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27.01.2011

Team der Charmeure - Die Album-Kollaboration von Max Raabe und Annette Humpe

Annette Humpe, die Vor- und Nachdenkerin der Neuen Deutschen Welle, trifft auf Max Raabe, den Galan der Konzertsäle. Heraus kommt eine Sammlung verschmitzt melancholischer Liebeslieder mit dem Titel „Küssen kann man nicht alleine“

Max Raabe, Team der Charmeure - Die Album-Kollaboration von Max Raabe und Annette Humpe © Olaf Heine / Decca

Im Laufe der Jahre hat sich Annette Humpe in den Hintergrund des musikalischen Geschehens zurück gezogen. Inzwischen arbeitet die Sängerin aus Hagen bevorzugt als Produzentin, Texterin und Komponistin, hat damit aber mindestens so viel Erfolg wie in den Jahren der Neuen Deutschen Welle, als sie mit der Combo Ideal die Hitlisten anführte. Es war nach den Neonbabies gemeinsam mit ihrer Schwester Inga bereits die zweite eigene Band, die sich an der Verknüpfung von britischen Wave-Ideen mit deutschen Texten versuchte. Und sie bildete den Grundstock für die künstlerische Anerkennung, die Annette Humpe in den folgenden Jahren zu einer der meist gefragten Fachfrau des musikalischen Kreativ-Business' in Deutschland machte. Sie produzierte Hits wie Codos „Major Tom“ oder Lucilectrics „Mädchen“, brachte Bands wie Die Prinzen auf den Weg und wurde während der vergangenen Jahre die treibende Kraft hinter dem Pop-Gespann Ich & Ich.

Mit anderen Worten: Annette Humpe ist eine Frau von Format und das passende Alter Ego für einen Gentleman des Entertainments wie Max Raabe. Der wiederum ist eigentlich Opernsänger, hat aber seine Liebe zum Chanson und zum geschmackvollen populären Lied im Stil der Dreißiger zu seinem Markanzeichen gemacht. Im Jahr 1986 gründete er mit ein paar Freunden das Palast Orchester, schrieb ein paar wortgewandte Hits wie „Kein Schwein ruft mich an“ und avancierte durch harte Arbeit auf den Bühnen von Berlin bis New York zu einem der extravangantesten deutschsprachigen Showkünstler der Gegenwart. Und das wiederum führte auch die Wirkungsfelder von Annette Humpe und ihm zusammen. Denn Max Raabe ist ein Künstler mit derart eigener Ausstrahlung, dass man sich bestimmte Stücke nur für ihn vorstellen kann. Als Annette Humpe eines Tages die Textzeile „Küssen kann man nicht alleine“ durch den Kopf ging, hatte sie die passende Assoziation. Sie griff zum Hörer und rief den Kollegen an. Es war der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.

Als dritter im Boot kam darüber hinaus der Arrangeur und langjährige Pianist des Palast Orchesters Christoph Israel zu dem unkonventionellen Duo. Das Dream Team war perfekt und so wurde gearbeitet. Unterm Strich wurden ein Dutzend Lieder kreiert, die es bis auf das gemeinsame Album schafften, das unter der Titel „Küssen kann man nicht alleine“ durch die Welt der dezent skurrilen Bilder schlendert. Mal handeln die Geschichten von schüchternen Geheimagenten, mal von einer Schaffnerin im ICE. Ein wenig Eifersucht, gut dosierte Leidenschaft und immer wieder diese kleine Prise Melancholie machen das Album zu einem Bouquet der Melodien, Impressionen, die den Plattitüden des Alltags ein paar verzaubernde Momente entgegenhalten. Denn schließlich geht es beim Geheimnis der guten Unterhaltung genau um diese Balance zwischen Erinnerung, Witz und Unverwechselbarkeit.

Die gibt es nun in verschiedenen Varianten zu erleben: zum einen als Originalalbum in der Fassung für Band, dann in einer Deluxe-Edition mit 2CDs, die sowohl das Album wie eine Orchesterfassung der Lieder beinhaltet. Die Vinyl-Spezialisten bekommen außerdem eine LP-Version geboten und downloaden kann man die Musik natürlich auch. Für Annette Humpe und Max Raabe war die ganze Geschichte und Produktion von „Küssen kann man nicht alleine“ jedenfalls ein großes Abenteuer und letzterer hat beschlossen, während der kommenden Monate viele Menschen daran Teil haben zu lassen. Am 13.Februar 2001 beginnt in Hamburg die große Tournee des Palast Orchesters durch deutsche und amerikanische Konzerthallen und Tanzpaläste. Auf dem Programm stehen „Küssen kann man nicht alleine“ und die all die anderen Lieder mit dem diskreten Charme der Nostalgie.

Mit etwas Glück können Sie auf KlassikAkzente übrigens Karten für die Tour von Max Raabe & Palast Orchester gewinnen.

Schließlich lohnt es sich auch, das Musikvideo zur Vorabsingle "Küssen kann man nicht alleine" anzusehen. Die Hauptrolle spielt ein gewisser Herr Grün ...


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