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Krystian Zimerman BACKSTAGE EXCLUSIV

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Biografie

02.01.2000

Biografie

Nach seinem Warschauer Erfolg debütierte Krystian Zimerman in vielen Ländern Europas und traf in Paris mit Artur Rubinstein zusammen. 1977 trat Krystian Zimerman zum ersten Male bei den Salzburger Festspielen auf. Es folgten ausgedehnte Tourneen durch Japan (1978) und in die USA (1979). Mit Herbert von Karajan trat er 1980 erstmals bei den Internationalen Musikfestwochen in Luzern und bei den Salzburger Pfingstkonzerten auf.

In den nächsten Jahren gab Krystian Zimerman Recital- und Konzerttourneen in Europa, den USA und Japan, machte Schallplattenaufnahmen und arbeitete ständig an der Erweiterung seines Repertoires, das Werke von Bach bis Lutos»awski umfaßt. Bei den Salzburger Festspielen 1988 spielte er Lutos»awskis für ihn komponiertes Klavierkonzert und ging im Anschluß mit diesem Programm auf Europa- und USA-Tournee, aber auch für  die Deutsche Grammophon ins Aufnahmestudio. Den mit Leonard Bernstein begonnenen Aufnahme-Zyklus der fünf Beethoven-Konzerte (Wien 1989) beendete Krystian Zimerman nach dem Tod des großen Künstlers ohne Dirigenten im Stile Bernsteins. Der Pianist hat mit allen großen europäischen und amerikanischen Orchestern unter Dirigenten wie Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Carlo Maria Giulini, Lorin Maazel, Seiji Ozawa, André Previn und Giuseppe Sinopoli zusammengearbeitet.

Zu seinem größten Erfolg zählt Krystian Zimerman nicht die ersten Preise, die er bei diversen internationalen Wettbewerben erhielt, sondern die Tatsache, daß es ihm gelingt, in der Saison einen Rhythmus zu finden, der es ihm erlaubt, ständig neues Repertoire zu erlernen. Es sind im Jahr ein bis drei neue Klavierkonzerte, Kammermusik und viel Solorepertoire, welches sich im Laufe der letzten 21 Jahre, in denen er regelmäßig die Konzertpodien besuchte, zu über 30 Klavierabend-Programmen und derselben Anzahl von Klavierkonzerten ausbauen ließ. Zu den normalerweise weniger als 50 Auftritten pro Jahr kommen Kammermusikbegegnungen und Meisterkurse. Seit 1986 widmet Krystian Zimerman bis zu 12 Konzerten jährlich diversen Wohltätigkeits-Anlässen. Im Oktober 1996 übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Musikakademie in Basel. 1999 gründete Krystian Zimerman ein eigenes Orchester für eine Tournee, auf der er Chopins Klavierkonzerte spielt und dirigiert; zu den Höhepunkten der Tournee zählt ein Konzert in Paris zum Gedenken an Chopins Todestag.

1976 unterzeichnete Krystian Zimerman seinen ersten Exklusiv-Vertrag mit der Deutschen Grammophon. Vielbeachtete Aufnahmen sind seitdem entstanden: die Schumann- und Grieg-Konzerte mit Herbert von Karajan, die zwei Brahms-Konzerte mit Leonard Bernstein sowie die Chopin-Konzerte mit Carlo Maria Giulini und Werke von Liszt mit Seiji Ozawa. Seine Aufnahmen wurden geradezu mit internationalen Preisen überschüttet: Chopin-Balladen, Strauss- und Respighi-Sonaten mit Kyung-Wha Chung, Schuberts Impromptus und Liszts h-moll-Sonate, Lutos»awskis Klavierkonzert, die Beethoven-Konzerte mit Leonard Bernstein. Seine 1994 veröffentlichte Solo-Aufnahme mit Debussys Préludes gehört zu den mit den meisten Preisen ausgezeichneten Einspielungen der letzten Jahre: Gramophone Awards 1994 "Instrumental" und "Aufnahme des Jahres", Choc de l'Année 1994, Ritmo Award 1994, Echo Klassik Preis, Edison Award sowie Cannes Classical Award, Grand Prix de la Nouvelle Académie, Diapason d'Or de l'Année und Grand Prix du Discophile Répertoire - alle 1995. Bei der Verleihung der Cannes Classical Awards 1995 wurde Krystian Zimerman als "Soloinstrumentalist des Jahres" ausgezeichnet. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt eine Aufnahme mit Maurice Ravels Klavierkonzerten, die er mit dem Cleveland Orchestra und dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez eingespielt hat.

3/1999