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07.08.2013

Frischzellenkur für das Akkordeon

Mit einer tollkühnen Werkauswahl von Bach bis Lady Gaga will Martynas Levickis das Akkordeon vom Quetschkommoden-Image befreien.

Martynas, Frischzellenkur für das Akkordeon © Decca / Simon Fowler

Martynas Levickis ist ein ehrgeiziger junger Musiker mit Sendungsbewusstsein. Der 23-jährige Litauer will das Akkordeon, das Instrument, das er spielt, seitdem er denken kann, aus der Nische des Volkstümlichen befreien. „Zu Hause in Litauen glauben die Leute, das Akkordeon sei ein reines Folklore-Instrument, doch das ist eben nicht ganz richtig“, sagt Martynas. „Ich habe mir vorgenommen, das Image des Akkordeons neu zu definieren und versuche zu zeigen, dass man dieses Instrument ausgesprochen vielseitig einsetzen kann.“

Noch unsicher, ob sein Weg der richtige sei, bewarb sich Martynas Levickis 2010 beim litauischen Ableger der Casting Show „Das Supertalent“ - heimlich, aus Sorge vor Kritik seiner Professoren und Kommilitonen an der renommierten Royal Academy of Music, wo er Akkordeon im Hauptfach studierte. Seinen haushohen Triumph konnte er am Ende jedoch nicht verbergen. Und die Angst war unberechtigt. „Tatsächlich waren alle nett zu mir, als sie von meinem Sieg erfuhren, und freuten sich für mich“, sagt er. Das Klassiklabel Decca nahm Martynas Levickis Anfang 2013 unter Vertrag und präsentiert in wenigen Wochen sein Debütalbum „Martynas“.

Spielend reißt Martynas Levickis auf seinem selbsbetitelten Solodebüt die Grenzen zwischen Pop und Klassik ein. „Alle Arrangements sind ganz neu, die Stücke wurden noch nie so gespielt“, sagt er. Die Auswahl reicht von Mozarts „Rondo alla turca“ und dem Trauermarsch aus Beethovens Siebenter Symphonie über zwei Titel von Filmkomponist Ennio Morricone bis hin zu den Pophits „Telephone“ von Lady Gaga und „Hot ‘n’ Cold“ von Kary Perry. Zusammen mit David Garrett nahm er den argentinischen Tango „Por una cabeza“ auf. Wie man das alles auf einen Nenner bringen soll? Das muss man gar nicht. „Die Welt der Musik ist eben bunt“, erklärt Martynas Levickis.


>>> Sehen Sie hier die Dokumentation zum Album „Martynas” 


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