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09.10.1989

Keith Jarrett Trio - Standards In Norway

Keith Jarrett, Keith Jarrett Trio - Standards In Norway

Als sich Keith Jarrett 1983 mit dem Bassisten Gary Peacock und dem Schlagzeuger Jack DeJohnette für ein paar Aufnahmesessions im New Yorker Studio Power Station traf, war eigentlich nur ein einmaliger Exkurs in die Welt des "Great American Songbook" geplant. Doch schnell erkannten der Pianist und seine beiden Gefährten, daß die Klassikersammlung des Jazz noch reichlich Material für eine weitere und tiefschürfendere Auseinandersetzung bieten würde. Schon bei den ersten Sessions wurde genug Stoff für drei Alben eingespielt: "Standards, Vol. 1",  "Standards, Vol. 2" und  "Changes". Während die beiden ersten Alben ausschließlich Interpretationen von Jazzstandards und einem älteren Jarrett-Original enthielten, frönte das Trio - das sechs Jahre zuvor auf Gary Peacocks ECM-Album "Tales Of Another" zueinandergefunden hatte - auf "Changes" der ungebundenen Improvisation.

Danach folgte ein Serie von brillanten Live-Alben. Auf "Standards Live" (1985 in Paris aufgenommen) und "Still Live" (1986 in München) widmete sich das Trio wieder ganz den alten Klassikern. Mit "Changeless" (1987 in Lexington, Dallas, Houston und Denver) unternahm es danach einen weiteren Ausbruch ins Feld der freien Improvisation. Dann erschienen Doppelalbum "Tribute" (1989 in Köln), das einzelnen Interpreten gewidmet war, und "The Cure" (1990 in New York). Im Oktober 1991, zwei Wochen nach dem Tod von Miles Davis, entstand in einem New Yorker Studio schließlich die wunderbare Miles-Davis-Hommage "Bye Bye Blackbird".
 
Obwohl bereits im Oktober 1989 bei einem Auftritt im Konserthus in Oslo mitgeschnitten, wurden die Aufnahmen von "Standards In Norway" erst 1995 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit "All Of You", "Little Girl Blue", "Just In Time", "Old Folks", "Dedicated To You", "I Hear A Rhapsody" und "How About You?" präsentierten Jarrett, Peacock und DeJohnette bei ihrenm Auftritt in Norwegen sieben Nummern, die Jazzfans bestens bekannt sind. Und stets gelang es ihnen, diesen Titel neue Aspekte abzugewinnen. Das absolute Highlight des Konzertes war allerdings die flott vorgetragene Interpretation des selten gespielten Sammy Fain/Paul Webster-Songs "Love Is a Many-Splendored Thing".



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