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18.07.2007

Keith Jarrett / Gary Peacock / Jack DeJohnette begeistern in Essen

Keith Jarrett, Keith Jarrett / Gary Peacock / Jack DeJohnette begeistern in Essen

Es war das erste Konzert des Trios Jarrett / Peacock / DeJohnette in Deutschland seit jenem vom Sommer 2001 in München, das auf dem ECM-Album The Out-of-Towners festgehalten ist. Beim Klavier-Festival Ruhr in der Philharmonie Essen ließ sich der Pianist gar zu zwei Zugaben bewegen.

Musikalisch war es unspektakulär - aber wunderbar. Immerhin gelten Jarrett und seine beiden Partner als Klaviertrio Nr.1 des heutigen Jazz und spielen nach knapp 25-jähriger Zusammenarbeit auch dann noch auf überdurchschnittlichem Level, wenn sie - wie in Essen - lustlos von der Bühne blicken. Statt durch virtuose Kabinettstückchen überzeugten sie durch organisches Zusammenspiel, einfache Melodie- und klare Linienführung.
 
Auf dem Programm stand neben bekannten Standards aus dem Great American Songbook, bewährten Jazz-Klassikern (z.B. Monks "Straight No Chaser") oder einer eigenen Nummer aus Jarretts Zeit bei Charles Lloyd ("Is It Really the Same") auch selten Gespieltes aus der Feder moderner Jazzmusiker wie Paul Desmond ("Late Lament") und Pete LaRoca ("One for Majid") - Referenzen an Jazzauffassungen, denen Jarrett huldigt, die er aber viel freier auslegt. Und der verhaltene Latin-Groove von "Poinciana", an die "amtliche" Version von Ahmad Jamal angelehnt, trug in der endgültigen Zugabe noch eine ganz andere Farbe zum Abend bei.


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