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05.09.2012

Das neue Album „Leben und leben lassen“ der Kastelruther Spatzen

Kastelruther Spatzen, Das neue Album Leben und leben lassen der Kastelruther Spatzen

„Leben und leben lassen“ ist ein Ausdruck dafür, dass jeder auf seine eigene Art glücklich werden soll. Jeder Mensch soll so sein wie er möchte und in dieser Weise auch von anderen akzeptiert und toleriert werden. Die Kastelruther Spatzen rufen mit dem Titel ihres neuen Albums zu mehr Toleranz und Menschlichkeit auf. Emotional und ergreifend erzählen die Spatzen ihre Geschichten und verarbeiten ihre Erlebnisse. Die Kastelruther Spatzen haben im Grunde immer schon genau hingeschaut und ihre Lieder aus dem Hier und Jetzt des Lebens entworfen. Es ist ein Teil ihres Erfolgsgeheimnisses, dass sie nicht nur die schöne heile Welt besingen, sondern immer auch die Helden des Alltags oder tragische Lebensgeschichten aus ihrem direkten Umfeld. Wobei auf der anderen Seite nichts falsch daran ist, das Schöne und Wahre der Welt den Menschen über Lieder nahe zu bringen, solange die Botschaften authentisch sind.

 

Der Erfolg ihrer Musik begleitet die Kastelruther Spatzen jetzt schon 30 Jahre lang. Auszeichnungen wie fünf goldene Stimmgabeln, zahlreiche „Kronen der Volksmusik“ sowie unglaubliche 13 Echos machen die Spatzen immer noch konkurrenzlos zur erfolgreichsten Volksmusikgruppe aller Zeiten. Bereits im Jahr 1983 haben sie ihre allererste Schallplatte produziert und veröffentlicht - zur Feier dieses 30jährigen Tonträger-Jubiläums wird ab Januar 2013 eine ausgedehnte Tournee stattfinden, bei der natürlich neben ihren großen Hits auch die neuen Lieder live auf der Bühne vorgestellt werden.

 

Den Kastelruther Spatzen ist mit „Leben und leben lassen“ einmal mehr ein wahres Meisterwerk gelungen. Gleich der Titelsong des Albums „Leben und leben lassen“ ist ein melodisches Lied mit einem flotten Refrain im typischen bläserorientierten Spatzensound. Zeilen wie „Und darum leben und leben lassen, lass jeden so, wie’s ihm gefällt“ legen dar, wie wichtig den Spatzen Toleranz gegenüber den Mitmenschen ist, denn „ohne etwas Toleranz tanzen wir den letzten Tanz“ bringen sie es auf den Punkt. „Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, andere Menschen - auch aus anderen Kulturen - zu verstehen und zu akzeptieren“, erklärt der Sänger Norbert Rier die Idee zu dem Song. „Man darf sich nicht durch Vorurteile blenden lassen.“

 

Ein ganz besonderes und persönliches Lied ist das balladeske Duett „Deine Träume sind meine Träume“ von Norbert und seinem Sohn Alexander. Hier geht es um die Liebe zwischen Vater und Sohn, um die feste Bande zwischen Vater und Kind, was auch immer passiert. Diese innige Verbundenheit zwischen einem Vater und seinem Sohn bleibt immer bestehen, egal was kommen mag. Der Titel offenbart, wie nahe sich Norbert und Alexander stehen und wie wichtig familiärer Zusammenhalt für das Glück im Leben ist.

 

Doch die Lieder auf „Leben und leben lassen“ handeln wie schon angekündigt nicht nur von der scheinbar heilen Welt, sondern beschreiben immer wieder, dass das Leben auch seine Schattenseiten hat. Ein gutes Beispiel hierfür ist die ergreifende Ballade „An Papa“. In dem Lied schreibt ein kleiner Junge einen Brief an seinen verstorbenen Vater in den Himmel. Mit einer langsamen, schönen Melodie, verhaltener Akkordeonbegleitung und leisen Bläsersätzen erreicht das Lied Herz und Seele. Der Sprechgesang im Refrain unterstreicht die emotionale Handlung. Es ist ein einfühlsamer Song mit melancholischen und eindringlichen Momenten. In den Worten „An Papa - liest der Mann auf dem Postamt und kämpft mit den Tränen. Und er sagt: Weißt du, mein Kind, ein Brief zum Himmel kostet keinen Cent“ löst sich die Tragik des Moments in ein befreiendes und gutes Ende auf.

 

Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist der Lieblingstitel von Norbert Rier „Sandy geht nicht heim“. Inhaltlich geht es darum, wie schlimm es für Kinder ist, in einem Haus voller Streit aufzuwachsen. Aus diesem Grund läuft das kleine Mädchen Sandy von daheim weg: „Zu Hause hat für sie jetzt keiner die Geduld, vielleicht ist sie an allem schuld.“ Ein zerstrittenes Elternhaus trifft die Kinder am härtesten. Deshalb war es den Kastelruther Spatzen wichtig, diese Botschaft weiter zu geben. So sehr Sandy auch leidet, sie gibt nicht auf, sie „will weiter gehen, bis die Eltern sich verstehn und vielleicht wird alles gut“.

 

Auch der Titel „Wohin die Züge gehn“ erzählt eine ernste Spatzen-Geschichte. Die erschütternde Geschichte eines vereitelten Freitodes zeigt erneut, dass die Spatzen ihre Inhalte aus dem wirklichen Leben gewinnen. Das Lied beschreibt, wie ein kleiner Junge einen Mann vor dem Selbstmord bewahrt. „Hast du ein Kind, vielleicht auch zwei, ich weiß genau, sie brauchen dich“, heißt es da. Mit diesen Worten hält der Junge den Mann davon ab, sich von der Brücke vor einen Zug zu stürzen, regt ihn an, nochmal über sein Leben nachzudenken. Der Junge will dem lebensmüden Mann klar machen, dass es allein schon für die Liebe zu leben lohnt. Musikalisch ist der Song ein klassischer Schlager im Spatzensound mit eingängigem Refrain und wunderschön gesetzten Bläserarrangements.

 

„Leben und leben lassen“ ist das Motto des Albums. Solange es niemandem schadet, sollte jeder Mensch das Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben haben. Es ist erstaunlich, aber die Kastelruther Spatzen haben über drei Jahrzehnte ihre Stilistik erhalten und dabei doch immer wieder neue und wegweisende Inhalte in ihre Lieder einfließen lassen. Stillstand gab es im Grunde nie. Und genau diese musikalische und inhaltliche Weiterentwicklung ohne die volksmusikalischen Wurzeln zu vernachlässigen, sind am Ende der Grund dafür, dass die Spatzen auch mit diesem Album wieder gradlinig auf der Straße des Erfolgs Richtung Zukunft voranschreiten werden.

 


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