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31.01.2013

Midem 2013 – Musikmesse im Wandel

Lang Lang, Midem 2013 – Musikmesse im Wandel © Olaf Heine / DG

Es geht zügig auf das Jubiläum zu. Bereits zum 47.Mal ging in diesem Januar die Musikmesse Midem im Palais de Festivals von Cannes über die Bühne. Und das zweite Jahr unter der Leitung von Teamchef Bruno Crolot brachte einige Veränderungen mit sich: weniger Stände, weniger Besucher als 2012, dafür aber eine inhaltliche Neuausrichtung, die noch klarer als bisher in die digitale Zukunft weist.

Die CD bleibt vorne, Streaming ist im Trend

Denn auch wenn in Deutschland noch rund drei Viertel der Umsätze der Musikindustrie durch den Verkauf von CDs generiert werden, schätzen die Analysten, dass 2013 ein Jahr des Durchbruchs für Streaming-Dienste wie Spotify oder Deezer werden wird. Von bislang 10 auf 25 Prozent soll der Anteil der Musiknutzung durch die Abonnement-Services wachsen, die gegen ein monatliches Entgelt Zugang zu gewaltigen Musikarchiven bieten.

Technologie und Identität


Musik wird auf der anderen Seite noch mobiler und aufgefächerter in spezialisierte Angebote und Geschmäcker. Die Midem trug diesem Trend Rechnung und stellte in Panels und Diskussionen zahlreiche Start-Ups der digitalen Musikwelt vor, prämierte beispielsweise mit dem Midemlab-Award die App Songful und die Seiten jamplify.com, stageit.com und Audience.fm ging, Initiativen, die es schaffen, in der Vielfalt des digitalen Angebots den einzelnen Hörer emotional wieder mehr an Musik zu binden. Denn das war das grundlegende Motto der Midem 2013: Schaffe künstlerische Identität, Direct2Fan oder auch mit neuen Technologien, und der Konsument wird sich wieder mehr an den Wert der Musik erinnern.

Von Lang Lang bis Alice Sara Ott

Damit hatten die echten Künstler, die als Redner auf den Bühnen der Midem erschienen, naturgemäß wenig Probleme. Starpianist Lang Lang etwa beschwor die inspirierende Kraft der Musik und warb insbesondere für seine Stiftung, die jungen Menschen Perspektiven in die Welt der Qualität weist. Ein Querdenker wie der New Yorker DJ Spooky stellte seine eigene App vor, mit der er jeden Besitzer eines Tablet Computers zu einem DJ machen will. Und klassische Koryphäen wie Mezzo-Sopranistin Christa Ludwig und die Pianistin Alice Sara Ott machen sich auf dem Podium als „Ambassadors“ für junge Kollegen stark. Fazit: Die Midem 2013 mag zwar auf den ersten Blick kleiner geworden sein. Sie hat aber der Übergang von einer reinen Musikmesse zum Networking-Treffpunkt der Branche mühelos geschafft.


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