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01.07.2009

Schöne Stimmen – Magdalena Kožená trifft Vivaldi

Magdalena Kozena, Schöne Stimmen – Kožená trifft Vivaldi © Mathias Bothor / DG

Endlich ist er da, der Sommer, und mit ihm die Saison der schönen Stimmen. Denn von München bis Salzburg und Bayreuth locken die traditionsreichen Bühnen wieder mit Festspielen und großen Opernaufführungen. Das ist eine gute Gelegenheit, die Stars der internationalen Bühnen vorab mit ihren Programmen bessern kennen zu lernen und sich in eine Welt von Vivaldi bis Mozart und Belcanto bis Wagner entführen zu lassen. Die aktuelle Reihe „Schöne Stimmen“ auf KlassikAkzente.de präsentiert daher eine Serie stimmungsvoller Musikvideos, die zum einen mit einem speziell hervorgehobenen Stück allwöchentlich eine andere Koryphäe ihres Fachs vorstellt, darüber hinaus aber die wunderbaren Arien auch auf einem eigenen Sampler zusammen bringt.

Diese Woche: Magdalena Kožená. Mit ihrem aktuellen Album wendet sich die international gefeierte Mezzo-Sopranistin dem unbekannteren Antonio Vivaldi zu, der neben den Instrumentalwerken seiner Zeit auch ein großes Vokaloeuvre geschrieben hat. Rund dreißig seiner vermutlich mehr als neunzig Opern konnten im Laufe der Jahre wiederentdeckt und rekonstruiert werden. Und dabei stellte sich heraus, dass der uns als Meister des Instrumentalen bekannte venezianische Komponist mindestens ebenso souverän mit den Gestaltungsmöglichkeiten der Stimme umzugehen vermochte. Für Magdalena Kožená war es daher in mehrfacher Hinsicht ein Vergnügen, sich für ihr Album „Vivaldi“ mit den barocken Arien auseinander zu setzen. Denn zum einen konnte sie sich zuweilen wie eine Kulturarchäologin fühlen, die weitgehend unbekannte, rund 300 Jahre alte Musik erforscht.

Auf der anderen Seite erwies sich die Zusammenarbeit mit Andrea Marcon und dem Venice Baroque Orchestra als derart inspirierend, dass die weltweit renommierte Mezzo-Sopranistin sich bei jedem Ton der Aufnahme sicher sein konnte, eine ideale Interpretation der Arien zu entfalten. Das merkt man auch an ihrer Version von „Sonno, se pur sei sonno“ aus dem dritten Akt von Antonio Vivaldis 1719 entstandener Oper „Tito Manlio, RV 738“. Das Stück ist ein Melodram mit glücklichem Ausgang, das von dem römischen Konsul Titus Manlius handelt, der mit einem Aufstand der Latiner konfrontiert wurde. Er sandte seinen Sohn Manlius, nach dem Rechten zu sehen, mit der Vorgabe, auf Gewalt zu verzichten. Der junge Mann aber wurde vom Anführer der Aufständischen provoziert, in seinem Stolz gekränkt und tötete den Herausforderer, der zugleich der Bräutigam seiner Schwester war. Der Vater verurteilte den Sohn daraufhin wegen Ungehorsam zum Tode, ließ sich aber am Schluss zur Aufhebung des Urteils bewegen. Vor diesem inhaltlichen Hintergrund entwickelt Magdalena Kožená die Arie des Manlio mit nahezu überirdischer Zartheit und zeigt einmal mehr, warum sie längst zu den schönsten Stimmen ihrer Generation zählt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.schoene-stimmen.de
Sehen Sie das Video von Magdalena Kožená zur "Schöne Stimmen"-Videoserie, indem Sie auf das Bild klicken:   

      


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