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31.07.2012

Bio 2012

Die Karriere von Melissa Etheridge hatte schon etliche Höhepunkte; ein ganz besonderer war dabei die Oscar-Nacht im Februar 2007, als sie einen Academy Award in der Kategorie „Bester Song“ gewann für das Stück „I Need To Wake Up“, das sie für Eine unbequeme Wahrheit komponiert hatte, Al Gores gefeierten Dokumentarfilm über globale Erwärmung. Dabei ist Melissa Etheridge in den gut zwei Dekaden, die ihre Karriere als Sängerin und Songwriterin nun schon umspannt, auch selbst nie vor irgendwelchen unbequemen Wahrheiten zurückgeschreckt: Schon vor knapp zwanzig Jahren, als die Gesellschaft noch ganz anders diesem Thema umging, bekannte sie sich offen zu ihrer Homosexualität. Als dann im Oktober 2004 bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde, stellte sie sich der Herausforderung, ging in die Offensive, bekämpfte die Krankheit und gewann letzten Endes auch diesen Kampf. Obwohl die Chemotherapie sie ihrer Haarpracht beraubt hatte, trat sie 2005 bei der Grammy-Verleihung auf, um den Song „Piece Of My Heart“ als Tribut an Janis Joplin zu präsentieren. Ohne Frage ein Auftritt, der sehr, sehr vielen Leidensgenossinnen unendlich viel Hoffnung gegeben hat.

 

Eine Gitarre hielt die in Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas geborene Melissa Etheridge mit acht Jahren zum ersten Mal in den Händen; als sie das Teenage-Alter erreichte, spielte sie bereits in zahlreichen lokalen Bands. Nach der Highschool bekam sie einen der begehrten Plätze am Berklee College of Music in Boston zugesprochen, doch verließ sie das Institut schon nach einem Jahr wieder, um ihr Glück auf eigene Faust zu suchen, und zwar auf den Bühnen von Los Angeles. Die Rechnung ging auf: Ihre im Blues getränkte, unverwechselbare Stimme, gepaart mit ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz, bescherten ihr binnen kürzester Zeit eine stetig wachsende Anhängerschaft. Der Legende nach kam es in einem kleinen Club in Long Beach schließlich zu einer Zufallsbegegnung zwischen ihr und Chris Blackwell, dem Gründer von Island Records, woraufhin Etherige noch an Ort und Stelle einen Vertrag vorgelegt bekam.

 

Schon ihr erstes Album Melissa Etheridge (1988) mit dem Hit „Like The Way I Do“ wurde von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt und sorgte dafür, dass sie bei der Verleihung der Grammy-Awards im Jahr 1989 auftreten durfte. In den Jahren darauf erlangte sie mit Stücken wie „Bring Me Some Water“, „No Souvenirs“ und „Ain’t It Heavy“ immer größere Bekanntheit; „Ain’t It Heavy“ bescherte ihr zudem im Jahr 1992 den ersten Grammy. Mit ihrem vierten Album Yes I Am sollte Melissa Etheridge dann sowohl künstlerisch als auch kommerziell der ganz große Wurf gelingen: Die LP vereinte so massive Hits wie „I’m The Only One“ und „Come To My Window“, eine nach Sehnsucht klingende Hymne, die ihr umgehend den nächsten Grammy in der Kategorie „Best Female Rock Performance“ einbrachte. 1995 legte sie dann mit dem Album Your Little Secret ihren größten Charterfolg nach, wobei sich auch die Singleauskopplung „I Want To Come Over“ als absoluter Riesen-Hit entpuppte. Der durchschlagende Erfolg von Album und Single sorgte schließlich auch dafür, dass Etheridge im Jahr 1996 bei den ASCAP Pop Awards den renommierten Preis in der Kategorie „Songwriter Of The Year“ gewann.

 

Es folgten weitere Hits, Hit-Alben und ausverkaufte Tourneen in der zweiten Hälfte der Neunziger und über die Jahrtausendwende hinaus: 2001 legte sie das Album Skin vor, gefolgt von dem zuversichtlich klingenden Lucky (2004); parallel dazu kamen die DVDs Live And Alone (2002) und Lucky Live (2004) in den Handel. 2005 erschien mit Greatest Hits: The Road Less Traveled ein weiterer Meilenstein, auf dem auch „I Run For Life“ vertreten war, ein exklusiv für die Initiative „Ford Cares“ geschriebener Song; die Initiative setzte sich damit für den Kampf gegen Brustkrebs und für das „Susan G. Komen Race For The Cure“ ein, einen Wohltätigkeitslauf. Erst kürzlich wurde das besagte Greatest-Hits-Album noch einmal als Eco-Pak neu aufgelegt, nunmehr erweitert um ihren mit einem Oscar prämierten Hit „I Need To Wake Up“. Im April 2007 wurde Melissa Etheridge schließlich der ASCAP Founders Award verliehen, und sie veröffentlichte noch im selben Jahr mit The Awakening bereits ihr neuntes Studioalbum; der US-Rolling Stone wählte The Awakening am Jahresende auf die Liste der 50 besten Alben des Jahres.

 

2010 ging Fearless Love, ihre aktuellste Albumveröffentlichung, geradewegs in die Top-10 der US-Billboard-Charts ebenso wie in die Top 10 der deutschen MC-Charts. Vergangenes Jahr feierte Etheridge dann auch ihr Broadway-Debüt, als sie im Green-Day-Rock-Musical American Idiot eine Woche lang die Rolle des St. Jimmy übernahm. Darüber hinaus bekam sie 2011 ihren eigenen Stern am Hollywood Walk of Fame. 

 

In diesem Jahr hat sie im Rahmen ihrer internationalen Tournee in Europa, Australien und Nordamerika vor ausverkauften Häusern gespielt. Parallel dazu arbeitet sie an ihrer eigenen Radio-Sendung, der „Melissa Etheridge Radio Show“, die in den Staaten und Kanada inzwischen täglich ausgestrahlt wird.

 

Ihr neues Album 4th Street Feeling erscheint am 31. August 2012.


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