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28.11.2011

Biografie: Monika Martin „Ein Leben lang vielleicht“

„Stimmig kommt von Stimme“ oder Lieder finden zu MONIKA MARTIN

 

1996 sang sie den Titel „La Luna Blu“ und legte damit den Grundstein ihrer Karriere. Frau Dr. Ilse Bauer aus Graz wurde ab diesem Lied auf der Bühne und in ihrer Musik von Jahr zu Jahr, von CD zu CD und von Lied zu Lied immer mehr zu Monika Martin. 16 Jahre ist es nun her, dass dieser Mond aufgegangen war und wenn Monika Martin ihre aktuelle CD mit „Ein Leben lang vielleicht“ betitelt, dann ist das mehr als nur ein Song auf dem Album. Der Titel des Liedes ist in einer bestimmten Art auch doppeldeutig

 

Inhaltlich geht es um die Liebe, um diese von Sehnsucht durchzogene Form der Liebe, wie sie durch Monika Martin einen ganz bestimmten Stellenwert bekommen hat. Das „zweite Gesicht“ des Titels offenbart das Coverfoto. Monika Martin im Wandel der Zeit. Vergleicht man die CD-Hüllen ihrer Discografie, so lässt sich sagen: Ilse war gestern, heute blickt uns eine über die Jahre gewachsene, selbstbewusste Künstlerin entgegen. Eine erwachsene, mit beiden Beinen in ihrem kreativen Leben stehende Frau. Schritt für Schritt hat sie sich in eine eigenständige, sehr authentische Richtung entwickelt. Allem voran natürlich ihre Stimme. Sie ist für sich stehend, einzigartig. Diese ihre Stimme findet sich auf diesem Album in Liedern wieder, welche mehr als je zuvor die ganz persönliche Handschrift der Künstlerin tragen.

 

Die sorgfältige Auswahl der Lieder benötigte diesmal auch mehr Zeit und Sensibilität und so kommt es, dass zwischen den letzten beiden CDs 15 Monate vergangen sind. „Ich habe diese Zeit gebraucht, um mich kreativ einzustimmen und zu finden. Ich wollte nicht auf Druck Lieder suchen, sondern viel mehr war es so, dass viele der Lieder mich auf eine bestimmte Art gefunden haben. Es ist ja wie bei einer Schwangerschaft. Es keimt etwas in mir und daraus werden meine Lieder, meine Babies“, sagt sie und diese Sorgfalt in der Liedauswahl, der Produktion, der Art der Interpretation ergibt als Ganzes ein stimmiges Bild. „Stimmig kommt von Stimme und dieses miteinander Verweben, so dass daraus ein Erlebnisreigen wird, das war das Ziel und ich bin sicher, wir haben es erreicht“.

 

Bevor Lieder ihren Weg zum Ohr des Hörers finden, haben sie eine längere Reise hinter sich. KomponistInnen setzen die Grundsteine, TexterInnen finden die Worte dazu und schließlich macht eine Stimme im Tonstudio mit Musikern und Arrangeuren daraus das Gesamterlebnis. Zwei Songs am neuen Album von Monika Martin reisten mit dem Südwind nach Graz. Der griechische Komponist Nikos Ignatiadis suchte den Kontakt. Der Mann, ein Meister seines Fachs, der für Julio Iglesias, Sarah Brightman und viele andere Superstars geschrieben hat, ist auf Monika Martins Stimme aufmerksam geworden. „Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass er mich gesucht hat und wie wir zum ersten Mal mit einander telefoniert haben, war da sofort ein Gefühl von Vertrautheit“, erzählt sie und heute ist „Ein Leben lang vielleicht“ - komponiert von Herrn Ignatiadis, getextet von Monika Martin - der Titelsong des Albums. Auch „Ein Lied, das nur für uns erklingt“, stammt aus der Feder des großen Griechen.

 

Monika Martin ist es gelungen, auf dieser CD musikalisch sowohl neue Wege zu gehen, dabei aber auch ihren Wurzeln treu zu bleiben. Wenn es einer Erklärung bedarf, was damit gemeint ist, dann vielleicht am ehesten diese: ZuhörerInnen fühlen sich in jedem der Lieder sofort geborgen, es ist wie der Besuch bei einer lieben Freundin.

 

Man kennt sich gut und freut sich darauf, zu hören, was es so Neues gibt. Auch darauf, wie die Lieder zu Monika gefunden haben.

 

Interessant daher auch die Geschichte von „Was ich noch sagen wollt“. Das Lied hat seine Wurzeln in Indien. Der Text des Originals ist in Sanskrit gehalten, in der heiligen Sprache der Hindus. Bereits in seiner Ur-Fassung steckt da so viel von dem, was nicht nur die Künstlerin, sondern auch den Menschen Monika Martin ausmacht. Spiritualität, Philosophie, religiöse Empfindungen, und so ist auch „Was ich noch sagen wollt“ ein wunderbares Beispiel dafür, dass sich Lieder ihre Adressaten suchen. „Es hat mich bereits beim ersten Mal anhören in seinen Bann gezogen. Ehrlich gesagt, sind mir dabei die Augen feucht geworden und ähnlich ist es mir ergangen, als ich den deutschen Text dazu geschrieben habe“, erinnert sich Monika Martin.

 

Interessant und spannend war auch ihre Zusammenarbeit mit der Komponistin und Autorin Kristina Bach. Die beiden Künstlerinnen haben in der Schweiz eine intensive, kreative Zeit mit einander verbracht. Eine Premiere, für beide. Zwei hoch musikalische Frauen treffen auf einander, das Ergebnis hat Hit-Qualität und heißt „Die Nacht wird mein Geheimnis sein“.

 

14 Lieder sind auf dem neuen Album. „Ein Leben lang vielleicht“ steht auch dafür, dass Ilse Bauer vielleicht, wahrscheinlich oder sogar ziemlich sicher ein Leben lang Monika Martin bleiben wird. Sie hat nun ihre Mitte gefunden, ist auf der Reise von „La Luna blu“ bis heute zur ganzheitlichen, eigenständigen Künstlerin geworden. Die 15 Monate zwischen den einzelnen CDs waren keine Pause, sondern vielmehr die Zeit, die es braucht, den Unterschied entstehen zu lassen. Denn der Unterschied ist es, weshalb die Menschen Monika Martin lieben und ihrer Musik mehr zuschreiben, als bloße Unterhaltung. Es kursiert der Witz, „dass es irgendwann einmal die CDs von Monika Martin auf Krankenschein geben wird“ (© Andy Borg), aber da steckt auch viel Wahrheit mit drin. Wer einmal ein Konzert der Künstlerin gesehen und dabei die  Reaktion der Menschen erlebt hat, der erkennt schnell  was damit gemeint ist.

 

-az-


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