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24.09.2013

50 Jahre Pavarotti & Decca: 10 von 50 Fakten, Teil 4

In unserer fünfteiligen Mini-Serie zum Beginn der Zusammenarbeit zwischen Luciano Pavarotti und Decca vor 50 Jahren präsentieren wir jede Woche zehn Fakten über den Sänger und eine Pavarotti-Titelstory aus unserem Archiv.

Luciano Pavarotti, 50 Jahre Pavarotti & Decca: 10 von 50 Fakten, Teil 4

1963 wurde der große italienische Tenor Luciano Pavarotti Exklusivkünstler des Labels Decca, dem er zeitlebens die Treue hielt. Um das 50. Jubiläum gebührend zu feiern, veröffentlicht das Klassiklabel am 11. Oktober die 2CD-Edition "Luciano Pavarotti – The 50 Greatest Tracks" mit den größten Erfolgen des Jahrhundertsängers und einer bisher unveröffentlichten frühen Aufnahme, die unlängst in dessen Privatarchiv gefunden wurde.

Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass für den Start einer fünfteiligen Mini-Serie. Bis zum Erscheinen von "Luciano Pavarotti – The 50 Greatest Tracks" präsentieren wir wöchentlich zehn Fakten zum Leben und Wirken dieses unvergesslichen Künstlers und eine Pavarotti-Titelstory aus dem Archiv des KlassikAkzente-Printmagazins.

10 Fakten über Luciano Pavarotti
             
1. Pavarotti war ein Reitsport-Experte und kaufte sein erstes Pferd 1979 in Irland. Er organisierte eines der beliebtesten internationalen Springreitturniere, das "Pavarotti International", auf seinem eigenen Gelände in Modena.

2. Man muß nicht eigens erwähnen, dass Pavarotti Essen und Trinken liebte. Er nahm Mengen von Reis, Pasta, Parmesan, Olivenöl, Knoblauch und seinem Lieblingswein, dem perlenden Lambrusco überallhin mit und richtete sich eine Küche in jeder Hotelsuite ein, die er bewohnte.

3. Luciano Pavarottis Vater Fernando war Bäcker. Er war auch ein begabter Tenor und sang gelegentlich Duette mit seinem Sohn. Er trat bis zum Ende seines Lebens an Wochenenden bei Hochzeiten im Dom zu Modena auf. Fernando sagte einmal zu seinem Sohn: “Stell Dir die Karriere vor, die Du mit meiner Stimme gemacht hättest!” 1976 sang Fernando mit Luciano in der Decca-Aufnahme von Verdis Luisa Miller.

4. Pavarottis Aufnahme von “Nessun Dorma” war die Erkennungsmelodie der BBC-Berichterstattung beim World Cup 1990 und wurde zum Soundtrack des Sommers und ist bis heute die populärste Fußballmusik. Bobby Charlton interviewte ihn in Florenz für die BBC und präsentierte ihm eine Platinum Disc für Essential Pavarotti.

5. 1995 brachte er eigene Parfums heraus: “Luciano Pavarotti” & “Pavarotti Donna”.

6. Luciano Pavarotti erhielt sehr viele internationale Auszeichnungen, darunter das Croce Commendatore und das Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik, die Eisenhower Medal, einen Kennedy Center Honors Award, zahllose Emmy, Gramophone und Grammy Awards, als Offizier der Ehrenlegion, den Prix Ville de Paris, The Freedom of the City of London, MusiCares Person of the Year, den World Social Award und den People's Choice Award. 1998 erhielt Pavarotti den Grammy Legend Award. Zu dem Zeitpunkt hatten nur elf weitere Künstler diesen Preis bekommen, darunter Michael Jackson.

7. Wenn Pavarotti München besuchte, übernachtete er gern im Bayerischen Hof. Das Luxushotel am Promenadeplatz ermöglichte es dem Genussmenschen, in seiner Suite 525 zu kochen. Jedesmal wenn Pavarotti kam, baute man eigens für ihn eine Küche ein.
             
8. Pavarotti liebte Tennis. John McEnroe sang einmal für Pavarotti. “Nachdem er mich gehört hatte, beschloß er, dass wir Tennis spielen sollten. Er versuchte, über das Netz zu springen und fiel flach aufs Gesicht”. Pavarotti blieb auch mit Boris Becker nach einem Drei Tenöre-Konzert im Lift stecken (für mehr als eine halbe Stunde). Er gab Becker und seiner Frau ein Ständchen mit dem Ave Maria.
             
9. 1982 spielte Pavarotti die Hauptrolle in seinem einzigen Spielfilm, Geliebter Giorgio, der für einen Academy Award und einen Golden Globe für den besten Song nominiert wurde. Pavarotti meinte dazu: “Ich hätte mich besser nicht an diesem Film beteiligen sollen, aber es war sehr verlockend und ganz anders als mein gewohntes Leben. Das interessierte mich sehr – aber der Film war schrecklich. Schrecklich!”

10. Am 21. September 1963 hatte er sein Debüt am Royal Opera House, Covent Garden, als er für den erkrankten Giuseppe di Stefano in La Bohème einsprang.


Printausgabe KlassikAkzente Nr. 10/11 '95


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