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27.05.2014

Glücksmomente der italienischen Oper mit Luciano Pavarotti

Die Opernwelt ist bekannt für ihre großen Gefühle. Über den Tod hinaus wird auf der Bühne aus tiefstem Herzen gejubelt, gehofft, gehasst und geliebt. Unsterblich wie diese Opernliebe ist auch Luciano Pavarottis Stimme.

Luciano Pavarotti, Glücksmomente der italienischen Oper mit Luciano Pavarotti

Wenn man Luciano Pavarottis Stimme einmal gehört hat, dann geht sie einem nicht mehr aus dem Kopf. So unvergesslich und einmalig ist ihre überirdische silbrige Strahlkraft. Mit den remasterten Versionen von elf der bedeutendsten italienischen Opern, kann man sich Pavarotti nun ab dem 30. Mai 2014 mit ein paar Klicks für ein digitales Rendezvous nach Hause holen.

Verdi, Puccini, Bellini und Donizetti – es scheint, als hätten die Komponisten die Partien einzig und allein für Luciano Pavarottis goldene Stimmbänder geschrieben. An diesen italienischen Opern ist Pavarotti als Tenor gewachsen und hat sich über die Jahrzehnte stimmlich in unermessliche Höhen geschwungen – in vielerlei Hinsicht. Sagenhafte neun hohe Cs singt Pavarotti in der Arie "Ah mes amis" in Donizettis "La fille du regiment" mit betörender Leichtigkeit hintereinander weg. Zudem ist dies die einzige existierende Aufnahme des italienischen Tenors in französischer Sprache.

Lyrische Strahlkraft und dramatischer Klangfarbenzauber

Hundert funkelnde Facetten präsentiert Luciano Pavarotti in den elf Einspielungen. Seine Stimme gleicht einem geschliffenen Diamanten. Bei jeder Rolle bricht das Rampenlicht sich anders und lässt ihn in neuem Glanz erstrahlen. Als glühend verliebter Nemorino singt Pavarotti sich in Donizettis Oper "Elisir d’Amore" mit lyrischem Schmelz sofort ins Herz, als skrupelloser Herzog von Mantua verdreht er in Verdis "Rigoletto" allen den Kopf, als Macduff in Verdis "Macbeth" kann man eine ganz frühe Darbietung von ihm erleben. Ein Höhepunkt der Aufnahmen ist Pavarottis Version des Arturo in Bellinis "I puritani". Wenn er sich mit "A te o cara" an seine Geliebte Elvira wendet, möchte man selbst Elvira sein.

Es lässt sich anhand der Aufnahmen gut nachvollziehen, wie Pavarotti sich stimmlich vom lyrisch-leichten Belcantotenor ins dramatische Stimmfach weiterentwickelt. Als Rodolfo in der legendären "La Bohème" Aufnahme mit Mirella Freni unter Herbert von Karajan stellt Pavarotti große Ausdruckskraft unter Beweis, als Calaf setzte er in Turandot mit "Nessun dorma" neue Maßstäbe.

Überzeugendes Bühnen-Dreamteam

Die Opernbühne ist kein Ort für Einzelkämpfer. Man kann sich stimmlich nur voll entfalten, wenn die anderen Musiker auch mithalten können. Das ist in diesen Aufnahmen zweifellos der Fall. Pavarottis Jugendfreundin Mirella Freni glänzt in ihrer Paraderolle der Mimí. Pavarottis Mentorin Joan Sutherland verzückt die Ohren als Adina in Donizettis "Elisir d’amore", als Donizettis "Lucia die Lammermoor" oder Puccini-Prinzessin "Turandot". Vor allem in den hinreißenden Duetten der italienischen Opern läuft Pavarotti zur Höchstform auf. Seine helle und kraftvolle Stimme harmoniert mit den lyrischen Sopranstimmen seiner Kolleginnen so meisterhaft, dass beim Zuhören Herzklopfen und Gänsehaut garantiert sind.

In sieben der elf Produktionen stand der Maestro des Belcanto Richard Bonynge am Pult, darüber hinaus Ehemann von Joan Sutherland, die wiederum als Mentorin für Pavarotti einen entscheidenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung ausübte. All das kann man zwischen den Tönen erahnen, es geht ein besonderer Zauber von den Aufnahmen aus. Man kann förmlich spüren und hören, dass die Produktionen vom gegenseitigen Respekt füreinander und von der Liebe zur Sache durchdrungen sind.

Die besten europäischen Klangkörper wie das London Symphony Orchestra oder die Wiener und Berliner Philharmoniker runden das musikalische Erlebnis ab. Die Spitzenorchester liefern einen perfekten Klangfarbenteppich auf dem sich Luciano Pavarotti und seine Kollegen stimmlich nach Herzenslust austoben können.

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