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Madeleine Peyroux BACKSTAGE EXCLUSIV

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18.05.2011

Biografie

"Das Einzige, was zählt, ist der Song", sagt Sängerin und Songschreiberin Madeleine Peyroux, wobei sie nonchalant ihre eigene Bedeutung als Interpretin herunterspielt. Denn mit ihrer einzigartigen Stimme hat es die Künstlerin geschafft, von der Straßenmusikerin in Paris zu einem Weltstar aufzusteigen. Mit alten Klassikern und modernen Liedern, Stücken aus dem Repertoire von Leonard Cohen bis zu den Beatles, die sie stets auf eindringlich eigene Weise vortrug, hat Peyroux bewiesen, dass sie eben eine ungeheuer einfühlsame "Interpretin" ist.

Für ihr aktuelles Album "The Blue Room" überarbeitete die Sängerin, die es liebt, Genregrenzen zu verwischen, einige wahre musikalische Meilensteine und Juwele. Und einmal mehr kooperierte sie dabei mit ihrem langjährigen Produzenten Larry Klein (Joni Mitchell, Melody Gardot, Herbie Hancock u.v.a.). Herausgekommen ist ein raffiniertes Album, das nicht einfach musikalische Stile kreuzt, sondern sie nahtlos miteinander verschmilzt und so einen vollkommen neuen Sound entstehen lässt.

Ausgangepunkt für "The Blue Room" war Larry Kleins Begeisterung für Ray Charles' Album-Klassiker "Modern Sounds Of Country And Western Music", von dem sich Peyroux 2004 bereits den Titelsong für ihr Album "Careless Love" geliehen hatte. Doch schon bald nahm Klein Abstand von der Idee, ein reines Ray-Charles-Tribute zu produzieren: "Madeleine und ich beschlossen, das Repertoire auf andere Stücke, die wir lieben, auszudehnen", erklärt der Produzent. Und so gesellten sich zu Songs des legendären Ray-Charles-Projekts ("Bye Bye Love", "Born To Lose", "You Don't Know Me" und das unsterbliche "I Can't Stop Loving You") auch noch Randy Newmans "Guilty", Warren Zevons "Desperados Under The Eaves", Leonard Cohens "Bird On A Wire", Buddy Hollys "Changing All Those Changes" und John Hartfords "Gentle On My Mind".

"Rays Album ist ein 'kultureller Meilenstein', und den Plan zu diesem Projekt hatte ich schon geraume Zeit mit mir herumgetragen", sagt Larry Klein. "Und als Protagonistin drängte sich für dieses Projekt Madeleine geradezu auf." Denn ähnlich wie Charles, der auf dem Originalalbum 1962 Soul, Gospel, Country und Jazz miteinander verknüpfte, "vermischt Madeleine Jazz, Blues, Country und Pop". Die für dieses Album ausgewählten Songs wirken an der Oberfläche zwar fröhlich, haben aber einen interessante dunkle Unterströmung. Und Klein wusste genau, dass Madeleine mit dieser Widersprüchlichkeit kein Problem haben würde.

Für die Aufnahmen von "The Blue Room" holte der Produzent ein erfahrenes Team ins Studio, von dem er wusste, dass er sich auf es verlassen konnte: Gitarrist Dean Parks, Keyboarder Larry Goldings, Bassist David Piltch, Schlagzeuger Jay Bellerose und Toningenieur Helik Hadar. Darüber hinaus ließ er Vince Mendoza (der schon mit Joni Mitchell, Robbie Williams, Björk und Elvis Costello zusammengearbeitet hat) ein paar aufregende Streicherarrangements schreiben. Die stimmungsvoll verhangenen Arrangements bereichern Peyroux' musikalische Palette und ergänzen sich, obwohl sie ungewöhnlich sind, ausgezeichnet mit ihrer Stimme.

Mit "The Blue Room" ist Madeleine Peyroux nun ein ganz eigener Meilenstein gelungen. So wie Ray Charles 1962 mit "Modern Sounds Of Country And Western Music".


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