Backstage
Luciano Pavarotti BACKSTAGE EXCLUSIV

Aktuelles Album

Facebook

News

04.10.2013

50 Jahre Pavarotti & Decca: 10 von 50 Fakten, letzter Teil

In unserer fünfteiligen Mini-Serie zum Beginn der Zusammenarbeit zwischen Luciano Pavarotti und Decca vor 50 Jahren präsentieren wir jede Woche zehn Fakten über den Sänger und eine Pavarotti-Titelstory aus unserem Archiv.

Luciano Pavarotti, 50 Jahre Pavarotti & Decca: 10 von 50 Fakten, letzter Teil

1963 wurde der große italienische Tenor Luciano Pavarotti Exklusivkünstler des Labels Decca, dem er zeitlebens die Treue hielt. Um das 50. Jubiläum gebührend zu feiern, veröffentlicht das Klassiklabel am 11. Oktober die 2CD-Edition "Luciano Pavarotti – The 50 Greatest Tracks" mit den größten Erfolgen des Jahrhundertsängers und einer bisher unveröffentlichten frühen Aufnahme, die unlängst in dessen Privatarchiv gefunden wurde.

Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass für den Start einer fünfteiligen Mini-Serie. Bis zum Erscheinen von "Luciano Pavarotti – The 50 Greatest Tracks" präsentieren wir wöchentlich zehn Fakten zum Leben und Wirken dieses unvergesslichen Künstlers und eine Pavarotti-Titelstory aus dem Archiv des KlassikAkzente-Printmagazins.


10 Fakten über Luciano Pavarotti
             
1. 1959 unternahm er mit dem Rossini-Chor von Modena seine erste Auslandsreise. Der Chor nahm am International Eisteddfod im walisischen Llangollen teil und gewann den ersten Preis. Der Hauptpreis beim Eisteddfod heißt nun Pavarotti Trophy.

2. In August desselben Jahres wurde er von Bruce Forsyth ins britische Fernsehen in die populärste TV-Show damals, "Sunday Night at the London Palladium", eingeladen (wobei er wieder für Giuseppe di Stefano einsprang). Pavarotti war beim Reiten in Sussex, als der Anruf kam, und eilte mit einer wunden Kehrseite ins Palladium: „Beurteilen Sie ihn nicht danach, wie er geht“, meinte Forsyth, „sondern danach, wie er singt.“ Der Decca-Produzent John Culshaw erlebte ihn dabei zum ersten Mal.

3. Im Februar 1964 unterzeichnete er seinen ersten Vertrag mit Decca für nur eine EP-Schallplatte.

4. 1965 debütierte er in Amerika an der Miami Opera in "Lucia di Lammermoor" mit der legendären Sopranistin Dame Joan Sutherland, die ihm zeigte, wie er sein Zwerchfell beim Singen richtig einsetzen konnte.

5. Pavarotti trat am Valentinstag 1976 in der BBC-Sendung "Desert Island Discs" mit Aufnahmen von Joan Sutherland, Enrico Caruso, Tito Schipa & Sir Georg Solti auf. Sein Luxusgegenstand war ein Fahrrad.

6. Bei den Konzerten der Drei Tenöre trat er gemeinsam mit seinen Freunden und Rivalen José Carreras und Plácido Domingo auf. Das erste Konzert fand am Vorabend des World Cup Finales 1990 in Rom statt; 800 Millionen Menschen in aller Welt sahen die Übertragung. Die anschließende Decca-Aufnahme wurde mehr als 15 Millionen mal verkauft, die schnellst- und meistverkaufte Klassikaufnahme überhaupt.

7. Pavarotti war sehr abergläubisch. Angestellte verstreuten regelmäßig krumme Nägel als Glücksbringer, die er hinter der Bühne finden konnte. Er trug immer rote Socken, die ihm Glück bringen sollten – selbst sein berühmtes weißes Taschentuch war ein Glückssymbol. Aber er konnte weder die Farbe Violett noch die Erwähnung des Titels von Verdis Oper "La forza del Destino" (Die Macht des Schicksals) ertragen.

8. 1998 rief Rudy Giuliani, der Bürgermeister von New York, anläßlich des 30-jährigen Jubiläums des Tenors am Metropolitan Opera House den Luciano Pavarotti Day aus.

9. Bei seinem letzten Auftritt, 2006 bei der Winterolympiade in Turin, sang er "Nessun dorma".

10. Er starb im September 2007 im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Modena an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mehr als 100.000 Menschen defilierten an Pavarottis Sarg im Dom von Modena vorbei. Während der Trauerfeier waren 700 Gäste im Dom, darunter Bono und der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, während Zehntausende sich auf dem Domplatz versammelten. Als die Trauerprozession aus dem Dom kam, malte eine Flugzeugstaffel die Farben der italienischen Flagge an den Himmel, während eine Aufnahme von Pavarottis  "Nessun Dorma" auf der Piazza erklang.


Printausgabe KlassikAkzente Nr. 10/11 '95


KOMMENTARE

Kommentar speichern