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Biografie

10.04.2017

Machine Gun Kelly - Biografie 2017

Machine Gun Kelly 

 

„Ich bin aus Cleveland, meine Eltern sind nicht berühmt, ich hatte kein Media-Training, ich habe keine Verwandten in der Musikindustrie, und ich wusste deshalb ehrlich gesagt auch nie, wie ich mich in dieser Industrie zu verhalten habe. Was ich stattdessen mache: Ich sage einfach meine Meinung.“ – MGK im Paste Magazine

 

Dass Machine Gun Kelly Großes vorhat im Jahr 2017, verrät schon ein flüchtiger Blick auf seinen Instagram-Account in dieser Woche: „I just set a goal for me and the band: book and sell out the O2 Arena here this year. #2017#EST4life#XX let’s get it“, so der 26-Jährige aus Ohio, der sich zu dem Zeitpunkt gerade in London aufhielt und mit seinem kommenden dritten Album nun auch außerhalb der USA Konzerte in Stadion-Größe anstrebt...

 

Tatsächlich ist sein im Herbst veröffentlichter Track „Bad Things“ seit Wochen schon auf globalem Erfolgskurs: Auch hierzulande in den offiziellen Charts vertreten, ging der mit Camila Cabello aufgenommene Track auf Platz 18 der globalen Spotify-Charts und belegte in den Staaten sogar die #2 bei Shazam, die #4 in den Radiocharts, #5 bei iTunes und #8 bei Spotify. Von Billboard treffend als „Instant-Ohrwurm und Vier-Minuten-Ode auf finstere Leidenschaft“ bezeichnet, kletterte „Bad Things“ auch in Deutschland bereits in die Top-40 bei Spotify.

 

Während die beiden „Bad Things“ erst in dieser Woche bei Ellen DeGeneres live präsentiert haben, breitet sich derzeit ähnlich rasant auch das brandneue Video zu „Dopeman“ aus, für das der tätowierte Rapper mit dem Maschinengewehr-Flow abermals mit dem Regisseur Steven Caple Jr. zusammengearbeitet hat, für den er 2016 nämlich schon vor der Kamera stand (im Film „The Land“). „Das war einfach naheliegend“, kommentierte MGK gegenüber Billboard, „und das Ergebnis ist mindestens so leinwandreif, wie ich mir das vorgestellt hatte.“ Gemeinsam mit Nas hatte der über 1,90m große Rapper auch die Rolle des Executive Producers von „The Land“ übernommen – was nur eines von vier Filmprojekten (!) im vergangenen Jahr für ihn darstellte (u.a. war MGK auch in „Viral“ und „Nerve“ zu sehen).

 

„Lace Up“ lautet der Schlachtruf, mit dem Machine Gun Kelly – kurz MGK – schon seit einigen Jahren die Hip-Hop-Welt aufmischt. Im April 1990 in Houston, Texas als Colson Baker geboren, musste MGK als Kind etliche Male umziehen – zwischenzeitlich lebte er sogar in Ägypten! –, was seine Familie schon sehr früh zerrütten sollte: „Meine Mutter war schon weg, als ich gerade mal neun Jahre alt war“, berichtet der heute 26-Jährige, der einen Großteil seiner Jugend in Denver verbrachte. Nachdem er in der siebten Klasse DMX’ Clip zu „We Right Here“ gesehen hatte, begann er damit, seine eigenen Erfahrungen in Raps zu verpacken – ohne dabei jedoch seine Rock- und Punk-Wurzeln zu vergessen. „Den Namen Machine Gun Kelly bekam ich verpasst, weil ich so schnell rappen kann wie ein Maschinengewehr“, erzählt MGK, der mit 15 seine ersten Konzerte absolvierte.

 

Nachdem 2006 mit dem Mixtape „Stamp of Approval“ sein erstes Lebenszeichen erschienen war, wechselte er 2009, nach einem Auftritt im New Yorker Apollo Theater, auf die Überholspur: Er gewann als erster Rapper überhaupt den dort abgehaltenen Talentwettbewerb und legte danach mit „100 Words and Running“ gleich das nächste Mixtape vor. Schon damals entstand der Fan-Schlachtruf „Lace Up“, der schließlich auch als Titel seines offiziellen Debütalbums fungieren sollte. Parallel dazu jagte jedoch ein Schicksalsschlag den nächsten: Auf den Rausschmiss beim Vater folgte die Nachricht, dass er ein Geschwulst auf den Stimmbändern hatte, was MGK, inzwischen selbst Vater der kleinen Casie und ohne Krankenversicherung unterwegs, lange Zeit Probleme machte...

 

2010 erschien dann das Mixtape „Lace Up“, woraufhin er im Jahr drauf einen Vertrag bei Sean Combs’ Bad Boy Records/Interscope unterzeichnete und mit dem von Alex da Kid produzierten „Invincible“, angeschoben durch eine Kampagne von Beats by Dr. Dre, einen ersten richtigen Hit landen sollte. Danach wurde sein mit Waka Flocka Flame aufgenommener Track „Wild Boy“ vergoldet.

 

Inspiriert von so unterschiedlichen Dingen wie „Mötley Crüe, Ludacris, Blink 182, Tattoo-Schmerzen, The Temptations und überhaupt allen Menschen, die nackt sind“, wie er selbst sagt, stieg sein ebenfalls „Lace Up“ betiteltes Debütalbum im Jahr 2012 auf Platz 4 in die US-Billboard-Charts ein. Unterstützung bekam MGK auf dem Debüt von etlichen Größen wie z.B. Bun B, Twista, DMX, Jeezy und Lil Jon. Während er danach auch im US-Filmdrama „Beyond The Lights“ glänzte, ging 2015 auch die zweite Albumveröffentlichung „General Admission“ auf die #4 in den Staaten. Davor schon gewann er diverse Awards, unter anderem „Best US Act“ bei den MTV Europe Music Awards, „Hottest Breakthrough MC“ bei den MTV Music Awards sowie gleich mehrere Auszeichnungen bei den Ohio HipHop Awards.

 

Seither ist seine Fangemeinde dermaßen rasant gewachsen, dass MGKs Instagram-Account inzwischen über 2,4 Millionen Follower verzeichnet, während es bei Facebook sogar 4,5 Millionen Fans sind. Auch sein YouTube-Channel dürfte demnächst die 500-Millionen-Views-Grenze sprengen.

 

Das noch titellose dritte Album von MGK soll 2017 erscheinen. Während Schmerz und persönliche Dämonen zuvor eine zentrale Rolle für ihn gespielt haben, dürfte das nächste Werk etwas weniger davon gezeichnet sein: „Das hier ist die erste Tour, während der ich wirklich glücklich bin“, kommentierte Kellz (wie er auch genannt wird) im Herbst. „Und mein nächstes Album basiert auch auf diesem Gefühl – und auf einem neuen Selbstvertrauen.“