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12.01.2012

Selten wie eine Schwarze Orchidee - Malia

Schwarzblütige Orchideen sind eine wirkliche Rarität. So selten und faszinierend schön wie die samtig schimmernde Stimme von Malia.

Malia, Selten wie eine Schwarze Orchidee - Malia © Gregor Hohenberg

Mit ihrem von dem Pianisten Alexandre Saada geleiteten französischen Jazzensemble hat die aus dem südostafrikanischen Malawi stammende Sängerin mit “Black Orchid” eine traumhaft gelungene Hommage an die große Nina Simone aufgenommen.

Um den ikonischen Songs einen unverwechselbar eigenen Duktus zu geben, verwandelte sie Malia in sanfte Jazzballaden mit emotionalem Tiefgang.

“Wenn Nina Klassiker wie ‘Don’t Explain’ und ‘Porgy’ singt, spürt man genau, wie sie durch ihre Interpretationen zu ihren Songs wurden”, verrät die seit ihren Teenagerjahren in London lebende Künstlerin.

“Das Leiden und die Rechtlosigkeit der schwarzen amerikanischen Frau war ein Thema, das Nina damals sehr beschäftigt hat und sie hat sich engagiert. Doch was mich heute berührt, ist, dass ihre Songs auch dann noch gültig sind, wenn sich die sozialen Umstände verändert haben. Das meine ich mit menschlicher Tiefe, wenn man unterdrückt wird, muss man kämpfen.”

Neben den beiden bereits genannten Klassikern von Billie Holiday und George Gershwin interpretiert Malia unter anderem noch die Simone-Hits “My Baby Just Cares For Me” (in halbiertem Tempo!), “I Put A Spell On You”, “Feeling Good”, “Wild Is The Wind” und “If You Go Away”, die englische Version von Jacques Brel “Ne me quitte pas”, neu.

Von den fantastischen Eigenkompositionen ihres 2003 verstorbenen musikalischen Vorbilds nahm Malia “Four Women” auf.

Wenn Malia heute Nina Simone singt, hat das auch damit zu tun, dass sie in sich selbst jetzt diese gewisse Reife spürt, ein tiefes Verstehen, das weit über die Sprache hinausreicht.

Es entspricht ihrer Lebenserfahrung, der Mentorin auf diese Weise Dank zu sagen. Die Geschichten, die Simone sang und überlieferte, spielen bei Malias Interpretationen die Hauptrolle, Malia bewahrt jene Melodien von minimalistisch berauschender Größe und spitzt sie mit eindeutigen, beschwörenden Rezitationen noch zu.

Wenn Malia heute Nina Simone singt, denkt sie an eine schwarze Orchidee: “Selten, schön, mächtig, mystisch, außerirdisch schwarz, überwältigend.”

Alles Attribute, mit denen man auch Malias Album “Black Orchid” perfekt umschreiben kann.


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