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12.08.2016

Madeleine Peyroux - Secular Hymns

Zwanzig Jahre sind verstrichen, seit Madeleine Peyroux mit dem Album “Dreamland” debütierte. Zwanzig Jahre, in denen sie unermüdlich ihren eigenen Weg gegangen ist und abseits des Mainstream nach aufregendem neuem und altem Material gesucht hat. Mit ihrem neuen Album “Secular Hymns” ist Peyroux nun ein wirklich brillantes und besonders beseeltes Meisterwerk gelungen. Die zehn kecken, quirligen und aufreizenden Songs des Albums bieten dem Hörer eine unkonventionelle Mischung aus Funk, Blues und Jazz. Eingespielt hat sie die Stücke mit dem Gitarristen Jon Herington (derzeit auch Lead-Gitarrist bei Steely Dan) und dem israelischen Kontrabassisten Barak Mori (Peter Cincotti), mit denen sie schon seit zwei Jahren als Trio durch die Welt tourt. In den live aufgenommenen Songs dieser Sammlung geht es um Selbsterkenntnis und innere Dialoge, Gemeinschaftsbewusstsein und spirituelle Wesenszüge.

“Musik ist unser spirituelles Leben”, sagt Peyroux. “Deshalb bezeichnete ich diese Stücke als Hymnen, säkulare Hymnen - Songs, die sehr individuell, persönlich, introvertiert sind.”

 

Mit ihrer verlockend ausdrucksvollen Stimme interpretiert Peyroux Stücke von bahnbrechenden Blueskünstlern (zwei aus der Feder von Willie Dixon und eines von Lil Green), der zeitlosen Gospelsängerin Sister Rosetta Tharpe, dem oft übersehenen Dub-Star Linton Kwesi Johnson, drei bekannten zeitgenössischen Komponisten (Tom Waits, Townes Van Zandt, Allen Toussaint) und Stephen Foster (1826-1864), der als Urvater aller amerikanischen Songwriter gilt. Abgerundet wird das Repertoire schließlich durch einen traditionellem afro-amerikanischen Spiritual.

 

Bemerkenswert ist die Art und Weise, wie diese Aufnahmen zustande kamen. Die Geschichte begann mit einem Konzert in einer alten Kirche im ländlichen Oxfordshire im Südosten Englands. Der berühmte französische Gastronom und Küchenchef Raymond Blanc hatte 1984 in dem winzigen Dorf Great Milton ein altes Landhaus gekauft, in dem er unter dem Namen Belmond Le Manoir aux Quat’Saisons ein Hotel mit Zwei-Sterne-Restaurant betreibt. Bei dort stattfindenden Veranstaltungen wird stets ein Neun-Gänge-Menü serviert. Vor dem Dinner werden die Gäste eingeladen, die nahegelegene, im 11. Jahrhundert errichtete Saint Mary’s Church zu besuchen, um dort einem Konzert mit Live-Musik beizuwohnen. Und letztes Jahr trat dort Madeleine Peyroux mit ihrem Trio auf.

 

“Beim Soundcheck sang ich Randy Newmans ’Guilty’ und war erstaunt wie meine Stimme in dem höhlenartigen Raum klang”, erzählt Peyroux mit leuchtenden Augen. “Das Gewölbe hat eine hölzerne Decke, die meiner Stimme Hall verlieh. Mein Toningenieur Doug Dawson meinte sofort, ich solle dort eine Platte aufnehmen.”

 

Nur wenige Monate nach dem Auftritt kehrte Peyroux also mit ihrem Team nach Great Milton zurück, um in der Kirche die “säkularen Hymnen” einzuspielen, die sie mit ihrem Trio in den beiden letzten Jahren auf zahlreichen Tourneen erprobt hatte. “Wir waren uns in dieser Zeit sehr nahe gekommen und hatten uns alle Mühe gegeben, neue Klänge zu entwickeln”, sagt Peyroux, die auf dem Album auch Gitalele spielt, eine akustische, mit Nylonsaiten bespannte Mischung aus Gitarre und Ukelele. “Jon ist ein äußerst vielseitiger Gitarrist und Barak ist sehr gut darin, seinen Bass mit dem Bogen zu spielen. Und beide lieben es zu singen...”

 

Peyroux buchte die Kirche, die über 200 Sitzplätze verfügt, für drei Tage. Der erste Tag wurde für den Bühnenaufbau und den Soundcheck reserviert, am zweiten Tag fand ein Gratis-Konzert für die Dorfbewohner statt, das mitgeschnitten wurde, und am dritten Tag schließlich noch einmal - für alle Fälle - zusätzliche Live-Aufnahmen ohne Publikum gemacht. “Es hat mir wahnsinng Spaß gemacht, dort mit Jon und Barak zu spielen, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Chemie zwischen uns so großartig ist”, sagt Peyroux. “Die Aufnahmen spiegeln die  organische Art, wie wir als Trio an den Arrangements dieser Songs zusammenarbeiten, wider.”

 

Obwohl es ganz sicher kein normales Jazz-Trio ist und auch das Repertoire eher im Bereich der Roots-Musik anzusiedeln ist, bringen Peyroux und ihre beiden Partner hier ihr Jazz-Feeling ein.  Mit “Secular Hymns” ist Madeleine Peyroux ein wirklich außergewöhnliches Album gelungen.

 

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