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Biografie

18.06.2012

Biografie

»Seine ungeheure Vielfalt an Farben und Strukturen, dynamischen Schattierungen und rhetorischen Gesten ist atemberaubend. Er kann singen und eine Linie halten, er weiß, wann Begleitfiguren unterzuordnen sind, und verfügt über ein riesiges Artikulationsspektrum.« BBC Music Magazine, London, November 2008

Ausverkauft und hochgelobt sind Lang Langs Auftritte in allen großen Konzertsälen der Welt. Als erster chinesischer Pianist wurde er von den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern und den »fünf Großen« unter den amerikanischen Orchestern engagiert. Seine Begabung und Persönlichkeit machen ihn zum idealen Botschafter der klassischen Musik und zum Vorbild für junge Menschen. Er ist der erste klassische Musiker, der ein Exklusivkonzert in der digitalen Welt von Second Life gespielt hat.
 
1982     
Geboren in Schenyang, China. Erster Klavierunterricht mit drei Jahren bei Professor Zhu Ya-Fen vom Konservatorium seiner Heimatstadt

1987     
Erster Preis beim Klavierwettbewerb in Schenyang und erstes öffentliches Recital. In den darauf folgenden Jahren gewinnt er den ersten Preis beim Fünften Xing Hai Cup-Klavierwettbewerb in Peking, den ersten Preis und eine Auszeichnung für die hervorragende künstlerische Darbietung beim Vierten Internationalen Jugend-Klavierwettbewerb in Deutschland sowie den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker, der 1995 in Japan stattfindet

1991     
Beginnt ein Studium bei Professor Zhao Ping-Guo an der Zentralen Musikhochschule in Peking

1995     
Spielt sämtliche Etüden von Chopin im Pekinger Konzertsaal

1996     
Wirkt als einer der Solisten beim Eröffnungskonzert des Nationalen Symphonie-Orchesters von China mit, das Präsident Jiang Ze-Min als Ehrengast besucht

1997     
Nimmt am Curtis Institute in Philadelphia ein Studium bei Gary Graffman auf, das er 2002 abschließt

1999    
Entscheidender Karriere-Durchbruch, als er in letzter Minute für André Watts beim Ravinia Festival einspringt und Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Chicago Symphony Orchestra spielt

2001    
Spielt bei seinem von der Kritik gefeierten Debüt in der ausverkauften Carnegie Hall Griegs Klavierkonzert. Reist mit dem Philadelphia Orchestra und Wolfgang Sawallisch auf der Jubiläumstournee zum 100. Geburtstag des Orchesters nach Peking. Sensationelles Debüt bei den BBC Proms mit dem Klavierkonzert Nr. 3 von Rachmaninow

2001/2002    
Recital-Debüts in der Londoner Wigmore Hall, im Kennedy Center in Washington und im Pariser Louvre. Debüts bei den New Yorker Philharmonikern und dem London Philharmonic Orchestra, jeweils unter Christoph Eschenbach, unter dessen Leitung er auch eine Europatournee unternimmt; Konzerte mit dem NHK Symphony Orchestra unter Charles Dutoit, die im Fernsehen übertragen werden

2002     
Beim Schleswig-Holstein Musik Festival erhält er als erster den Leonard-Bernstein-Preis. Er gastiert mit fünf Auftritten eine ganze Woche beim Ravinia Festival

2003     
Lang Lang macht seine erste Aufnahme für Deutsche Grammophon: das jeweils Erste Klavierkonzert von Tschaikowsky und Mendelssohn mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim (Echo-Preis 2004). Festspiel-Auftritte u. a. beim Eröffnungskonzert der BBC Proms, beim Festival »Mostly Mozart« (erstmals), in Aspen, Tanglewood, Ravinia, Verbier sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Triumphales Recital-Debüt in der Carnegie Hall, das mitgeschnitten und 2004 veröffentlicht wird

2004     
Konzertauftritte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, Orchestre de Paris, der Staatskapelle Berlin, dem Orchester des Mariinski-Theaters und den Berliner Philharmoni¬kern. Wird UNICEF-Botschafter. Recital-Debüt in der Berliner Phil¬har¬mo¬nie und Recital-Tournee durch die USA. Auszeichnung mit dem Echo-Preis als »Instru¬mentalist des Jahres«. Die Aufnahme seines Recitals in der Carnegie Hall kommt in Deutschland in die Pop-Charts und erhält den österreichischen Amadeus-Musikpreis 2005

2005     
Auftritte in Peking und eine ausgedehnte Nordamerika-Tournee mit dem China Philharmonic Orchestra und zahlreichen führenden internationalen Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, Concertgebouw Orkest und den Wiener Philharmonikern. Mitwir¬kung beim zweiten »Konzert für Europa« mit den Wiener Philharmonikern unter Mehta, das in aller Welt im Rundfunk gesendet wird. Erste Südamerika-Tournee. CD: Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und dessen Rhapsodie über ein Thema von Paganini unter Gergiev

2006    
Konzerte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, Philadelphia Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, den New Yorker Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin und den Berliner Philharmonikern. Festspielauftritte in Verbier, La Roque d’Anthéron, Salzburg und bei den Proms. Zur Eröffnung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 musiziert er im Münchner Olympiastadion. Steinway & Sons entwickelt den »Lang Lang Steinway«. Lang Langs Album Memory erreicht Platz 1 der Billboard-Klassik-Hitliste. Dragon Songs, ein abendfüllender, während Lang Langs großer Konzertreise durch China aufgenommener Dokumentarfilm erscheint auf DVD; die Musik von Dragon Songs ist auch auf CD erhältlich. Zwei Soundtracks erscheinen auf CD: The Banquet mit Musik von Tan Dun und The Painted Veil mit Musik von Alexandre Desplat (Los Angeles Film Critics Association Award 2006; Golden Globe 2007).

2007    
Zu den besonderen Höhepunkten des Jahres zählen seine Konzerte bei den Salzburger Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern und in der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern sowie Open-Air-Konzerte mit dem Gulbenkian-Orchester in Deutschland. Im Herbst zehn unterschiedliche Klavierkonzerte zum 10. Jubiläum des Beijing International Festivals und zur Feier seines eigenen 20-jährigen Bühnenjubiläums. Uraufführung einer neuen Komposition von Nigel Hess über das Leben der englischen Königin Mutter in Anwesenheit von Prince Charles und ein Auftritt bei der Verleihung der Classical Brit Awards in der Royal Albert Hall in London. Veröffentlichung: Lang Langs erste Beethoven-Aufnahme, die Klavierkonzerte Nr. 1 und 4 mit dem Orchestre de Paris unter Christoph Eschenbach.

2008    
Im Februar tritt Lang Lang gemeinsam mit dem legendären Jazzpianisten Herbie Hancock bei der Verleihung der Grammy Awards auf. Uraufführung eines neuen Klavierkonzerts von Tan Dun mit den New Yorker Philharmonikern. Im August erleben weltweit über fünf Milliarden Zuschauer Lang Langs Auftritt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking. Weitere Höhepunkte des Sommers sind eine Chinatournee mit dem Philadelphia Orchestra (Eschenbach), Konzerte bei den Salzburger Festspielen und beim Klavier-Festival Ruhr, Auftritte mit den New Yorker Philharmonikern im Central Park und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Hollywood Bowl sowie ein Recital bei den BBC Proms. Veröffentlichung von Lang Langs Autobiographie »Journey of a Thousand Miles«. Im Oktober Gründung der Internationalen Musikstiftung des Pianisten. Veröffentlichung: Chopins Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Mehta

2009    
Ab der Spielzeit 2008/09 gibt Lang Lang breit angelegte, ausgedehnte Gastspiele in Musikmetropolen der USA, Kanadas und Europas; zu seinen vielfältigen Aktivitäten dabei zählen Meisterkurse, Kammerkonzerte, Besuche in Schulen und Gespräche mit Studenten, Orchesterkonzerte, Aufführungen traditioneller chinesischer Musik durch chinesische Musiker, Klavierspiel zu vier Händen mit Kindern sowie Vokal-Recitals und Klavierduos. Weitere Verpflichungen sind Europatourneen mit dem Gewand¬haus¬orchester Leipzig (Chailly) und dem Concertgebouw Orkest (Harding), und eine Welttournee mit den Wiener Philharmonikern (Mehta); Aufführungen von Vaughan Williams’ Doppel¬konzert und Gershwins Rhapsody in Blue mit Herbie Hancock in ganz Europa und Nordamerika; Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und eine Tournee mit der Staatskapelle Dresden; Recitals in Japan, Europa und den USA sowie in Mumbai und Abu Dhabi. Die Veröffentlichung seines neuen Albums mit Klaviertrios von Tschaikowsky und Rachmaninow steht im Herbst an

2010
Das neue Jahrzehnt beginnt für Lang Lang mit zahlreichen Großereignissen. Als Christoph Eschenbach seinen Einstand als neuer Leiter des National Symphony Orchestra in Washington DC präsentiert, ist Lang Lang als Solist mit von der Partie. Ebenso wirkt er bei der Saisoneröffung der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern mit. Das Pariser Salle Pleyel widmet ihm ein eigenes „Lang Lang Festival“, bei dem er auch mit Roberto Alagna auf der Bühne steht. Das Londoner Southbank Center wiederum stellt ein Projekt unter dem Titel „Lang Lang Inspires“ auf die Beine, in dessen Zusammenhang er unter dem Motto „Massed Piano Project“ zusammen mit 100 Nachwuchspianisten an 51 Flügeln spielt. Darüber hinaus ist er unter anderem beim Neujahrskonzert der New Yorker Philharmoniker im Lincoln Center zu erleben und stellt im Rahmen von Residencies in Mailand, Madrid und Sydney sein pianistisches Können unter Beweis.

2011
Zu den wichtigen Konzerten des Jahres 2011, bei denen Lang Lang als Gaststar fungiert, zählen unter anderem die Gala zum 100-jährigen Bestehen der San Francisco Symphony, die Last Night of the Proms in der Londoner Royal Albert Hall und das Konzert zum 200.Geburtstag von Franz Liszt mit dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit, das live in über 500 Kinos weltweit übertragen wird. Ebenso spielt er Tourneen mit dem Concertgebouw Orchestra, den Wiener und New Yorker Philharmonikern. Lang Lang fungiert darüber hinaus als Creative Director der Ascent Series des Cincinnati Symphony Orchestra. Nachhaltig an der musikalischen Erziehung des Nachwuchses interessiert, eröffnet der Pianist die Lang Lang Music World in Shenzhen und Chongqing, wo Kinder mit Unterricht, Meisterklassen und Wettbewerben an die professionelle Musikwelt herangeführt werden. Außerdem veröffentlicht Lang Lang seine Biographie „Musik ist meine Sprache: Die Geschichte meines Lebens“, die sofort in elf Sprachen übersetzt wird.

2012
Neben umjubelten Konzerten wie einem Solorecital in der New Yorker Carnegie Hall ist Lang Lang erneut mit Roberto Alagna live zu erleben und erhält außerdem die Ehrendoktorwürde der Manhattan School of Music. Im Vorfeld seines 30.Geburtstag erschienen seine erste Werkschau „Complete Recordings 2000-2009“ und eine Zusammenstellung pianistischer Highlights unter dem Titel „It's Me“. Am 15.Juni geht in der Berliner O2 Word eine spektakuläre Geburtstagsparty über die Bühne mit diversen musikalischen Gästen, darunter Jazz-Legende Herbie Hancock.

6/2012