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18.04.2011

Biografie

“Wir leben in einem Zeitalter von Wundern, wenn wir noch daran glauben, dass solche möglich sind”, sagt Mary Chapin Carpenter. Die amerikanische Songschreiberin erlitt 2006 eine potenziell lebensbedrohliche Lungenembolie und schreibt es einem “Wunder” zu, dass sie sich von der Krankheit wieder erholte. Um auf die Beine zu kommen, musste sie für den Rest des Jahres sämtliche Tourneen und Auftritte absagen. Nach der vollständigen Genesung hatte sie dann plötzlich sehr viel freie Zeit zur Verfügung, die sie erst einmal dazu nutzte, um über ihr eigenes Leben, das Leben im Allgemeinen und Wunder zu reflektieren. Diese Reflexionen wiederum verarbeitete sie in den letzten drei Jahren zu den Songs ihres neuen Albums “The Age Of Miracles”, das Ende August in Deutschland auf CD erscheint. Die zwölf vorwiegend ruhig-besinnlichen Lieder zählen zweifellos zu den persönlichsten und in lyrischer Hinsicht anspruchsvollsten Songs, die Mary Chapin Carpenter bis dato geschrieben hat. Und dank der subtilen akustischen Arrangements, die Carpenter zusammen mit ihrem Koproduzenten Matt Rollings fertigte, gehen sie einem auch besonders unter die Haut.

“Allen Alben, die ich bisher gemacht habe, lag stets dieselbe Idee zugrunde: sie sollten Schnappschüsse sein, die dokumentierten, was in meinem Leben passierte und an welchem Lebensabschnittspunkt ich mich zum Zeitpunkt einer Aufnahme befand”, erläutert Mary Chapin Carpenter. “Und genau das tue ich auch auf ‘The Age Of Miracles’. Der Titelsong war das erste Stück, das ich fertig hatte, und ebnete mir den Weg zu all den anderen Songs. In dem Lied geht es zum einen um eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit Dingen, die ich bedauere, und um Widerstandsfähigkeit. Zum anderen aber auch um die Verwunderung über die Zeit, in der wir leben. In dem Song streifen viele Themen: die Apollo-Landung auf dem Mond, den Wirbelsturm Katrina, das plötzliche Aufflammen von Rassenunruhen in Jena/Louisiana (Stichwort: Jena Six) und den mutigen Protest der buddhistischen Mönche in Myanmar. Die Botschaft des Stücks ist: Wir leben in einem Zeitalter von Wundern, wenn wir noch daran glauben, dass solche möglich sind.”

Mary Chapin Carpenter ist immer ihren eigenen Weg gegangen. Seit sie in den frühen 80ern ihre ersten Auftritte als aufstrebender Star der Washingtoner Folkszene absolvierte, hat sie sich den Ruf einer eigenwilligen Sängerin und Songschreiberin erworben. Zwischen 1987 und 2004 nahm sie neun Alben für Columbia Records auf. Diese verkauften sich zusammen über 13 Millionen Mal und brachten ihr fünf Grammys ein. Ihre erste CD für Zoë Records war 2007 “The Calling”. Sie wurde prompt in der Sparte “Best Contemporary Folk/Americana Album” für einen Grammy nominiert. Ein Jahr später überraschte sie ihre Fans mit dem ungewöhnlichen Weihnachtsalbum “Come Darkness, Come Light: Twelve Songs of Christmas”. Nun folgt mit “The Age Of Miracles” ihr drittes Album für das kleine, aber feine Songwriter-Label.

“The Age Of Miracles” hat Mary Chapin Carpenter mit ihren langjährigen musikalischen Partner Matt Rollings, der Piano und Hammond-B-3-Orgel spielt, Gitarrist Duke Levine, Bassist Glenn Worf und Schlagzeuger Russ Kunkel aufgenommen. Als Gastvokalisten treten außerdem Vince Gill und Alison Krauss in Erscheinung.

Und als ein “Wunder” kann man auch bezeichnen, dass es solche Alben überhaupt noch gibt. Schon jetzt kann man “The Age Of Miracles” als einen kommenden Klassiker bezeichnen, der in Zukunft mit Alben wie z.B. Joni Mitchells “Clouds” in einem Atemzug genannt werden dürfte.

04/2011


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