Backstage
Max Richter BACKSTAGE EXCLUSIV

Aktuelles Album

Facebook

News

24.04.2014

Vivaldi-Update - Recomposed by Max Richter

Max Richter, Hört hier Vivaldis größtes Werk rekomponiert von Max Richter Erik Weiss / DG

Das Dilemma einer ermüdeten Liebesbeziehung hat Max Richter auf ganz unverkrampfte Weise gelöst. "Schatz, ich liebe dich. Aber ich kann dich einfach nicht mehr sehen", so könnte man umschreiben, was der britische Komponist für Vivaldis "Vier Jahreszeiten" empfand. Also beschloss Richter, das sattsam bekannte Werk ganz nach seinen Vorstellungen umzuformen, um es neu zu entdecken, statt sich seiner überdrüssig davon abzuwenden.

Moralische Bedenken zeigte man bei der Deutschen Grammophon nicht. Es ging ja schließlich nicht um die Liebe zweier Menschen, sondern um Kunst. Man war begeistert, als Richter mit seinem Vorhaben auf das Label zukam, passt es doch perfekt zur Philosophie der Reihe Recomposed.

Jimi Tenor, das Duo Moritz von Oswald und Carl Craig sowie Matthew Herbert haben bereits viel beachtete Remixe von bekannten Klassik-Aufnahmen für Recomposed produziert. Doch mit "Recomposed by Max Richter: Vivaldi, The Four Seasons" platzte der Knoten für die Serie erst so richtig. Max Richters Album schaffte mit dem Sprung auf Platz 1 der US-amerikanischen iTunes-Charts einen Sensationserfolg und übertraf selbst kühnste Erwartungen.

"Vier Jahreszeiten 3.0"

Was Max Richter mit "Vivaldi Recomposed" geschafft hat, kann man getrost als "Vier Jahreszeiten 3.0" bezeichnen. Der Komponist hat Vivaldis Ideen in die Tonsprache der Gegenwart übersetzt und damit einen völlig neuen Zugang zum Werk ermöglicht. Zugleich zeigte er Respekt vor dem Original und seiner Interpretationsgeschichte, und erfreut damit auch jene Hörer, die das Original lieben und beinahe schon auswendig kennen.

Am 25.04. erscheint "Recomposed by Max Richter: Vivaldi, The Four Seasons" in einer großzügig erweiterten Fassung. Vier neue Remixe, fünf neu komponierte elektronische Soundscapes und der Videomitschnitt eines Konzerts mit Max Richter, Daniel Hope und dem Orchester l'arte del mondo im Berliner Funkhaus Nalepastraße ergänzen die bekannte Aufnahme.

Sehen Sie die Video-Dokumentation zur neuen Albumfassung: Hier klicken und das Video ansehen.


KOMMENTARE

Kommentar speichern