zehn nordamerikanische Städte. Im März 2011 tritt sie mit diesem Orchester in vier Städten in der Schweiz auf. Während der Saison 2010–2011 ist Julia Fischer »artist-in-residence« des Orchestre Philhar¬monique de Monte-Carlo und in Baden-Baden.

Zu den Höhepunkten der Saison 2010–2011 gehören die Violinkonzerte von Beethoven und Schostakowitsch auf einer Tournee durch vier Städte in Deutschland und Frankreich mit dem London Philharmonic Orchestra und Vladimir Jurowski; Schumann-Sonaten mit dem Pianisten Martin Helmchen in London, Deutschland und Spanien; Brahms’ Doppelkonzert mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott und der Ungarischen Nationalphilharmonie unter Zoltán Kocsis in Deutschland sowie mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo unter Neeme Järvi in Monte Carlo und Spanien. Nach ihrem Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen, wo sie im April 2011 Glasunows Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Sir Simon Rattle spielt, wird Julia Fischer in Cleveland mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst das Violinkonzert von Berg aufführen.

Während ihrer gesamten Laufbahn als Violinistin hat sich Julia Fischer parallel auch dem Klavierspiel gewidmet. 2008 gab sie in der Alten Oper in Frankfurt ihr profes¬sionelles Pianistendebüt, als sie am selben Abend Solistin in Griegs Klavierkonzert und in Saint-Saëns’ Violinkonzert Nr. 3 war. Die Aufnahme dieses begeistert gefeierten Konzertabends erschien 2010 bei Decca auf DVD.

Julia Fischer ist seit 2008 Decca-Exklusivkünstlerin. Das erste Album bei ihrem neuen Label – als Dirigentin und Solistin in Bachs Violinkonzerten mit der Academy of St. Martin in the Fields – erschien im Januar 2009 unter großem Beifall der Kritik (MIDEM Classical Award als »Instrumentalistin des Jahres« 2009). Julia Fischer hat bereits viele Preise für ihre früheren Aufnahmen erhalten, u. a. gleich zweimal den begehrten Echo-Preis, den BBC Music Magazine Award sowie die angesehenen französischen Auszeichnungen Diapason d’or und Choc du Monde de la musique. Ihre zweite Decca-Aufnahme, die Paganinis 24 Capriccios galt, erhielt 2010 eine Grammy-Nominierung. Ihr neues Album mit dem Titel Poème – eine lyrische und poetische Anthologie impressionistischer Werke für Violine und Orchester – kommt 2011 heraus.

Julia Fischer, die ihre pädagogische Arbeit als wesentlichen Bestandteil ihrer Laufbahn betrachtet, ist (derzeit Deutschland jüngste) Professorin an der Hochschule für Musik in Frankfurt.

2/2011


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