Backstage
Loriot, Loriot BACKSTAGE EXCLUSIV

News

24.11.2011

Tierisch viel Spaß mit Loriot - Jetzt reinhören!

In seinen humorvollen Texten für die musikalischen Märchen “Peter und der Wolf” und “Der Karneval der Tiere“ hat Loriot seinen unverwechselbaren Humor mit der besonderen Zuneigung zu Tieren und seiner Leidenschaft für die Musik verbunden.

Loriot, Tierisch viel Spaß mit Loriot - Jetzt reinhören!

Für Vicco von Bülow alias Loriot, den im August verstorbenen beliebtesten Humoristen Deutschlands, spielten zwei Themen seit jeher eine herausragende Rolle: die Tiere und die Musik. Seit seinen Anfängen als Karikaturist spiegelte Loriot Allzumenschliches immer wieder in die Welt der Tiere. Der Hausverlag Diogenes veröffentlichte mehrere seiner Bücher wie etwa “Umgang mit Tieren - Das einzige Nachschlagewerk seiner Art von Loriot” oder “Auf den Hund gekommen”. Und wohl jedes Kind kennt noch heute seine liebevoll gezeichneten Trickfilmfiguren, den Hund Wum und den Elefanten Wendelin, denen der Meister selbst die Stimme lieh. Über seine besondere Zuneigung zu seinen Hunden äußerte sich Loriot einmal typisch lakonisch in seinem kürzesten Gedicht: “Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

Die Loriotsche Legende vom Bülow

Und dann ist da noch dieser Künstlername. Loriot ist die französische Bezeichnung des Pirols, der Vogel im Wappen der Familie von Bülow, nach welchem sich der Humorist benannt hat. Und Loriot hat seine eigene Erklärung dafür gefunden, wie dieser Vogel zum Wappentier des deutschen Adelsgeschlechts aus Mecklenburg wurde. An dem Ahnherren Ritter Gottfried sei eines Tages ein Vogel vorbeigeflogen, der einen Ring im Schnabel mit sich herumtrug. Blindlings sei der wackere Mann dem Tier daraufhin über Stock und Stein gefolgt. Und an der Stelle, wo der Vogel irgendwann Halt machte und den Ring fallen ließ, habe Gottfried einen vergrabenen Schatz gefunden, der in Form von 14 goldenen Kugeln schließlich ebenso Eingang ins Familienwappen gefunden habe wie der Vogel, den man volkstümlich auch “Bülow“ nennt.

Loriots humoristische Fassungen von musikalischen Märchen


Ein gewitzter Vogel spielt bekanntlich auch eine entscheidende Rolle in dem musikalischen Märchen “Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofiew. Seiner Frechheit ist es zu verdanken, dass es gelingt, den Schwanz des abgelenkten Wolfs mit einer Schlinge zu fassen und Unheil zu vermeiden. Dieser instrumental erzählten Geschichte verdanken Generationen von Musikhörern ihre erste Berührung mit Klassischer Musik. Und die mit Abstand beliebteste Version ist die auf seiner humorvollen Textfassung beruhende Aufnahme mit Loriot. Sie ist zum absoluten Klassiker aus dem Repertoirebereich Klassik für Kinder geworden. Auch für den "Der Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns hat er eine eigene Fassung geschrieben und aufgenommen. Loriot fand hier dankbare Stoffe, die ihm ermöglichten, seine Vorliebe für Tier-Charaktere und die große, lebenslange Leidenschaft für Musik zu verbinden.

Beide Aufnahmen hat Deutsche Grammophon nun als Deluxe Edition herausgebracht. Das 24-seitige Beiheft enthält erstmals neben einem für Kinder leicht verständlichen Einführungstext die vollständigen Loriot-Texte zum Mitlesen und Genießen abgedruckt. Und als Bonus-Beigabe findet sich darauf Wilhelm Buschs "Max und Moritz", gelesen von Loriot. Dies ist ein zeitloser Klassiker der unterhaltsamen Musikvermittlung für Kinder und Erwachsene.

Kostprobe aus "Der Karneval der Tiere" - Hier anhören!

Eine kleine Kostprobe aus Loriots tierischer Märchenwelt können Sie schon jetzt auf KlassikAkzente.de genießen. Den Ausschnitt aus "Der Karneval der Tiere" mit Musik von Camille Saint-Saëns hören Sie hier.


KOMMENTARE

Kommentar speichern