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01.03.2016

Musikvermittlung mal anders: Der Cembalist Mahan Esfahani sucht in der Kölner Philharmonie das Gespräch mit dem Publikum

Musik ist eine emotionale Angelegenheit - bei einem Konzert in der Kölner Philharmonie sind die Emotionen am vergangenen Wochenende nun sogar so hochgekocht, dass Mahan Esfahani sein Spiel unterbrechen musste, um das aufgeregte Publikum zu beruhigen.

Mahan Esfahani, Musikvermittlung mal anders: Der Cembalist Mahan Esfahani sucht in der Kölner Philharmonie das Gespräch mit dem Publikum © Bernhard Musil / DG

Was erwartet man, wenn man an einem Sonntagnachmittag in die Kölner Philharmonie geht, um ein Konzert mit dem renommierten Ensemble Concerto Köln und dem Cembalisten Mahan Esfahani anzuhören? Offenbar andere Musik, als "Piano Phase" von Steve Reich - auch wenn das Stück des amerikanischen Komponisten im Programmheft angekündigt war.

Während der 20minütigen Komposition für Cembalo und Tonband aus dem Jahr 1967, die zugegebenermaßen durch die fortlaufenden minimalistischen Repetitionen andere Gefühle beim Hörer auslöst als ein Cembalokonzert aus der Feder von Johann Sebastian Bach, kam es zu einem derartigen Tumult im Publikum, dass Mahan Esfahani kurzerhand seine Hände von den Tasten nahm und die Zuhörerschaft fragte: "What are you afraid of?" ("Wovor haben Sie Angst?")

Anstatt seinen musikalischen Vortrag fortzusetzen, hielt der iranische Musiker daraufhin eine ergreifende Rede über die menschliche Angst vor dem Neuen und das Geschenk der Freiheit, sich in Deutschland mit Kunst öffentlich auseinander setzen zu dürfen und Musik frei aufzuführen.

Eine persönliche Stellungnahme zu Mahan Esfahanis Erlebnis in der Kölner Philharmonie, können Sie bei Slipped Disc nachlesen.


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