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06.09.2006

Ludacris Bio

Fragt man Ludacris nach seinen Karriereplänen, dauert es nicht lange, und der energiegeladene Rapper mit der sanften Stimme legt los: „Ich mache das alles, um die Musik zu verändern. So sollten alle denken, die Musik machen. Ich bin hier, um die Welt zu verändern – oder, wie Tupac gesagt hat: um das Gehirn in Bewegung zu setzen, das wiederum die Welt verändert. Ich will mein Ding machen, ich will ich sein.“

Hört man dann sein neustes, mit Bass durchtränktes Bounce-Werk „The Red Light District“, wird einem schnell klar, dass sich der vielfach mit Platin geschmückte Artist nicht nur ein festes Ziel gesetzt, sondern es auch auf einen Schlag erreicht hat. Was auch sonst würde man von ihm, DEM Repräsentanten des Dirty-South erwarten? Denn Ludacris ist nicht nur ein Chart-Topper und Hitmacher geworden – von seinen Alben auf Def Jam South, namentlich „Back For The First Time“, „Word of Mouf“ und „Chicken N Beer“, wurden insgesamt über 10 Millionen Kopien verkauft – sondern hat auch eine Reihe von Erfolgen als einflussreicher Label-Boss, gefragter Gast-MC und angehender Filmstar gefeiert. In nur vier Jahren, die er im „Game“ ist, hat Ludacris bewiesen, wie man HipHop-Musik revolutionieren und sich selbst immer wieder neu erfinden kann. So macht er auf „The Red Light District“ genau da weiter, in krassester Luda-Manier.

Den ersten Eindruck liefert das nach vorne gehende „Get Back“. Während er all diejenigen, die sich ihm möglicherweise in den Weg stellen könnten, von vornherein warnt, schmeißt Ludacris gleich zu Beginn mit einer Verbalsalve um sich, die natürlich in seinem unnachahmbaren Flow abgefeuert wird. Wer vorher noch nicht ganz von seinem Talent überzeugt war, wird bei „Get Back“ gänzlich in die Knie gehen.

Natürlich wirft es Fragen auf, wenn man sein Album nach dem berüchtigten Sex- und Drogenzentrum von Amsterdam betitelt. „Ich denke, dass man den Leuten mit jedem Album etwas Neues präsentieren sollte, etwas, was sie noch nicht von einem wussten. Das war dieses Mal mein Plan. Und klar weiß ich, dass die Leute zuerst an den `Red Light District´ von Amsterdam denken werden – aber ich beziehe mich dabei eher auf eine allgemeine Einstellung. Es geht darum, dass man sich von jeglichen Auflagen befreit, tun und lassen kann, was man möchte. Ich bin auf dem Album persönlicher als zuvor: Ich rede über alles, über Gefühle, Geld-Geschichten, mein ganzes Leben. Ich habe Songs gemacht, die voll von Metaphern sind, habe Clubsongs, Songs für Frauen, Partysongs und Songs, die vom Reisen inspiriert sind, gemacht. Alles dreht sich um mein Leben. Daher denke ich auch, dass das hier mein bis dato bestes Album ist – ich wollte das schon immer machen.“

Ganz oben auf der To-Do-Liste von Ludacris steht, dass er mit seiner Fan-Base in Kontakt bleiben will. Aber er möchte auch neue Hörer für sich gewinnen. Er will einen Style kreieren, sich damit aber keinesfalls in ein selbstgebautes Gefängnis schließen. Schon immer hat Luda bewiesen, wie flexibel er ist: Er kann sich genauso mit dreckigen Straßenrappern messen, wie er mit Usher und dessen „Yeah“ an die Spitze der Charts stürmen kann. „Ich bin überzeugt davon, dass für mich Abwechslung absolut zentral ist. Ich brauch das, und die Leute brauchen das auch. Daher habe ich mich auch mit so vielen Künstlern zusammengetan. Ich wollte immer wieder was Neues machen.“

Doch die Aktivitäten von Ludacris gehen noch viel weiter, beschränken sich nicht nur auf das neue Album. So hat er z.B. als zentrales Mitglied (sowohl am Mikrofon als auch hinter den Kulissen) der Disturbing Tha Peace-Crew (was auch ein Label ist), Künstlern wie Fate, 1-20, Shawnna, Playaz Circle und Tity Boi weitergeholfen. Zu dieser Tätigkeit bei DTP gehört auch, dass er vor drei Jahren die Ludacris Foundation ins Leben gerufen hat. Die Aufgabe der Non-Profit-Organisation ist, jungen Menschen auf ihren Weg zu helfen, ihnen mögliche Wege zum Erfolg aufzuzeigen und sie auf die Zukunft vorzubereiten. Um das zu erreichen, werden von der Foundation Musik und andere Künste vereint, so dass die jungen Leute über diese Kanäle mit ihren Sicht- und Denkweisen konfrontiert werden. Für Ludacris, der schon vor sieben Jahren, als er noch DJ bei Atlantas berühmter Hot-97-Station war, sich von seiner sozialen Seite zeigte, ist diese Art des Zurückgebens stets wichtig gewesen: „Ich liebe es, mit Leuten zu arbeiten. Ich bin jemand, der gerne anderen hilft, damit sie sich danach selbst helfen können.“

Neben all diesen Exkursen hat sich Ludacris schon längst einen Namen auf einem anderen Gebiet gemacht: Nach den überschwänglichen Kritiken zu seiner Rolle in „2 Fast, 2 Furious“, werden schon bald zwei weitere Filme folgen, in denen man ihn sehen kann: „Hustle and Flow“, der von John Singleton produziert wurde, und „Crash“ mit Don Cheadle. Ludacris nimmt seinen Hang zur Schauspielerei dermaßen ernst, dass er als Schauspieler sogar unter seinem wirklichen Namen auftritt: Chris Bridges.

Schauspieler, Gönner, Label-Boss, Rapper, Star. Es wirkt so, als sei Ludacris auf jedem Gebiet, das er betritt, erfolgreich. Seine Fan-Base wächst. Mit „The Red Light District“ setzt er zum nächsten großen Wurf an: Mit Cleverness, wilder Energie, verbalen Schwergewichten, einer gesunden Portion Herz und einem sicheren Blick für seine Möglichkeiten. Fragt man ihn nach seiner Philosophie, klingt das folgendermaßen: „Ich sage den Leuten immer, dass es mir um Langlebigkeit geht. Wenn man so denkt, braucht man auch nicht in die Vergangenheit schauen. Ich blicke immer nach vorn. Ich weiß genau, dass ich im Bereich des HipHop zu den Auserwählten gehöre – und mich macht der Erfolg auch glücklich! Dennoch gibt es, wenn es um meine Zukunft geht, keine Grenzen. Auch wenn das hier inzwischen mein viertes Album ist – es fühlt sich nach wie vor wie der Anfang an. Da kommt noch mehr.“


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